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Gold oder Bitcoins – Vorteile und Risiken beider Anlagestrategien

9 April 2018 By Marcus Misiak

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sein Vermögen anzulegen. Jede Strategie hat seine Vor- und Nachteile. Welche die richtige ist, hängt zu einem großen Anteil von den persönlichen Vorlieben des Anlegers ab.

Ein Sparer, der sein Vermögen gegen Krisen und unerwartete wirtschaftliche Entwicklungen absichern möchte, verhält sich anders als ein Spekulant, der auf schnellen Erfolg setzt und ein entsprechend hohes Risiko eingeht.

Anleger sollten sich jedoch immer gründlich informieren, bevor sie eine Entscheidung treffen. Der folgende Artikel stellt die beiden Anlagevarianten Gold und Bitcoins gegenüber.

Gold – eine gute Absicherung oder ein veraltetes Relikt?

Gold gilt seit Jahrtausenden als eine der sichersten Möglichkeiten, das eigene Vermögen dauerhaft zu schützen. Einige Argumente sprechen ganz klar für das Edelmetall, jedoch hat es auch Nachteile, vergleicht man es mit anderen Wertanlagen.

Vorteile:

  • Gold genießt ein großes Vertrauen. Das Risiko ist sehr gering, dass ein Rücktausch in Geld nicht möglich ist.
  • Als natürlicher Rohstoff ist aus ökonomischer Sicht das Angebot begrenzt. Das begünstigt die Nachfrage und verhindert eine Inflation und damit einen kompletten Wertverlust.
  • Gold hat einen Eigenwert. Als Wirtschaftsrohstoff wird es unter anderem in der Schmuckindustrie benötigt.
  • Vor allem in Krisenzeiten hat sich Gold als sichere Anlage stets bewährt.

Nachteile:

  • Gold „erwirtschaftet“ keine Zinsen. Eine Wertsteigerung kommt nur zustande, wenn die Nachfrage steigt.
  • Die Gewinnraten des Edelmetalls sind relativ niedrig. Ein Wertverlust ist möglich.
  • Die Nachfrage nach Gold sinkt, wenn andere Anlagevarianten gerade gewinnversprechend sind oder das Zinsniveau steigt.
  • Die Lagerung in einem Schließfach kostet in der Regel Geld.

Bitcoins – das neue Geld oder ein gefährlicher Trend?

Die Kryptowährung Bitcoins ist in aller Munde. Manche Anleger setzen enorme Summen auf die digitale Währung, während ihr andere einen baldigen Untergang prophezeien. Doch welche Chancen und welche Risiken birgt dieses „digitale neue Geld“?

Vorteile:

  • Bitcoininvestoren verzeichnen in guten Zeiten Rekordgewinne.
  • Durch die Begrenzung auf 21 Millionen Bitcoins ist das Angebot begrenzt und eine Inflation ausgeschlossen.
  • Da alle Transaktionen auf jedem Bitcoin gespeichert werden, gilt die Kryptowährung als schwer manipulierbar.
  • Manche Schwellenländer wie Venezuela, Indien und China investieren zunehmend in Bitcoins, da sie das Vertrauen in ihre eigenen Währungen verlieren. Bitcoins können im Fall einer Währungsreform oder einer Inflation das eigene Vermögen (vorübergehend) absichern.

Nachteile:

  • Da es keinen reellen Gegenwert gibt, droht im Worst Case ein kompletter Verlust der Investition. Gold hingegen hat immer einen materiellen Gegenwert. Zentralbanken kontrollieren, dass eine Währung nur begrenzt in Umlauf gebracht wird. Der Wert des gedruckten Geldes darf den der Güter nicht übersteigen, die eine Volkswirtschaft erwirtschaftet.
  • Die hohen Gewinnmöglichkeiten locken Spekulanten an, die bei einem Kurshoch ihre angelegten Bitcoins wieder verkaufen. Daraus können jederzeit drastische Schwankungen im Bitcoinkurs
  • Einen hundertprozentigen Schutz vor Hackerangriffen gibt es nicht. Die Frage nach einer Entschädigung (z.B. durch die Betreiber von Bitcoin-Börsen) in einem solchen Fall ist nur schwer zu beantworten.

Fazit: Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht

Selten polarisieren die Meinungen bei einem Thema so sehr wie bei Kryptowährungen. Keine andere Anlageform kann vermutlich mehr Gewinne in kürzerer Zeit abwerfen.

Auf der anderen Seite droht der Verlust aller Investitionen. Bei Gold hingegen sind die Renditen relativ gering. Das Edelmetall wird eher als Absicherung des Vermögens gesehen und nicht als gewinnbringende Investition. Finanzexperten raten, zwischen 5 und 20 % des eigenen Vermögens in Form von Gold, Silber und anderer wertvoller Metalle abzusichern.

Verwendete Bilder: © Wit Olszewski/shutterstock

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