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Gerüchteküche: Wird es eine Kooperation zwischen Coinbase und Ripple geben?

17 September 2019 By Marcus Misiak

Die Gerüchteküche kochte bereits im Jahr 2018 hoch, als Coinbase darüber nachdachte, XRP in das Portfolio aufzunehmen. Derzeit geht ein neues Gerücht im Netz um, dass Coinbase und Ripple eine Partnerschaft zur weiteren Adaption von xRapid geschlossen haben könnten – wie viel Wahrheit steckt drin?

Auf einer aktueller Diskussion auf dem OECD Global Blockchain Policy Forum in Paris läste ein vermeintliches Gerücht Schlagzeilen über eine Kooperation zwischen Riplpe und Coinbase aus. Breanne Madigan, Leiterin des globalen Teams für institutionelle Märkte von Ripple, nahm an einem Panel zur Regulierung im Bereich Digital Finance teil. Als Madigan über Ripples XRP-basierte grenzüberschreitende Zahlungslösung xRapid sprach, benutzte sie Coinbase als Beispiel für ein Unternehmen, das xRapid nutzen könnte, um Werte auf der Blockchain in die Welt zu transportieren (frei übersetzt):

Wir haben einen Vertrag mit MoneyGram unterzeichnet, um ihre grenzüberschreitenden Ströme zu erleichtern. Es gibt also ein Beispiel für jemanden, der beispielsweise in den USA lebt und mexikanische Pesos zurück nach Mexiko schicken will. Die Art und Weise, wie es funktioniert, ist also, dass wir durch unsere Partnerschaft den Fluss von MoneyGram an einen unserer so genannten Ursprungsbörsen senden – sagen wir, es ist Coinbase in den USA, als Beispiel. Die US-Dollar werden dort auf XRP umgestellt und dann über die Grenze zu einer lokalen Börse in Mexiko geschickt, in diesem Beispiel Bitso genannt. Bitso nimmt dann den XRP und tauscht ihn gegen lokale mexikanische Pesos aus.

Und dieser Verbraucher, oder der Endverbraucherkunde von MoneyGram, erhält mexikanische Pesos direkt. Und so haben wir MoneyGram in diesem Beispiel erhebliche Kosteneinsparungen ermöglicht. Signifikante Effizienz und das ist ein echtes Leistungsversprechen für ein Unternehmen, das die Endverbraucher betrifft, weil ihre Gebühren dadurch gesenkt werden

Die Kommentare vebreiten sich im Zeitalter der Digitalisierung wie ein Fegefeuer über Facebook, Linkedin und weitere soziale Netzwerke. Auf Twitter zweifeln derzeit jedoch viele XRP-Supporter an, ob Coinbase tatsächlich mit an Board ist.

Bislang gibt es keine Stellungsnahme oder offizielle Bestätigung, weder von Ripple noch von Coinbase. Der Kurs von XRP zeigt sich außerdem unbeeindruckt und verläuft weiterhin seitwärts. Madigan spricht weiterhin darüber, wie Ripple daran arbeitet, genügend Liquidität bereitzustellen, um xRapid in neuen Zahlungskorridoren mit zusätzlichen Währungen anbieten zu können (frei übersetzt):

Und als wir xRapid, das On-Demand-Liquiditätsprodukt, skalieren, müssen wir uns jetzt vor der Einführung von MoneyGram die aktuelle Liquidität von XRP gegenüber USD und XRP gegenüber mexikanischem Peso an Bitso ansehen. Und nennen wir es eine halbe Million Dollar pro Tag. Nun, wenn wir anfangen wollen, 10[Millionen Dollar] zu senden und dann 50[Millionen Dollar] und dann 100[Millionen Dollar] zu erreichen, wie skalieren wir dann diese Liquidität?

Und wir beginnen bereits im letzten Monat, seit wir MoneyGram in diesen Korridor eingeführt haben, zu sehen, dass eine Reihe neuer Liquiditätsteilnehmer erkennen, dass es eine echte Arbitragemöglichkeit gibt. Wir müssen dann nicht bezahlen, um die Menschen zu motivieren, Märkte zu erschließen, weil es ein erhebliches Volumen in diesen Korridor gibt. Und so ist dies ein erster Schritt zur Entwicklung realer tiefer Liquiditätsmärkte in Bereichen, die es noch nie zuvor gegeben hat. Und wir verändern damit die Art und Weise, wie Geld über die Grenzen geschickt wird.

Featured Image: GaudiLab | Shutterstock