HomeNewsEOS Mainnet war für 5 Stunden eingefroren – Diskussion über Dezentralität

EOS Mainnet war für 5 Stunden eingefroren – Diskussion über Dezentralität

Das EOS-Mainnet wurde gerade erst am 14. Juni aktiviert. Bereits 48 Stunden nach dem Launch der Blockchain hat sich nun bereits der erste Fehler offenbart. Wie verschiedene Block Producer über Twitter berichten, ist die EOS-Blockchain „eingefroren“. Transaktionen sind dadurch im gesamten Netzwerk zum Erliegen gekommen. 

Wie EOS Auhority über Twitter mitteilte, ist das Entwicklerteam gestern um 11:56 Uhr deutscher Zeit, auf einen Fehler aufmerksam gemacht worden, der zu dem Einfrieren von allen Transaktionen im Netzwerk führte. Infolge dessen wurde eine Block Producer Konferenz einberufen, um den Fehler im Code zu identifizieren.

Innerhalb von weniger als fünf Stunden veröffentlichte das Entwicklerteam ein Update, welches das Problem behob. Die Ursache lag nach derzeitigen Informationen in der Handhabung von zurückgestellten Transaktionen. Die 21 Block Producers haben sich auf eine Lösung geeinigt, um die Transaktionen „aufzutauen“. Das Upgrade auf die EOS-Software, die den Patch enthält, wurde mit Version 1.0.5 veröffentlicht. Nach dem Upgrade führten die 21 Block Producer ein Update ihrer Nodes durch und synchronisierten sich miteinander, woraufhin die EOS-Blockchain für die Öffentlichkeit wieder zugänglich war.

Die Diskussion über die Dezentralität

Aufgrund des Fehlers und der Art und Weise, wie dieser behoben wurde, ist in den sozialen Medien und diversen Foren wieder einmal eine Diskussion darüber entbrannt, dass die EOS Blockchain mit seinem Delegated Proof-of-Stake und das Block Producer System nicht dezentral ist.

In Rahmen des delegierten „Proof-of-Stake“ -System wird praktisch eine Demokratie geschaffen, die durch 21 Blockprodzenten (Block Producer, kurz BPs) regiert wird. Die Block Producer wurden vor Beginn des Mainnet Launchs gewählt bzw. können sie auch jederzeit abgewählt werden, wenn sie nicht im Sinne der Allgemeinheit arbeiten. Zur Erstabstimmung waren 15% aller EOS Inhaber bzw. deren Token erforderlich, um den Launch zu initialisieren. Dies ist am 14. Juni geschehen. Seitdem validieren die BPs die Transaktionen im Netzwerk und bilden den Konsens.

Zahlreiche Kritiker von EOS verurteilten die Tatsache, dass es eine begrenzte Anzahl von Nodes gibt, die durch die BPs betrieben werden, da das Netzwerk aus ihrer Sicht hierdurch nicht ausreichend dezentralisiert ist. Während die BPs gestern an der Fehlerbehebung gearbeitet haben, hat für viele die Tatsache, dass die Blockchain über eine Konferenz mit 21 Teilnehmen gedebuggt, deshalb deutlich gemacht, dass EOS nicht ausreichend dezentralisiert ist.

Die Nachrichten über den Bug und das Einfrieren der Blockchain haben den Preis von EOS-gestern zeitweise um fünf Prozent sinken. Mittlerweile konnte sich der Preis jedoch etwas erholen. Zum Redaktionszeitpunkt (09:15 Uhr) liegt EOS mit rund einem Prozent über die vergangenen 24 Stunden im Minus.

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