VanEck und SolidX bringen „limitierten“ Bitcoin Trust („ETF“) auf den Markt

Am gestrigen Dienstag kam die Nachricht auf, dass VanEck und SolidX, zwei Firmen, die seit einigen Monaten an einer Genehmigung für einen Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF) arbeiten, bekanntgaben, dass sie ab dem 04. September einen Bitcoin ETF auf den Markt bringen. Dies scheint jedoch nur „begrenzt“ zu stimmen.

Wie Bloomberg berichtete, erklärten VanEck und SolidX, dass sie ein „Workarround-Produkt“ für einen Bitcoin ETF, basierend auf einer historischen Regel des Wertpapiergesetzes, ab heute, dem 04. September 2019, veröffentlichen werden. Hierdurch sind die beiden Unternehmen in der Lage, Anteile des VanEck SolidX Bitcoin Trust an qualifizierte institutionelle Investoren auszugeben.

In der Krypto-Szene hieß es schnell, dass VanEck und SolidX nach mehreren Versuchen endlich einen Bitcoin ETF liefern werden, indem sie auf Kleinanleger verzichten und eine Regel anwenden, die den Verkauf von Aktien nur an bestimmte institutionelle Anleger erlaubt. Gemäß der Bekanntmachung erlaubt die SEC Rule 144A den Verkauf von privat platzierten Wertpapieren an qualifizierte institutionelle Käufer, wie registrierte Anlageberater und Hedgefonds:

Qualifizierte institutionelle Käufer (QIBs), werden im Allgemeinen als ein Institut mit einem Portfolio von Wertpapieren definiert; im Wert von mehr als 100 Mio. USD im Besitz oder unter seiner Verwaltung, ein registrierter Broker-Dealer mit mindestens 10 Mio. USD in Wertpapieren im Besitz oder unter seiner Verwaltung und eine Bank oder Sparkasse, das sowohl (i) mindestens 100 Mio. USD in Wertpapieren Dritter besitzt oder nach eigenem Ermessen investiert und (ii) ein geprüftes Nettovermögen von mindestens 25 Mio. USD hat.

Beispiele für QIBs können Geschäftsentwicklungsgesellschaften, Unternehmen, ETFs, Hedgefonds, Versicherungsgesellschaften, Investmentfonds und registrierte Anlageberater sein. Eine natürliche Person gilt nicht als QIB. Broker, die mit den 144A-Aktien handeln, sind dafür verantwortlich, den QIB-Status des Käufers zu bestätigen.

Als sich diese Nachricht verbreitete, nannten viele das Produkt schnell einen „ETF“, einen, der „begrenzt“ war („Limited ETF“), aber dennoch einen ETF. Aber laut dem Krypto-Anwalt Jake Chervinsky, ist die Bezeichnung Bitcoin ETF irreführend. Chervinksy wies in dem untenstehenden Tweet darauf hin, dass die „limited ETF“-Klassifizierung eine „nette Marketing Strategie“ ist. In Wirklichkeit ist das Produkt von VanEck dem Bitcoin Trust (GBTC) von Grayscale sehr ähnlich.

Der Pro-Bitcoin-Ökonom Alex Kruger folgte diesem Beispiel und scherzte, es sei, als würde man ein Fahrrad kaufen und es als „limitiertes Motorrad“ bezeichnen. Er fügte hinzu, dass dieses Produkt nur für „Institutionen mit einem verwalteten Vermögen von über 100 Millionen Dollar, registrierte Broker-Dealer und Banken“ erhältlich ist.

Dennoch sind zahlreiche Experten der Meinung, dass die Veröffentlichung dieses „Bitcoin Trusts“ dazu beitragen wird, die Preiserholung von Bitcoin zu unterstützen. Krüger schrieb in einem späteren Tweet, dass dies bullish sei und dem Bitcoin Preis eine höhere Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs nach oben gebe. Da der Bitcoin Trust von Grayscale derzeit Tausende von BTCs (mehr als ein 1 Prozent aller BTC) beherbergt, wäre es unsinnig zu behaupten, dass dieses außerbörsliche ETF-ähnliche Produkte keine Kapitalzuflüsse in die Kryptowährungsmärkte katalysieren kann.

Wie bereits berichtet, wird Bakkt seine physischen Bitcoin Futures am 23. September auf den Markt bringen, zwei Wochen nachdem es in dieser Woche mit der Lagerung von BTC für Kunden begonnen hat. The Wolf of All Streets, ein prominenter Trader, argumentierte, dass der Start der Börse „das wohl „bullischste Ereignis für institutionelle Investoren in der Geschichte von Bitcoin“ sein wird.

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