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Indonesische Börsenaufsicht erkennt Kryptocoins offiziell an

18 Februar 2019 By Matthias Nemack

Mit Indonesien ist es ein weiteres asiatisches Land, das sich die Reihe der Staaten einfügt, die Digitalwährungen zunehmend Anerkennung zukommen lässt.

Kommen Digitalwährungen nun bei normalen Anlegern an?

Zugegeben: Ganz allmählich tut sich auch innerhalb Europas etwas, wenn es um die Akzeptanz der Kryptowährungen wie Ethereum oder natürlich Bitcoin geht. Zumindest in einigen kleineren Staaten stellen Regierungen und Regulierungsbehörden die nötigen Weichen. Indonesiens Börsenaufsicht Bappebti gab nun bekannt, dass man digitale Währungen nun anerkennt – und zwar als Handelsware. Anleger und Spekulanten können vor Ort nun also entspannt Währungen kaufen und handeln. Angesichts der Tatsache, dass Litecoin und Co. schon vorher über verschiedene Plattformen gehandelt werden konnten, mag die Meldung für manchen Krypto-Nutzer wenig spannend klingen. Faktisch aber ist die Nachricht durchaus wichtig.

Zentralbank lässt scheinbar Kooperationsbereitschaft vermissen

Denn Händler bewegten sich zuvor in gewisser Weise in einer Grauzone. Beispielsweise schob die Zentralbank Indonesiens in der Vergangenheit der Durchführung von Krypto-Zahlungen einen Riegel vor. Solche Probleme soll es nur die neuen Vorgaben also nicht mehr geben, wie die Behörde mitteilt. Ein Manko: Aktuelle Stellungnahmen der Zentralbank lassen eher nicht darauf hoffen, dass die Transaktions-Verweigerung schon bald vollends aus der Welt geschafft wird. Kryptowährungen haben für die Zentralbank nun einmal einen geringeren Stellenwert als Zahlungen in der Landeswährung Rupie. Für Händler aber soll die Akzeptanz vor allem mehr Sicherheit bringen. Natürlich entstehen so auch neue Richtlinien im Kampf gegen internationale Geldwäsche.

Börsen werden mit neuen Richtlinien konfrontiert

Die deutlichsten Auswirkungen haben die neuen Regeln für die Betreiber von Krypto-Börsen. Sie müssen sich zukünftig an strengere Auflagen halten und insbesondere dafür sorgen, dass sie die für den Handel genutzten Server in Indonesien und nicht mehr im Ausland aufstellen. Insgesamt könnten die Änderungen dafür sorgen, dass Ripple, Bitcoin und all die anderen digitalen Devisen zunehmend in der Mitte der Gesellschaft ankommen, auch wenn diese Formulierung etwas dick aufgetragen klingen mag. Sollten nun noch die Zentralbank zeitnah ein offenes Ohr für den wachsenden Markt haben, wäre der Grundstein für den Erfolg endgültig gelegt.