Neuer selbsternannter Satoshi Nakamoto ist vermutlich auch nur ein „Faketoshi“

Ein neuer, selbsternannter Satoshi Nakamoto ist vor wenigen Tagen aufgetaucht und hat erklärt, dass er der anonyme Schöpfer von Bitcoin ist. Allerdings gibt es zahlreiche Gründe, die für einen „Faketoshi“ sprechen. 

Eines der größten Geheimnisse in der Welt der Kryptowährungen ist die Identität von Satoshi Nakamoto, dem Schöpfer von Bitcoin. Sein/ihr Whitepaper legte den Grundstein für eine ganze Blockchain- und Kryptowährungsindustrie. Angesichts der Auswirkungen, die das Bitcoin-Whitepaper auf die Welt insgesamt hatte, ist es nicht überraschend, dass in der Vergangenheit schon zahlreiche Einzelpersonen gab, die den Namen Satoshi Nakamoto für sich beanspruchen wollten.

James Bilal Khalid Caan aus Pakistan ist der jüngste in der langen Liste, die behaupten, Satoshi Nakamoto zu sein. In seiner Enthüllung behauptet James Bilal, dass sein Vater der Gründer der umstrittenen Bank of Credit Commercial International (BCCI) ist und der Name Bitcoin von dem Namen der Bank abgeleitet ist. Die Bank, eine von Agha Hasan Abedi gegründete pakistanische Einheit, war von einem Skandal umgeben, weil sie Verluste verschleiert und Kriminelle mit Geldwäsche-Dienstleistungen versorgt hatte. Anscheinend soll Bitcoin als eine Möglichkeit konzipiert worden sein, um die Idee der BCCI Bank für jedermann wiederzubeleben.

Allerdings gibt es zahlreiche Fragezeichen hinter der Geschichte von James Bilal Khalid Caan. Wenn er tatsächlich Satoshi Nakamoto ist, wäre der einfachste Weg, dies zu beweisen, eine Botschaft mit seinem Genesis-Schlüssel zu unterschreiben, anstatt eine vierteilige Enthüllung zu veröffentlichen und eine PR-Agentur einzustellen. Allerdings hat die jüngste Enthüllung immer noch keine der Münzen in den ersten Blöcken bewegt oder eine Nachricht signiert.  Das ist laut Caan nicht möglich, denn, wie so viele selbsternannte Satoshis hat er die privaten Schlüssel zu den schätzungsweise 980.000 BTC durch einen Festplattenfehler verloren.

Skeptiker sehen darin den klaren Beweis, dass es sich um eine Marketingaktion handelt.  Litecoin-Schöpfer Charlie Lee sagte, dass es für den wahren Schöpfer von Bitcoin nur einen Weg gibt, seine Identität zu beweisen. Während die Bitcoins des ersten Genesis-Blocks sich noch immer nicht bewegt haben, kann der private Schlüssel zum Signieren einer Nachricht verwendet werden. Dies kann nur der echte Satoshi tun.

Laut Caan gingen seine privaten Schlüssel verloren, als er seinen Laptop zur Reparatur an ein Elektronikgeschäft lieferte. Als der Laptop zurückkam, waren alle Bitcoins verloren. Der selbsternannte Satoshi sagte in den 3-teiligen Blog-Serie auch, dass er den Glauben an sein Projekt verloren hat, als der Bitcoin-Entwickler Gavin Andresen anfing, mit der CIA zu sprechen. Mehr dazu führt Caan (komischerweise) aber nicht aus.

Was in den ausführlich biografischen Texten folgt, ist eine Geschichte der Erlösung, in der Herr Khan dann einen Job als IT-Techniker in einem britischen NHS-Krankenhaus annahm und sein Chipherpunk-Leben hinterließ. Aber er konnte nicht lange wegbleiben und reagierte bald mit AnnurcaCoin, einem toten Projekt vom März 2019.

Neben dieser wunderlichen Geschichte, gibt es aber auch andere Anzeichen, die für einen „Faketoshi“ sprechen. So war der Schreibstil und der Schreibstandard von Satoshi in englischer Sprache sehr hoch. In der Krypto-Community werden deshalb Witze darüber gemacht, dass sich Satoshis Verständnis für die englische Sprache seit seiner letzten Veröffentlichung im Jahr 2012 deutlich verschlechtert haben muss. Darüber hinaus verwundert die Verwendung einer WordPress-Vorlage zur Erstellung der Satoshi Reveal-Website. Die Programmierkenntnisse von Satoshi müssen ebenfalls stark nachgelassen haben. Auch das Hosting-Paket, das von dem selbsternannten Satoshi Nakamoto gewählt wurde, reichte nicht aus, um die Klicks zu bewältigen, die die Website nach ihrer Veröffentlichung erhalten hat, wie die Ausfallzeiten kurz nach ihrem Start zeigt.

Featured Image: Alexander Geiger | Shutterstock

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