HomeNewsChainanalysis: Ethereum verbundene ICO-Scams verdoppeln Einnahmen in 2018

Chainanalysis: Ethereum verbundene ICO-Scams verdoppeln Einnahmen in 2018

ICO’s sind das neue moderne Mittel der Geldbeschaffung, bei dessen Ausrichtung bereits viele Scams vorgefunden und Investoren große Mengen an Kapital verloren haben. Chainanalysis deckt in ihrem neuesten Report auf, dass Betrüger im letzten Jahr ihre Einnahmen verdoppeln konnten.

Chainanalysis hat vorläufige Daten aus einem neuen Betrugsbericht veröffentlicht, der zeigt, dass die Einnahmen, die Betrüger aus auf Ethereum-basierenden ICOs erzielen konnten, sich verdoppelt haben. Die Anzahl der betroffenen Nutzer belief sich auf mittlerweile mehr als 40.000. Weiterhin haben Kriminelle mehr als 0,01% aller im Umlauf befindlichen ETH gestohlen. Die Gesamtanzahl der Hacks ging zurück, jedoch stieg die Summen der gestohlenen Assets (frei übersetzt):

Von Ende 2016 bis Ende 2018 hat Chainalysis in Ethereum mehr als 2.000 Betrugsadressen identifiziert, die von fast 40.000 Einzelbenutzern Geld erhalten haben. Die Betrugsaktivität stieg im Jahr 2018 dramatisch an, wobei in diesem Jahr fast 75% der Betrügeraktivitäten stattfanden.

Laut der Analyse gab es drei Arten wie Betrüger Investoren überlisten konnten. An erster Stelle stehen sogenannte Phishing-Angriffe, die 38,7% der ETH-Verluste ausmachen, im Vorjahr waren es noch 88,6%. Dies zeigt, dass der Anteil zwar immer noch sehr hoch ist, jedoch Investoren aufmerksamer und vorsichtiger geworden sind. Solche Angriffe treten auf, wenn sich Hacker als vertrauenswürdige Investoren präsentieren, beispielsweise als Börse mit einer fast identischen URL oder als seriöser Walletanbieter. Vor einiger Zeit gab es bei IOTA einen relativ prominenten Fall, bei dem Nutzer auf einer Seite Seeds generiert haben und die Betreiber der Seite, die eigentlich helfen sollte, massenweise IOTA gestohlen haben. Chainanalsis führt aus (frei übersetzt):

2018 hat sich die Betrugsaktivität auf zwei Arten verschoben. Nach dem Erfolg von Phishing-Betrug im Jahr 2017 sprangen viele weitere Kriminelle auf den Zug. Sie sättigten den Markt mit Phishing-Angriffen, aber weniger Nutzer fielen darauf ein.

Der zweite Trend besteht darin, die Ausgabe von Token über ICO und Ponzi-Schemata zu manipulieren. Wenn z.B. ein ICO-Emittent Kapital von Anlegern bezieht, ohne dabei die jeweiligen Token auszuschütten und das versprochene Projekt nie realisiert bzw. einen Entwicklungsfortschritt zeigt. Ein hohes Renditeversprechen lockte 31,5% der Opfer in eine solche Fallen, wobei 15% auf Ponzi-Systeme und die anderen 14,9% auf die übrigen Verfahren fallen.

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