HomeNewsDAICO: Der verbesserte ICO 2.0 für mehr Sicherheit der Investoren

DAICO: Der verbesserte ICO 2.0 für mehr Sicherheit der Investoren

20 Januar 2018 By Marcus Misiak

Letzte Woche hat Vitalik Buterin, einer der Gründer der Kryptowährung Etherum, eine neue und verbesserte Art der Kapitalbeschaffung angekündigt. Dabei sollen vor allem die Anleger, die in einen ICO investieren, mehr Kontrolle und Sicherheit erhalten als bei der bisherigen Vorgehensweise bei der Ausrichtung eines ICO`s.

Viele ICOs, Initial Coin Offerings, laufen bis heute auf der Ehtereum-Blockchain, sodass es hierbei fast eine Monopolstellung im Kryptomarkt gibt. Ein ICO kann mit einem Börsengang verglichen werden, bei dem eine neu entwickelte Kryptowährungen finanzielle Mittel einsammeln, um die Entwicklung des Projektes weiter voranzutreiben.

Da es für ICOs keine allgemeingültigen gesetzlichen Regelungen gibt, gab es in der Vergangenheit einige „SCAM-ICOs“, bei denen die Unterstützer nach erfolgreicher Beendigung einfach mit dem eingesammelten Geld verschwunden sind und sich das Projekt in Luft aufgelöst hat. Um genau dies zu verhindern, hat Vitalik Buterin ein neues Modell für ICOs vorgestellt, welches das Kürzel DAICO trägt. In seinem Post erklärt er:

A DAICO contract is published by a single development team that wishes to raise funds for a project. The DAICO contract starts off in ‘contribution mode,’ specifying a mechanism by which anyone can contribute ETH to the contract, and get tokens in exchange. This could be a capped sale, an uncapped sale, a Dutch auction, an interactive coin offering, a KYC’d sale with dynamic per-person caps, or whatever other mechanism the team chooses. Once the contribution period ends, the ability to contribute ETH stops and the initial token balances are set; from there on the tokens can become tradeable.

DAICO (Decentralized autonomous Inital Coin Offering) ist eine demokratische Lösung, um Geld für ein Projekt einzusammeln. DAICOs geben den potenziellen Anlegern jedoch mehr Kontrolle und Sicherheit über ihr eingesetztes Kapital, sodass es nicht zu Missbrauch oder Betrug kommen kann. Hierbei ist die Vorgehensweise ähnlich eines normal ablaufenden ICOs.

Zuerst stellen die Entwickler den Investoren ihre Ideen vor und erklären ausführlich das Konzept und die gesetzten Ziele. Sobald sich Investoren gefunden haben, die Geld investieren möchten und dem Projekt vertrauen, können diese finanzielle Mittel für die weitere Fortarbeit zur Verfügung stellen.

Jetzt tritt jedoch der entscheidende Unterschied zu Tage: Bei einem gewöhnlichen ICO erhalten die Entwickler sofort das komplette Geld und können über dieses frei verfügen. Ein DAICO jedoch sieht vor, den Entwicklern in einem ersten Schritt nur einen Bruchteil des Geldes zur Verfügung zu stellen, damit diese ihre Arbeit aufnehmen können. Der Projektfortschritt kann auf der Plattform verfolgt werden und bei erfolgreichem Erreichen eines gesetzten Meilensteins werden weitere Gelder freigegeben.

Innerhalb eines DAICO`s können die Entwickler des Projekts die Investoren um mehr Geld bitten. Anschließend wird demokratisch darüber abgestimmt, ob die gewünschte Forderung gewährt wird. Kann hierbei eine Mehrheit erzielt werden, wird der Geldfluss freigegeben. Durch diesen Mechanismus wird nur ein begrenzter Betrag an Kapital für die Entwickler zur Verfügung gestellt, ohne dass dabei größere Risiken des Totalverlustes entstehen und das Geld für andere Zwecke eingesetzt wird.

Auf Grund der Häufung von sogenannten „SCAM-ICOs“ in der Vergangenheit, war es für Investoren teilweise schwierig geworden, echte Projekte von betrügerischen zu unterscheiden. Dieser neue Ansatz könnte dabei helfen, den eher negativ behafteten Begriff des ICO`s wieder in ein rechtes Licht zu rücken. Potenzielle Betrüger könnten davon abgehalten werden, überhaupt einen ICO zu starten.