HomeNewsEthereum EDCON Konferenz: Wettrennen um eine Skalierungslösung

Ethereum EDCON Konferenz: Wettrennen um eine Skalierungslösung

In den vergangenen Tagen, vom 03. bis zum 05. Mai hat die Community Ethereum Development Conference (EDCON) in Toronto stattgefunden. Ein zentrales Thema der Entwicklungskonferenz war das Problem der Skalierbarkeit von Ethereum, d. h. die Fähigkeit des Netzwerkes mit steigender Transaktionsanzahl zu wachsen.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion teilten die namhaftesten Entwickler von Ethereum, u. a. Vitalik Buterin, Vlad Zamfir, Joseph Poon, Karl Floersch, Philip Daian und Justin Drake ihre Gedanken zu einem der heißesten Themen des Ethereum Ökosystems, der Skalierbarkeit, mit. Die aus unserer Sicht markanteste Äußerung kam von Ethereum Mitbegründer Vitalik Buterin, der in Bezug auf die Skalierbarkeit und das Thema Skalierbarkeit sagte (frei übersetzt):

Schlaf? Worüber reden Sie hier?

Sicherlich war die Aussage von Vitalik am ersten Tag der EDCON allen voran witzig gemeint. Jedoch ist bei der Aussage auch ein Funken Wahrheit dabei. Dies hat aus unserer Sicht den einfachen Grund, dass die Skalierungs-Herausforderung aus technologischer Sicht riesig ist. Mindestens genauso groß ist vermutlich aber auch die Verantwortung und die Bürde, die die Ethereum Entwickler für das 60 Milliarden Euro Projekt tragen. So erklärte Karl Floersch, der an der Skalierungslösung Plasma arbeitet (frei übersetzt):

Was mich nachts wach hält ist, dass nicht viele Leute wissen, wie man es löst.

Diese Herausforderungen wurden insbesondere im vergangenen Dezember deutlich, als das Ethereum Netzwerk aufgrund des Ansturms auf das Spiel CryptoKitties unter ungewöhnlich hohen Transaktionszeiten und -gebühren gelitten hat.

Die Meinungen über mögliche Lösungsansätze und wie lang eine fertige Lösung noch brauchen wird, waren dabei sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite war Vlad Zamfir beispielsweise sehr pessimistisch und sagte (frei übersetzt):

Ich weiß immer noch nicht, wie skalierbar es sein kann. ich kann die mögliche Skalierbarkeit der Blockchain nicht wirklich quantifizieren

Philip Daian gehörte ebenfalls zu den Pessimisten und sagte:

Meiner Meinung nach wird sich in einem Jahr nichts Wesentliches in Bezug auf die grundlegende Blockchain-Skalierbarkeit geändert haben. Hoffentlich werden wir in fünf Jahren grundlegend neue Architekturen sehen, die wirklich große Durchsätze liefern.

Auf der anderen Seite war u. a Vitalik Buterin sehr optimistisch und sagte, dass er innerhalb eines Jahres Plasma erwartet, eine Skalierungs-Technologie, die ähnlich dem Lightning Network von Bitcoin funktioniert und die Transaktionen Off-Chain skaliert und dadurch die Menge an Daten in der Haupt-Blockchain reduzieren soll.
Weiterhin wurde deutlich, dass es eine sehr große Anzahl an möglichen Lösungen für das Problem gibt, an denen aktuell gearbeitet wird. Die Liste umfasst dabei u. a. Plasma bzw. Plasma Cash, Raiden, ShardingLiquidity Network, Loom Network und die Arbeit von OmiseGo. Die Lösungen können dabei in zwei Kategorien geteilt werden: Layer-One-Technologien wie Sharding, die Änderungen an der Ethereum-Blockchain selbst erfordern, und „Layer-Two“ -Technologien, die unabhängig voneinander erstellt und zu der Blockchain ohne grundlegende Änderungen hinzugefügt werden können.

Laut Buterin ist die gleichzeitige Arbeit an vielen Lösungen der sicherste und wirkungsvollste Weg, obwohl dies womöglich die Komplexität erhöht. Im Falle, dass eine Lösung nicht wie geplant funktioniert, gibt es stets ein Backup-Lösung, die parat steht. Darüber hinaus können die verschiedenen Ideen kombiniert werden. Vitalik erklärte (frei übersetzt):

Wenn die Trolle aus irgendeinem Grund Recht haben und Sharding sich um fünf Jahre verzögert, dann rate mal, was wir nächstes Jahr noch haben. Wir haben immer noch das fantastische Raiden-Netzwerk und wir haben immer noch das Liquidity Network und was immer noch gebaut wird.

Diese Meinung teilte auch Joseph Poon, der Co-Autor von Plasma, der sagte, dass es egal ist, welches Projekt am Ende „gewinnt“.

Der Link zum Video:  https://youtu.be/JTF0VUm0D7U?t=54m21s

Die andere Seite der Medaille ist, dass Ethereum auch auch von den Konkurrenten unter Druck gesetzt wird. Der Launch des TRON Mainnets steht Ende Mai an. EOS wird sein Mainnet am 02. Juni launchen.

Erste Projekte haben sich bereits gegen Ethereum und für die Stellar Blockchain entschieden. Damit Ethereum seine „Vormachtstellung“ als DApp und ICO-Plattform Nummer eins halten kann, ist unserer Meinung nach eine zeitnahe Skalierungslösung zwingend erforderlich, um langfristig der Platzhirsch zu bleiben.

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