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JPMorgan behauptet: Digitalwährungen können die Macht der USA stützen

22 Mai 2020 By Benson Toti

Die größte US-Bank ist der Auffassung, dass Land könnte Kryptowährungen zur Aufrechterhaltung seiner geopolitischen Macht benötigen.

JP Morgan ist der Meinung, die USA müssten darauf achten, was im digitalen Währungsraum der Zentralbank geschieht. Die Bankexperten warnen vor einem Verlust der geopolitischen, wie aus einem Bericht von Bloomberg News hervorgeht.

Eine Publikation der JP Morgan-Analysten, US-Chefökonomen und Mitglieder des Managements im Bereich der Zinsderivatstrategien, Josh Younger and Michael Feroli, kommt zu dem Ergebnis, dass digitale Währungen die „Vorherrschaft des US-Dollar bedrohen könnten“.

Die Bericht-Autoren erklären, weshalb es so wichtig ist, die Dominanz aufrechtzuerhalten:

Kein Land hat mehr vom störenden Potenzial der Digitalwährungen zu befürchten als die USA“, so die Warnung der Analysten in Ihrem Bericht.

„Die Ausgabe der weltweiten Reservewährung und des Tauschmittels und den globalen Handel mit Waren, Rohstoffen und Dienstleistungen biete enorme Vorteile.“

Im Hause JPMorgan ist man nicht der Auffassung, dass eine Absetzung des US-Dollars als internationale Reservewährung möglich ist. Sie prophezeien jedoch ein Szenario, in dem in Ländern Schwachstellen bei der „Greenback“-Verwendung als globale Währung bei der Handelsabwicklung sowie bei SWIFT-Transaktionen zur Folge haben könnte.

Der Bankenriese sagt, der Einfluss könnte von Unternehmen wie der Europäischen Union ausgehen. Diese könnte versuchen, Amerikas Einfluss „auf globale Zahlungssysteme“ zu reduzieren.

2018 hat SWIFT mehrere iranische Banken vom System ausgeschlossen, was möglicherweise einen Verstoß gegen EU-Gesetze bedeutet haben könnte.

2019 verbannte das Netzwerk zudem die iranische Zentralbank aus dem System, nachdem die USA strengere Wirtschaftssanktionen verhängt und mehr Druck auf Iran ausgeübt hatten. Für einige EU-Staaten bedeutete dies einen Rückstoß. Betroffen davon waren auch mögliche Schritte als Hilfestellung für Iran, um am Handel mit Partnern ohne die SWIFT-Nutzung und den US-Dollar festzuhalten.

Laut dem JPMorgan-Bericht gefährdet jeder Schritt, bei dem Länder weltweit das Verfahren SWIFT umgehen, die geopolitische Macht der USA. So könnten Dollar—Dominanzen entfallen. Eben dies aber ist ein Schlüsselaspekt der US-Strategien bei der Durchsetzung von Sanktionen und im Kampf gegen die internationale Terrorismusfinanzierung.

Die Banken-Analysten glauben somit,, dass eine Digitalwährungs-Initiative den USA eine Plattform für ein „geopolitisches Risikomanagement“ bieten könnten.

Die Autoren kommen in ihrem Bericht zum Schluss, „ein digitaler Dollar für grenzüberschreitende Zahlungen“ können einen Beitrag dazu leisten, die eigene Macht aufrechtzuerhalten, „vor allem dann, wenn die Digitalwährung die Struktur heimischen Finanzsystems maximal im Kleinen bedrohe.“

In der Vergangenheit haben die USA wiederholt die Anwendungsmöglichkeiten einer digitalen Währung geprüft. Bis dato aber bleiben sie bei einer Entwicklung hinter anderen Staaten zurück. Dies gilt insbesondere im Vergleich zum größten US-Handelspartner und -konkurrenten China.

Erst in dieser Woche teilte die französische Zentralbank mit, einen erfolgreichen Test zu einem Blockchain-basierten Digitalwährung abgeschlossen zu haben.