HomeNewsIndiens RBI behauptet, Banken im Land seien keine Einschränkungen bei der Arbeit mit Kryptounternehmen auferlegt worden.

Indiens RBI behauptet, Banken im Land seien keine Einschränkungen bei der Arbeit mit Kryptounternehmen auferlegt worden.

26 Mai 2020 By Benson Toti

Die Stellungnahme der RBI ist eine Reaktion auf etliche Beschwerden, laut derer Banken angeblich Kryptobörsen und ähnlichen Unternehmen keine Bankdienstleistungen anbieten durften.

Die Reserve Bank of India (RBI) stellte nun klar, sie verbiete Banken und anderen Finanzdienstleistern im Land keineswegs, Bankkontodienste für Kryptowährungsbörsen abzuwickeln und/oder bereitzustellen.

Die indische Zentralbank bot die Klarstellung als Antwort auf eine von einem Krypto-Benutzer eingereichte Einreichung von Rechten auf Information (RTI) an. Die Bank bezieht Besagte RTI nahm Bezug auf Aufträge aus dem Jahr 2018 der RBI an Banken im Land, denen zufolge Finanzdienstleistern untersagt waren, Umgang mit Börsen und ähnlichen Anbietern zu haben.

Die Anordnungen wurden Indiens Oberster Gerichtshof hob diese Anordnungen in einem Urteil auf. Damit war die Zentralbank-Richtlinie hinfällig. Ausgangspunkt war eine Petition mehrerer Börsen beim betreffenden Gericht.

Die Antwort war eine Reaktion auf eine Anfrage des Dienstleisters Harish BV. Hierbei handelt es sich um einen Mitgründer der Kryptoplattform Unocoin.

BV hatte die RTI schon am 25. April 2020 bei Gericht eingereicht. Darin fragt das Unternehmen, ob die RBI nun Banken verboten hat, Dienstleistungen wie Bankkonten für Kryptobörsen oder Kryptohändlern Bankkonten zur Verfügung zu stellen.

Die Regulierungsbehörde für den Bankensektor antwortete auf die Anfrage, ein derartiges Verbot habe nicht existiert, als Anfrage und Antrag auf eine Reaktion der Bank übermittelt wurden.

RBI-Kryptoverbot hatte Kryptoanbieter getroffen

Die Richtlinie der RBI gegenüber der Bankenbranche stellte ein Zusammenbruchs-Risiko für das Kryptowährungssystem Indiens dar. Denn die Order hatte jede Art Handel zwischen Bankinstituten und Kryptofirmen untersagt.

Die Einschränkungen hatten Börsen und Einzelpersonen erheblich belastet. Manche Unternehmen scheiterten sukzessive, als Banken Konten schlossen oder dahingehend Warnungen aussprachen, sie würden Unternehmen suspendieren, wenn die Kryptogeschäfte der Inhaber nicht wie verlangt eingestellt würden.

Die beiden Unternehmen Coinome und Koinex kündigten an, im Mai bzw. Juni 2019 ihre Geschäfte zu schließen, zahlreiche Mitbewerber wiederum kämpften mit der bestehenden Geldkrise und geringen Handels-Volumina.

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs mit Blick auf die Verbotsaufhebung stellte für Kryptobörsen sowie ihre Kunden eine massive Erleichterung dar. Trotzdem zögerten viele Banken im Hinblick auf Krypto-Geschäfte, eben weil die RBI so eine mangelhafte Kommunikation erkennen ließ.

Harish BV äußerte sich „Economic Times of India“ gegenüber wie folgt:

Banker sprachen von einem dringend nötigen neuen Rundschreiben der RBI-Rundschreiben, das auf den Verzicht der gefürchteten Einschränkungen hinweist. Die Bank muss erklären, dass Banken sehr wohl Bankkonten für Krypto-Unternehmen bereitstellen dürfen. Die erhoffte Antwort positiver Art liegt nun vonseiten der RBI vor.

Der Unocoin-Mitgründer attestiert, dass die RBI-Reaktion bezüglich der Verbotsaufhebung durch den Obersten Gerichtshof eine verstärkte Blockchain-Einführung und Kryptowährungs-Aktivitäten in Indien nach sich ziehen könnte. Die neue Klarstellung eröffnet dem Kryptomarkt Zugang zu 1,35 Milliarden Einwohnern.

Die größte Kryptowährungsplattform Indiens gab bekannt, sie werde nach der Beschaffung von 2,5 Millionen US-Dollar von Polychain Capital und Coinbase Ventures zumindest einen Teil des neuen Kapitals dazu nutzen, die Einführung von Kryptowährungen zu beschleunigen und mehr als 50 Millionen neue Kunden für die Branche gewinnen zu wollen.