EOS kämpft sich langsam nach vorn, mögliche Gründe

EOS konnte Anfang April einen großen Sprung in der Preisentwicklung verzeichnen. Innerhalb eines Tages sprang der Kurs von EOS von unter 5 Euro auf über 7,50 Euro. Über die möglichen Gründe wird in der Krypto-Gemeinde derzeit relativ stark diskutiert.

Der EOS Kurs stand am 10. April bei 4,86 Euro. Am 13. April wurde ein lokales Hoch von 7,56 Euro erreicht.

Ein möglicher Grund für den Kursanstieg könnte die Veröffentlichung von Dawn 3.0 gewesen sein. Das Update war einer der letzten wichtigen Schritte von dem Launch des Mainnets im Juni 2018. Bei Betrachtung des Charts fällt allerdings auf, dass der Kurs auf dieses Ereignis keinerlei Reaktion gezeigt hat.

Als weiterer möglicher Grund kommt der Airdrop von eosDAC am 15. April in Frage. In der Vergangenheit hat sich bereits des Öfteren gezeigt, dass „Gratis Kryptos“ einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Kursentwicklung einer Währung haben und oft sogar zu einem Pump führen können.

In Anbetracht dessen, dass der Pump vom 10. bis 13. April stattgefunden hat, kann zumindest eine „grobe“ zeitliche Korrelation festgestellt werden. Verwunderlich ist allerdings, dass der Kurs bereits am 13. April wieder nachgegeben hat.

Ebenso verwunderlich scheint aus unserer Sicht, dass der Kursrückgang relativ gering ausgefallen ist. Wurde der Pump hauptsächlich durch den Airdrop ausgelöst, wäre der Kurs nach erreichen des Snapshots wieder gefallen.

In den vergangenen Tagen ist herausgekommen, dass sich sowohl ONO, ein blockchain-basiertes soziales Netzwerk aus China und der Bitcoin Mining Pool Antpool (Bitmain) beworben haben um „Block Producer“ im EOS Netzwerk zu werden.

Block Producer sind Nodes, die am Delegated Proof of Stake von EOS eine entscheidende Rolle einnehmen. Insgesamt gibt es nur 21 Block Producer, die Blocks im EOS Mainnet generieren und für ihre Arbeit einen Reward erhalten.

Block Producer (BP) können sich selbst zur Wahl stellen, die die Community vornimmt. Um als BP tätig zu sein, muss eine gewisse Netzwerkinfrastruktur bereitgestellt werden, um die Transaktionen verarbeiten zu können.

Allein schon wegen des Rewards ist die Stellung als BP erstrebenswert. Aufgrund dessen gibt es die Vermutung, dass Antpool und andere in den Tagen des Pumps viel Geld investiert haben könnten.

Ein anderes Gerücht betrifft EOS selbst. Weil EOS einen Teil seiner eingenommenen Ether transferiert hat, gibt es Stimmen, die vermuten, dass EOS einen Teil der zuletzt steigenden Nachfrage bei den täglichen Auktionen selbst verursacht hat.

Welcher Gründe neben der generellen positiven Stimmung für den Kursanstieg von EOS verantwortlich war, ist nicht zu beweisen. Fakt ist, dass das EOS Netzwerk in rund zwei Monaten live geht.

Dann gilt es für EOS zu beweisen, dass es tatsächlich der „Ethereum Killer“ sein kann. Bis zum heutigen Tag sind alles nur Erwartungen und Zukunftshoffnungen, die sich in dem Preis von EOS niederschlagen.

Es steht außerdem fest, dass nicht nur EOS an dem „Sturz“ von Ethereum als unangefochtene DApp und ICO Plattform arbeitet.

Andere Projekte, wie z.B. NEO, TRON, Qtum oder auch Cardano wollen Ethereum als ICO Plattform ablösen. Der Kampf um die beste ICO-Plattform bleibt weiterhin spannend und die nächste Zeit wird zeigen, in welche Richtung die Reise geht.


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