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Coinbase, Ledger und IBM wollen institutionelle Investoren in Kryptomarkt locken

30 März 2019 By Marcus Misiak

Der Kryptomarkt hat seit dem Höhenflug letztes Jahr eine deutliche Abwärtsbewegung gezeigt. Viele Experten der Branche sehen die große Chance für einen Bitcoin Bullrun im Einstieg institutioneller Investoren mit großen Kapitalmengen. Coinbase, Ledger und IBM bereiten sich mit neuesten Entwicklungen auf Wall-Street-Schwergewichte vor.

Coinbase, die größte Kryptobörse in den USA, hat ein neues Feature für seine Coinbase Custody-Plattform eingeführt. Das Programm soll es institutionellen Investoren ermöglichen, Zinsen für bestimmte Krypto-Guthaben zu verdienen. Dieser Schritt ist Teil eines größeren Fahrplans, mit dem das Unternehmen 10 Milliarden USD von den Finanzschwergewichte in den Markt ziehen will. Coinbase verwahrt alle Vermögenswerte in einem Cold Wallet und bietet außerdem besonderen Versicherungsschutz.

Das erste digitale Asset für diesen neuen Service wird Tezos (XTZ) sein. Sam McInvale, Produktleiter bei Coinbase Custody, führt aus (frei übersetzt):

Das Stacking vermeidet eine Deflation, aber die bisherigen Produkte erhöhten das Risiko. Bis heute überwog das Risiko, aktiv am Einsatz teilzunehmen und eine gute Rendite zu erhalten. Infolgedessen haben viele institutionelle Investoren beschlossen, nicht in den Markt einzutreten.

Coinbase Custody ändert diesen Standpunkt. Kein anderer Provider verfügt über eine langjährige Erfahrung in Bezug auf Sicherheit und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie unseren umfassenden Versicherungsschutz, der in seiner Klasse die beste ist, wie wir.

Coinbase Custody wird eigene Nodes und Validatoren für Tezos und jede weitere zukünftige Blockchain betreiben. Das Unternehmen rechnet mit einem jährlichen Zinssatz von 6,6% auf die eingesetzten Vermögenswerte.

Ledger möchte ebenfalls institutionelle Investoren ins Boot holen

Am Donnerstag kündigte Leder, der weltweit führende Hersteller von Hardware Wallets, an, dass durch die Partnerschaft mit der in Hongkong ansässigen Legacy Trust Company eine Asset-Custody-Lösung geschaffen werden soll. Dieser Service richtet sich direkt an institutionelle Investoren und wird den Namen Ledger Vault tragen. Das Ledger Team zielt darauf ab, großes institutionelles Geld anzuziehen, den auf Einzelhandel ausgerichteten Geschäftsbereich von Ledger auszubauen und vom Erfolg seiner Hardware Walllets für Verbraucher, wie dem Nano S, zu profitieren.

Die neue Plattform bietet ein mehrstufiges Identifikationsverfahren, dass in Zusammenarbeit mit Legacy Trust entwickelt wird. Legacy Trust bietet Bitcoin-Depotdienste für Börsen, OTC-Desks und Hedge-Fonds an. Es sollen ebenfalls ERC20-Token unterstützt werden. Dieser Service wurde „speziell für die Bedürfnisse von Unternehmen und institutionellen Kunden entwickelt.“

IBM entwickelt cloudbasierte Custody-Lösung

IBM soll an einer hybride cloudbasierten Anwendung arbeiten, die digitale Assets mit Hilfe von IBM Hyper Protect Services schützt. Im Gegensatz zu Cold Wallets nutzt dieser Service die Cloud von IBM. Das Custody-Toolkit umfasst die Erstellung eines Sicherheitsmoduls, mit dem Benutzer remote auf ihre Kryptowährungen zugreifen können sollen. Dabei soll dieser Service genauso sicher sein und darüber hinaus eine Vielzahl praktischer Funktionen bieten.
Featured Image: Anton Khrupin anttoniart | Shutterstock