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IWF ruft globale Rezession aus – Chance für Bitcoin?

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat erklärt, dass wir in eine globale Rezession eingetreten sind – eine Rezession, die genauso schlimm oder noch schlimmer ist als die vorherige globale Finanzkrise. 80 Länder haben den IWF bereits um Nothilfe gebeten. Inzwischen hat die G20 fiskalische Maßnahmen in Höhe von etwa 5 Billionen Dollar oder über 6% des globalen BIP gemeldet.

Kristalina Georgieva, die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, sprach am Freitag bei einem Pressegespräch über die aktuelle Wirtschaftslage. Sie erläuterte auch die Maßnahmen, die der IWF und die G20-Länder ergriffen haben, um einen totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu verhindern. Die Pressekonferenz fand im Anschluss an das Treffen der G20-Führer am Vortag statt. „Wir haben die Wachstumsaussichten für 2020 und 2021 neu bewertet“, sagte Georgieva und führte aus:

Es ist jetzt klar, dass wir in eine Rezession eingetreten sind – so schlimm wie oder schlimmer als 2009.

Sie fügte hinzu, dass eine Erholung in diesem Jahr nur dann erfolgen wird, wenn das Coronavirus weltweit eingedämmt und verhindert wird, dass Liquiditätsprobleme zu einem Solvenzproblem werden, und betonte, dass eine Welle von Konkursen und Entlassungen die Erholung untergraben kann.

Um einen totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu vermeiden, haben viele Länder extreme Maßnahmen ergriffen.

Die G20 berichteten gestern über fiskalische Maßnahmen in Höhe von etwa 5 Billionen Dollar oder über 6 % des globalen BIP,

erläuterte Georgieva.

Um dies zu unterstützen, startete der IWF gestern Abend einen „policy action tracker“ für 186 Länder, um allen zu helfen und zu sehen, wer welche Hilfe in welchem Umfang benötigt. Der Chef des IWF führt weiter aus (frei übersetzt):

Wir haben eine außerordentliche Steigerung der Anfragen nach IWF-Notfallfinanzierung erlebt – etwa 80 Länder haben Anfragen gestellt und es werden wahrscheinlich noch mehr kommen. Normalerweise haben wir nie mehr als eine Handvoll Anträge gleichzeitig.

Georgieva gab ferner bekannt, dass das IWF-Exekutivdirektorium am Donnerstag den ersten dieser Notfallanträge für die Kirgisische Republik (Kirgisistan) genehmigt hat.

Wir sehen auch, dass sich in den aufstrebenden Märkten eine Vielzahl von Problemen auftut – die Verbreitung des Virus, die Abschaltung von Volkswirtschaften, Kapitalabflüsse und – für Rohstoffexporteure – ein Preisschock. Unsere derzeitige Schätzung für den Finanzbedarf der Schwellenländer liegt bei 2,5 Billionen Dollar – eine Schätzung am unteren Ende, für die die eigenen Reserven und inländischen Ressourcen nicht ausreichen würden.

Die IWF-Chefin erklärte, dass ihre Organisation eine Reihe von Maßnahmen ergreift und mit anderen Einrichtungen wie der Weltbank zusammenarbeitet. Erstens schlägt der IWF vor, seine Kapazitäten zur Notfallfinanzierung zu verdoppeln, seine Prozesse zu vereinfachen und die Lücke in seiner konzessionären Finanzierung zu füllen. Zweitens wird der Fonds seine Kreditinstrumente wie die Ausweitung der Nutzung von Vorsorgekreditlinien überprüfen. Der IWF hat auch Änderungen bei der Anwendung des Catastrophe Containment and Relief Trust (CCRT) genehmigt, von dem er sich einen gewissen Schuldenerlass für seine ärmsten Mitgliedsländer erhofft. Großbritannien, Japan und China haben bereits ihre Unterstützung für die Erhöhung der Kapazität des CCRT zugesagt.

Trotz der weiterhin anhaltenden Krise kann Bitcoin über dem Support-Level der 6.000 USD Marke halten. Jedoch zeigt BTC keine eigenständige Entwicklung, die losgelöst vom Aktienmarkt erfolgt, sodass sich Bitcoin für den Ruf als „digitales Gold“ erst noch beweisen muss.

Featured Image: Immersion Imagery | Shutterstock

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