Ethereum Gründer: Quantencomputer sind noch unausgereift

Google forscht bereits seit längerer Zeit an der Entwicklung hochleistungsfähiger Quantencomputer, die als potenzielle Bedrohung für den Kryptomarkt angesehen werden. Diese Geräte werden immer leistungsfähiger und könnten eines Tages dazu in der Lage sein, die Kryptografie zu entschlüsseln und private Schlüssel knacken. Vitalik Buterin rät derweile zu Gelassenheit.

Googles Quantencomputer, ein Gerät, das theoretisch die Verschlüsselung jeder digitalen Kryptowährung auflösen könnte, ist keine echte Bedrohung. Vorerst bleibt die Community bei neuen Schlagzeilen im Bereich des Quantum-Computings ruhig und gelasssen. Vitalik Buterin, Mitgründer von Ethereum, kommentierte den noch im Entstehen begriffenen Versuch, eine neue Form von Rechengeräten zu entwickeln. Er erkennt die Bemühungen von Google an, jedoch betont er dabei deutlich, dass diese noch Jahre davon entfernt sind, um Kryptowährungen gefährlich zu werden. Er führt auf Twitter aus (frei übersetzt):

Mein Eindruck von der jüngsten Quantencomputerforschung ist, dass es zu echtem Quantenrechnen gehört, was Wasserstoffbomben für die Kernfusion sind. Beweis dafür, dass ein Phänomen und die Fähigkeit, daraus Energie zu gewinnen, existieren, aber immer noch weit entfernt von einer gezielten Nutzung für nützliche Dinge sind.

Buterin selbst wollte vor einigen Jahren Geld für einen Quantencomputer sammeln, bevor er als Gründer bei Ethereum einstieg. Theoretisch könnte Quanteninformatik zu der Möglichkeit führen, alle privaten Schlüssel aufzulösen und alle Kryptowährungen zu kontrollieren. In diesem Fall wäre der Wert von BTC tatsächlich Null, und das Netz würde jegliche Glaubwürdigkeit verlieren. Quantencomputer sind potenziell leistungsfähig genug, um selbst die Spitzenleistungen der Miner zu übertreffen.

Traditionelle Berechnungen würden astronomisch lange dauern, um einen privaten Schlüssel zu finden, aber Quantencomputer wären viel schneller. Googles Computer hat gerade eine Aufgabe erledigt, für deren Erfüllung Siliziumprozessoren 10.000 Jahre gebraucht hätten. Quantum Computation ist ein Projekt, das von mehreren großen Technologieunternehmen wie IBM, Intel und Microsoft durchgeführt wird. Die Entwicklung eines solchen Gerätes erfordert jedoch strenge Laborbedingungen. Die Tests werden ebenfalls streng kontrolliert und überwacht. Die Geräte müssen durch Hochleistungskühlananlagen auf wenige Plusgrade abgekühlt werden, damit die Technik einwandfrei arbeiten kann.

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass eines dieser Unternehmen versuchen würde, Berechnungen durchzuführen, um ein Bitcoin Wallet zu knacken um Kryptowährungen zu stehlen. Die Quantenberechnungen könnten jedoch theoretisch dazu genutzt werden, um BTC noch effizienter zu gestalten. Genau diese Absicht verfolgt Vitalik Buterin mit seiner ursprünglichen Idee und der Gründung eines Quantencomputerprojekts. Derzeit konkurrieren die Miner darum durch immer leistungsfähigere ASIC Computer den Block Reward zu erhalten. Im Moment sehen sich Walletbesitzer mit traditionellen Hacker- und Phishing-Angriffen konfrontiert, sodass es wahrscheinlich noch eine Weile dauern wird, bis eine tatsächliche Bedrohung durch Quantencomputer für den Kryptomarkt besteht. Oft ist menschliches Versagen die größte Ursache für den Verlust von Kryptowährungen.

Featured Image: Wit Olszweski | Shutterstock

Investieren ist spekulativ. Bei der Anlage ist Ihr Kapital in Gefahr. Diese Website ist nicht für die Verwendung in Rechtsordnungen vorgesehen, in denen der beschriebene Handel oder die beschriebenen Investitionen verboten sind, und sollte nur von Personen und auf gesetzlich zulässige Weise verwendet werden. Ihre Investition ist in Ihrem Land oder Wohnsitzstaat möglicherweise nicht für den Anlegerschutz geeignet. Führen Sie daher Ihre eigene Due Diligence durch. Diese Website steht Ihnen kostenlos zur Verfügung, wir erhalten jedoch möglicherweise Provisionen von den Unternehmen, die wir auf dieser Website anbieten. Klicken Sie hier für weitere Informationen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen