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Ethereum plant ein „geheimes“ Upgrade zur Verbesserung der Skalierbarkeit

Laut Berichten über ein geheimes Treffen zwischen dem Ethereum-Gründer Vitalik Buterin und einer ausgewählten Gruppe von Entwicklern auf der jüngsten Devcon-4-Konferenz in Prag plant Ethereum ein „geheimes“ Upgrade zur Verbesserung der Skalierbarkeit. Im Mittelpunkt des geheimen Treffens soll die Debatte über ein „bisher nicht veröffentlichtes Upgrade, das die Fähigkeiten der Technologie kurzfristig aggressiver steigern könnte“ stehen, wie CoinDesk berichtet.

Einer der Ingenieure der Ethereum Virtual Machine, Greg Colvin, veröffentlichte ein internes Dokument von der DevCon 4 auf GibHub, das Protokolle und Diskussionen über ein mögliches früheres technisches Upgrade für das Ethereum-Netzwerk enthält – genannt „Ethereum 1x“, welches ein „Gefühl der Dringlichkeit“ vermittelt und in etwa sechs Monaten live gehen könnte. Das Upgrade könnte die Virtual Machine (EVM) von Ethereum ersetzen, den Schlüsselcode, der Entwicklern die Möglichkeit gibt, Smart Contracts auszuführen.

Der Vorschlag steckt noch in den Kinderschuhen, so dass die Entwickler nicht mit ihm an die Öffentlichkeit gehen wollten. Drei Gruppen von Entwicklern sollen derzeit aber bereits aktiv an dem Code arbeiten, wobei eine Gruppe sich „auf den Aufbau eines neuen Mechanismus zur Ausführung von Smart Contracts (der die virtuelle Maschine von Ethereum ersetzen wird) konzentriert, eine andere Gruppe auf die Diskussion über Änderungen der Smart Contract Kosten und eine andere auf die Simulation und den Vergleich solcher Änderungen“.

Wie dem Github Posts zu entnehmen ist, hat das „geheime“ Upgrade aber auch eine Debatte über die Transparenz unter den Ethereum-Entwicklern ausgelöst. Der Release-Manager für den Parity Ethereum-Client Afri Schoedon, der bereits in den vergangenen Monaten durch Kritik an der Ethereum-Entwicklungspolitik auf sich aufmerksam machte, sagte, dass die Projektleitung „transparent sein und vielleicht mit einer öffentlichen Ankündigung beginnen sollte“. Die Entwickler sollen bei dem Treffen auch betont haben, wie wichtig es ist, privat zu arbeiten, um sich schneller über Veränderungen abstimmen zu können. Buterin hingegen, der auf größtmögliche Transparenz drängt, soll erklärt haben, dass er sich „unwohl mit institutionellen Privatanrufen und absolut gegen private Foren“ ausspreche.