Snowden: „Verbot meines Buches ist gut für Bitcoin“

Die US-Regierung hat eine Zivilklage gegen den politischen Exilanten Edward Snowden wegen Verletzung von Geheimhaltungsvereinbarungen der CIA und der NSA eingereicht, indem er über seine Zeit in den Agenturen (CIA und NSA) schreibt und spricht. Snowden teilt über Twitter mit, dass diese Klage und das vermeintliche Verbot gut für Bitcoin sei.

Edward Snowden, 36, lebt im Asyl in Russland, seit er 2013 geheime Dokumente veröffentlicht hat, die das internationale Massenüberwachungssystem der NSA detailliert beschreiben, ein digitales Panoptikum, das der US-Regierung Zugang zu praktisch jedem Gerät verschaffte, das an das globale Telekommunikationsnetz angeschlossen war. Seine kürzlich veröffentlichte Memoir, Permanent Record, beschreibt dieses Whistleblowing und seinen fast siebenjährigen Aufenthalt bei der CIA und der NSA, die ihn mit Informationen aus erster Hand versorgten. Gemäß einer Klage der US-Regierung verstößt dieses Buch und Snowdens begleitende Vorträge gegen die Geheimhaltungsvereinbarungen, die Snowden während der Zeit bei den Geheimdiensten unterzeichnet hat.

Snowdens Whistleblowing zwang die Zivilbevölkerung, sich mit den orwellschen Folgen des Informationszeitalters auseinanderzusetzen, und löste Bedenken über das Recht auf Privatsphäre in einem digitalen Zeitalter aus. Für viele war es die Art von Wahrheit zur Macht, die die dezentralen und zensurresistenten Eigenschaften von Bitcoin widerspiegelt. Snowden sprach auf der Bitcoin Konferenz 2019, dass die Meinungsfreiheit ein Grundrecht aller Menschen dieser Welt ist (frei übersetzt):

Diese Fähigkeit zu handeln, ohne jemand anderem zu schaden, ist die Grundlage aller Rechte. Wenn Sie von einem ordentlichen Verfahren sprechen, dem Recht auf ein faires Verfahren, der Meinungsfreiheit, der Religionsfreiheit – was auch immer es ist, der Grund, warum wir diese Rechte haben, ist, dass sie das Recht auf Selbstbestimmung kodifizieren. Privatsphäre ist das, was besagt, dass du eher zu dir als zur Gesellschaft gehörst.

In der Klage wird ausgeführt, dass Snowden sein Buch verkaufen darf, aber seine Einnahmen ihm nicht zufließen sollen (frei übersetzt):

Die Vereinigten Staaten von Amerika erheben diese Zivilklage wegen Vertragsverletzung und Treuhandverpflichtungen gegen den Beklagten Edward Snowden, einen US-Bürger, der früher als Auftragnehmer und Mitarbeiter der Central Intelligence Agency (CIA) tätig war und als Vertragsarbeiter bei der National Security Agency (NSA) angestellt war, und der ein Buch veröffentlicht hat, ohne das Manuskript zur Überprüfung vor der Veröffentlichung einzureichen, und der Reden gehalten hat, ohne die notwendigen Materialien für die Überprüfung vor der Veröffentlichung einzureichen, unter Verletzung seiner Geheimhaltungsvereinbarungen und Geheimhaltungsverpflichtungen gegenüber den Vereinigten Staaten.

Als er eine Position bei der CIA und später bei der NSA einnahm, war Snowden verpflichtet, Geheimhaltungsvereinbarungen zu unterzeichnen – Verträge, die dazu gedacht waren, Mitarbeiter zu Themen über Staatsgeheimnisse und vertrauliche Informationen geheim zu halten. Snowden, der diese Vereinbarungen bereits mit seinem Whistleblowing 2013 missachtet hat, hat ihnen anscheinend nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, als er sein neues Buch schrieb und seine Vortragsreise startete. Mit der Unterzeichnung dieser Verträge verzichtete Snowden auch auf seine Rechte auf Lizenzgebühren für alle Medien, die aus seinen Erfahrungen bei der CIA und der NSA entstanden sind.

So ist auch der Snowden-Verlag Macmillan Publishers in die Klage verwickelt. Die US-Regierung führt den in New York ansässigen Verlag neben Snowden als Beklagten auf und verlangt, dass das Unternehmen alle Lizenzgebühren verliert, die es für Snowden aus den Verkäufen des Buches erhält. Während die Regierung Macmillan nicht wegen seines Teils der Gewinne des Buches verklagt, strebt die Regierung auch eine einstweilige Verfügung und eine gerichtliche Verfügung an, um alle Vermögenswerte einzufrieren, die mit dem Buch verbunden sind, das Snowden zustehen würde. Daraufhin kommentierte er auf Twitter, dass diese Entwicklungen gut für Bitcoin sind:

Snowden war ein großer Supporter der anonymen Kryptowährung ZCash, die hierbei alle Transaktionen anonym sind und nicht nachverfolgt werden können. Jedoch scheint Snowden jetzt Gefallen an Bitcoin gefunden zu haben. Es bleibt abzuwarten, ob ein Teil der Erlöse in Form von Bitcoin an Snowden fließen könnten, obwohl alle Bitcoin-Transaktionen nicht anonym sind und nachverfolgt werden können.

Featured Image: Natali_mis | Shutterstock

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