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Google erlaubt wieder Krypto-Anzeigen auf seiner Plattform

Das multinationale Technologieunternehmen, das sich auf Internetdienste spezialisiert hat, gab im Juni bekannt, dass es seine Richtlinien aktualisiert, um Änderungen an Anzeigen und Produktmarketing vorzunehmen

Der Technologieriese Google schaltet jetzt Anzeigen für Kryptowährungen, nachdem er Änderungen an seiner Richtlinie für Finanzprodukte und -dienstleistungen angekündigt hat. Das Unternehmen enthüllte vor etwa zwei Monaten, dass es ab dem 3. August Anzeigen von Kryptowährungs- und Wallet-Dienstleistern auf der Plattform erlauben würde. Die neue Richtlinie, die gestern offiziell in Kraft trat, gibt "autorisierten" Werbetreibenden die Freiheit, ihre Dienstleistungen und Produkte auf der beliebten Plattform zu vermarkten.

Der Schritt kommt nur einen Monat, nachdem die soziale Plattform TikTok bekannt gab, dass sie ihre Richtlinien für Markeninhalte aktualisiert hat und folglich alle Formen von Krypto-Werbung verboten hat. Der Video-Sharing-Dienst war jedoch nicht der erste, der ein solches Verbot aussprach. Google selbst hat bereits im Juni 2018 Anzeigen im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICOs) verboten.

Die Tech-Firma merkte an, dass sie strenge Maßnahmen durchsetzt, um zwielichtige Werbeeinheiten und betrügerische Konzepte abzuwehren. Für den Anfang müssen die Werbeträger bei der Financial Crimes Enforcement Network-Behörde registriert sein. Sie müssen der Beschreibung eines "Gelddienstleistungsunternehmens" entsprechen und in "mindestens einem Bundesstaat als Geldübermittler oder als eine vom Bund oder einem Staat gecharterte Bankeinheit" registriert sein.

Während die eingeführten Änderungen Krypto-Inserenten wieder auf der Plattform zulassen, sperren sie immer noch ICOs aus. Die Richtlinie konkretisiert, dass nur kryptobezogene Werbetreibende auf dem US-Markt Anzeigen schalten können, wenn sie alle erforderlichen Kästchen abhaken. Diese Wallets und Börsen müssen sich an alle Regeln auf Staats- und Bundesebene halten. Ihre Landing Pages und Anwendungen müssen ebenfalls den Google Ads Policies entsprechen.

Die Krypto-Anzeigen, die auf der Plattform laufen dürfen, sollten nicht mit Seiten oder Websites verlinkt sein, die Handelssignale, Anlageberatung oder Broker-Bewertungen enthalten. Zusätzlich zu Initial Coin Offerings werden Werbung für bestimmte Kryptowährungen, prominente Krypto-Befürworter und dezentralisierte Finanz- (DeFi) Handelsprotokolle auf der Plattform nicht erlaubt sein.

Google und seine Muttergesellschaft Alphabet profitieren potenziell von der Änderung, da die Richtlinie mehr Einnahmen bringt. Google ist der Hauptverdiener unter Alphabet, und Online-Werbung bleibt die größte Einnahmequelle für das Technologieunternehmen.

Seit 2018 hat es jedes Jahr mehr als 100 Milliarden Dollar an Werbeeinnahmen erzielt. Letztes Jahr verdiente das Unternehmen 146,92 Milliarden Dollar mit Anzeigen, 12,11 Milliarden Dollar mehr als 2019. Obwohl die Einnahmen aus Krypto-Anzeigen im Vergleich zu anderen Bereichen klein sein dürften, könnten sie sich als bedeutend erweisen, wenn das Unternehmen in Zukunft die 200-Milliarden-Dollar-Marke erreichen will.

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