HomeNewsHolocaust-Zeugnisse sollen in der Blockchain aufbewahrt werden

Holocaust-Zeugnisse sollen in der Blockchain aufbewahrt werden

Die Starling Foundation baut ein unveränderliches Archiv von Zeugnissen Völkermordüberlebender auf Filecoin auf

Jonathan Dotan, Produzent und Fellow im Silicon Valley am Stanford Center for Blockchain Research, verwendet die Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie (DLT), um Aussagen von Holocaust-Überlebenden zu bewahren. Dies geht aus einem gestern in der Jerusalem Post veröffentlichten Bericht hervor.

Die schockierenden Ergebnisse einer im September veröffentlichten Umfrage zeigten, dass sich ein Zehntel der Amerikaner unter 40 Jahren nicht daran erinnerte, das Wort „Holocaust“ schon einmal gehört zu haben. Da die Zahl der Überlebenden stetig sinkt, ist eine dauerhafte Aufzeichnung ihrer Zeugnisse wichtiger denn je.

Die Antwort von Dotan ist das Starling Framework, eine auf Filecoin basierende verteilte Speicherlösung, die Hedera Hashgraph nutzt und von der USC Shoah Foundation geleitet wird. Hierbei handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die von Steven Spielberg gegründet wurde und sich der Durchführung audiovisueller Interviews mit Überlebenden des Genozids widmet.

Die Blockchain-Technologie eignet sich aufgrund ihrer Sicherheit, Transparenz und Unveränderlichkeit für die Speicherung, Verteilung und Überprüfung von Testimonials. Der dezentrale Charakter der Blockchain bedeutet zudem, dass die Aufgabe nicht der Kontrolle einer staatlichen oder zentralisierten Behörde unterliegt, welche möglicherweise eine politische Agenda verfolgt.

Das Starling Framework erstellt ein manipulationssicheres Verzeichnis von Zeugnissen Überlebender, um die Gräueltaten des Genozids zu katalogisieren. Dazu gehören neben dem Holocaust auch der Völkermord an den Armeniern und die Rohingya-Krise. Es ist auch in Friedenszeiten ein wertvolles Instrument, da Reuters-Journalisten die Technologie zur Überwachung der Wählerunterdrückung verwendeten, indem sie am Super Tuesday Fotos von Wahllokalen aufnahmen, speicherten und überprüften.

Die Starling-Hardware wird mit der IPFS-Software (InterPlanetary File System) kombiniert, um eine Sicherheitskette von Kameras zu digitalen Plattformen zu erstellen. Das Filmmaterial erhält einen eindeutigen digitalen Fingerabdruck, da es mit IPFS kryptografisch gehasht wird. Uhrzeit, Datum und Ort, an dem das Filmmaterial aufgenommen wurde, können dann durch Verbindung des Bildes mit Metadaten von Sensoren auf dem Gerät überprüft werden.

Dotan erklärte: „Unser Ziel ist es, Gräueltaten in Zukunft zu verhindern und sicherzustellen, dass wir die Gräueltaten aus der Vergangenheit nicht vergessen. Dies sind wichtige Geschichten, die für uns als Zivilisation einen sehr realen, menschlichen Wert haben und die geschützt und bewahrt werden müssen. Hier ist eine Technologie, die eben dies tut.“

Die Stiftung hat begonnen, Starling einzusetzen, um anhand von Beispielen zu lernen, und das Format im vergangenen Jahr in drei Fallstudien verwendet, um Zeugnisse eines Holocaust-Überlebenden in Los Angeles, der Führer der Achuar-Ureinwohner im Amazonas-Regenwald und kurdischer Flüchtlinge im Irak zu dokumentieren. Bisher hat die Stiftung 55.000 Zeugnisse gesammelt, die mehr als 9 Petabyte Daten aufnehmen.

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