HomeNewsHat Bitcoin seinen Tiefpunkt erreicht? Experten äußern ihre Meinung

Hat Bitcoin seinen Tiefpunkt erreicht? Experten äußern ihre Meinung

Der Bitcoin Kurs ist gestern um mehr als 2% auf 6.565 USD gestiegen. Die meisten Altcoins sahen gestern ebenfalls große Gewinne, wobei Ethereum und Monero mit über 10 % die Top-Kryptowährungen anführten. Die gesamte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ist auf etwa 203 Milliarden Dollar angestiegen, nachdem diese am Mittwoch noch bei 186 Milliarden Dollar lag.

Der frühere Hedge-Fonds-Manager und Krypto-Unternehmer Mike Novogratz nahm dies zum Anlass und twitterte gestern ein Bild des Bloomberg Galaxy Crypto Index, anhand dessen er erklärte, dass Bitcoin seinen Tiefpunkt erreicht hat.

Novogratz betreibt das Unternehmen Galaxy Digital, welches direkt in Krypto-Unternehmen investiert, von ICOs über Infrastrukturplattformen bis hin zu Wallets und Custody-Lösungen.

BitPay’s Sonny Singh wartet auf einen Katalysator

Sonny Singh, Chief Commercial Officer von BitPay Inc., trat bei Bloomberg auf, um über die Zukunft von Bitcoin und den Altcoins zu sprechen. BitPay ist ein weltweiter Bitcoin-Zahlungsdienstleister, der Bitcoin und Bitcoin Cash-Zahlungsdienste für Händler anbietet und im Jahr 2011 gegründet wurde.

Singh sagte, dass der Markt aktuell nach einem Katalysator sucht. Auf die Frage, ob er glaubt, der Markt habe seinen Tiefpunkt gefunden hat, teilte er eine andere Meinung als Mike Novogratz (frei übersetzt):

Es ist schwer zu sagen, ob der Markt für Kryptowährungen einen Tiefpunkt erreicht hat. Momentan sucht der Markt nach einem entscheidenden Moment – einem Katalysator. Im Moment hört man eine Menge Gerüchte. Aber nächstes Jahr werden die großen Marktteilnehmer real werden – Goldman Sachs startet einen Handelsplatz, Fidelity startet ein Bitcoin-Produkt, Square bietet Bitcoin-Produkte für Händler, BlackRock bietet einen ETF. Wenn diese Dinge passieren, werden wir Adoption sehen und dann wird der Preis wieder steigen.

Für Bitcoin sagt Singh eine bullische Zukunft voraus und glaubt, dass die Vorzeichen für eine Kursrallye nie besser standen (frei übersetzt):

Bei BitPay und den Leuten, mit denen ich in der Branche rede, waren wir eigentlich nie bullischer. Das Geschäft läuft großartig. Wir stellen mehr Leute ein. Wir arbeiten mit mehreren großen, globalen Marken auf der ganzen Welt zusammen. Niemand stoppt unsere Grenzen. Jeder geht mit voller Kraft voran.

Bei dem Thema ICOs und Altcoins ist Singh weniger bullisch. Singh sagte, dass Altcoins nie wieder in dem Maße wie Bitcoin zurückkommen werden, da Unternehmen wie Fidelity und BlackRock keine Altcoin-Produkte auf den Markt bringen werden. ICOs werden seiner Meinung nach nie wieder so stark boomen, wie zum Jahreswechsel:

Wenn Sie den Bitcoin-Preisrückgang sehen, haben die Menschen aufgehört, ICOs so zu handeln wie zuvor. Der ICO-Markt ist in großen Schwierigkeiten und wird nie wieder dorthin zurückkehren, wo er vor acht Monaten war. […] Wo das Problem ist, sind die Altcoins. Diese werden niemals zurückkommen, glaube ich, genauso wie ein Bitcoin zurückkommen wird. Sie kennen Fidelity, Blackrock, sie starten keine Altcoin-Produkte. Sie werden Bitcoin-Produkte einführen.

Mögliche nahe liegende Katalysatoren

Wie wir gestern berichteten, veröffentlichte Bloomberg einen Bericht, nach dem Morgan Stanley plant, den Handel mit komplexen Derivaten, die an Bitcoin gebunden sind, anzubieten. Die Ankündigung wurde jedoch noch nicht von Morgan Stanley bestätigt. Die Bestätigung könnte die Art von Katalysator sein, die der Markt für eine Erholung benötigt.

Womöglich könnte auch die Genehmigung des Bitcoin-ETF von SolidX und VanEck der lang ersehnte Katalysator sein. Eine Entscheidung des US-Börsenaufsicht SEC ist bis zum 30.09.2018 geplant, wobei eine erneute Fristverlängerung durchaus denkbar und möglich ist. Jedoch werden einer Genehmigung noch in diesem Jahr wenig Chancen eingeräumt.

Weitere Hoffnungen ruhen auf der Muttergesellschaft der New Yorker Börse, der Intercontinental Exchange (ICE), die im November dem Bitcoin-Kurs Auftrieb verleihen könnte, wenn „Bakkt“, eine vollständig regulierte Börse, die den gesetzlichen Rahmenbedingungen voll entspricht, startet.

Das gesamte Interview von Bloomberg mit Sonny Singh kannst du nachfolgend sehen.

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