Libra Association von Facebook will mit 100 Mitgliedern an den Start gehen

Das heiß diskutierte Libra Projekt von Facebook hat starken Gegenwind aus der Politik aus Deutschland und Frankreich erhalten. Dennoch will Libra unbeeindruckt die Entwicklung weiter vorantreiben und gibt sich weiterhin optimistisch für den Start im ersten Quartal 2020.

Libra hatte in den letzten Tagen den Absprung wichtiger Finanzschwergewichte wie Paypal, Visa oder Mastercard zu verzeichnen. Die offenen Briefe zweier Senatoren aus dem Senat hatten für Aufsehen in den Vereinigten Staaten von Amerika gesorgt. Sherrod Schatz (Senator) führte darin aus, dass jede Sicherheitslücke bei Facebook zu einem Nachteil bzw. Risiko für ihre eigenen Unternehmen heranreifen könnten (frei übersetzt):

Sie sollten sich Sorgen machen, dass alle Schwächen in den Risikomanagementsystemen von Facebook zu Schwächen in Ihren Systemen werden, die Sie möglicherweise nicht wirksam mildern können.

Trotzdem führte hochrange Mitarbeiter des Tech-Giganten aus, dass Libra ihr versprechen einhalten will, mit 100 hochkarätigen Mitgliedern zu starten. Bertrand Perez, Chief Operating Officer und Interims-Geschäftsführer der Libra Association, sagte CNBC, er sei „zuversichtlich“, dass die Vereinigung ihr Ziel von 100 Mitgliedern erreichen werde. Aber Perez deutete weiterhin an, dass es unwahrscheinlich ist, dass die neuen Mitglieder nicht das gleiche „finanzielle Gewicht“ und „Reichweite“ wie Paypal oder Mastercard mitbringen (frei übersetzt):

Es gibt nur eine Visa, eine MasterCard, ich werde Ihnen nicht sagen, dass wir das Äquivalent haben, aber ich werde Ihnen sagen, dass wir seriöse Unternehmen haben, die auch sehr aktiv im Finanz- und Bankenbereich sind.

Er nannte keine genauen Namen und hielt sich mit konkreten Details weiterhin bedeckt. Libra wird jedoch in den nächsten Wochen weitere Informationen dazu veröffentlichen. Überraschend war die Aussage, dass es seiner Meinung nach keinen Unterschied macht, ob Libra ein paar Monate früher oder später startet (frei übersetzt):

Mit einem so großen Projekt und der Vision, die wir haben, ändert sich durch den Start einiger Quartale später oder früher nichts wirklich.

Das Wettrennen um den Launch einer digitalen Währung, die durch mehrere zentrale Institutionen oder der Zentralbank des Landes gestützt wird, geht damit in die nächste Runde. China arbeitet bereits seit 5 Jahren an der Entwicklung des digitalen Yuan. Dieser soll Ende diesen Jahres, aller spätestens im ersten Quartal 2020 auf den Markt gebracht werden.

Die Libra Association hat Anfang dieser Woche ihre Satzung und die gewählten Vorstandsmitglieder vorgestellt. Perez beschreibt außerdem, dass über 1.500 Unternehmen Interesse an einer Mitgliedschaft in der Vereinigung bekundet haben und 180 Unternehmen die Mitgliedschaftskriterien erfüllen. Die Mehrheit der sieben Mitglieder, die Libra im letzten Monat verlassen haben, kam aus der Finanzdienstleistungsbranche. Sie hatten Absichtserklärungen (Letters of Intent, LOI) unterzeichnet, in denen sie sich zur Mitgliedschaft auf der Plattform verpflichteten, aber nicht 10 Millionen Dollar einzuzahlen, die notwendig sind, um ihr Versprechen zu erfüllen.

Nach der Ankündigung bezogen sich ihre Bedenken hauptsächlich auf die Behandlung von regulatorischen Fragen im Zusammenhang mit Libra durch Facebook. Während der Auftritte des Libra-Mitgründers David Marcus in Washington D.C. scheute der Gesetzgeber keine Kritik und Verachtung für die Ambitionen von Libra. Die letzten Absprünge wurde durch einen offene Briefe (wie bereits zu Eingang beschrieben) beschleunigt, der von demokratischen Senatoren an die Vereinsmitglieder geschickt wurde. Das Schreiben warnte sie vor einer zusätzlichen regulatorischen Kontrolle ihrer Kerngeschäfte, falls sie Libra weiterhin unterstützen.

Featured Image: Production Perig | Shutterstock

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