HomeNewsBitcoin war „ein Wegbereiter für Afrikaner, die Kontrolle zurückzugewinnen“, sagt Paxful-Koordinator

Bitcoin war „ein Wegbereiter für Afrikaner, die Kontrolle zurückzugewinnen“, sagt Paxful-Koordinator

4 Juni 2020 By Harshini Nag

Afrika ist ein riesiger potenzieller Markt für Kryptowährungen, da der Kontinent angesichts der Probleme des Finanzsystems ständig nach Alternativen sucht

Auf einem Kontinent, in dem die Internetdurchdringung höher ist als der Bankkonto-Zugang, scheint das unerforschte Potenzial eines elektronischen Peer-to-Peer-Geldsystems immens. Eben deshalb werden Kryptowährungen oft als Weg gesehen, um Afrikas Bestrebungen nach finanzieller Freiheit zu verwirklichen. Die Erfüllung dieser dringenden Anforderungen an ein globales dezentrales Finanzsystem war Teil der Vision von Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto. Die Einführung von Kryptowährungen auf dem Kontinent wird jedoch durch die zahlreichen Herausforderungen in der Region behindert.

Modibe Matsepane, die Afrika-Community-Koordinatorin auf der größten P2P-Bitcoin-Handelsplattform des Kontinents, Paxful, äußerte gestern in einem Interview mit BeInCrypto, was sie aus Sicht der Afrikaner vom Bitcoin hielt: „Der Bitcoin hat es den Afrikanern die Chance gegeben, die Kontrolle über ihr Geld zurückzugewinnen und sich selbst zu ermächtigen.

Kryptowährungen haben sicherlich das Interesse an Afrika geweckt. Nigeria, Ghana und Südafrika waren Teil der Liste der Länder mit den weltweit höchsten Google-Suchanfragen zum Begriff „Bitcoin“. Südafrika hat auch das weltweit höchste Maß an Krypto-Besitz im Vergleich zur Zahl der Internetnutzer.

Marius Reitz, der afrikanische Luno-General Manager erklärte, Afrika werde durch eine einzigartige Kombination aus wirtschaftlichen und demografischen Trends zu einem vielversprechenden Partner für Kryptowährungen.

Für Afrika ist der Bitcoin jedoch weit mehr als ein spekulativer Vermögenswert. Auf einem Kontinent mit den höchsten Überweisungsgebühren der Welt bietet der Bitcoin eine glaubwürdige Methode, um die Kontrolle über das eigene Geld zu erlangen. Die durchschnittliche Gebühr für Überweisungen aus dem Ausland beträgt etwa 10 % der Transaktionssummen. Bei Transaktionen innerhalb des Kontinents liegt der Wert sogar noch darüber. Weiter bietet der Bitcoin eine Alternative zu den katastrophalen geltenden Zentralbankrichtlinien. Länder wie Simbabwe bevorzugen den Bitcoin gegenüber von Hyperinflation geplagten lokalen Währungen. Emmanuel Tokunbo Darko, Marketing-Vizepräsident von ICOWatchlist.com, erklärte im Gespräch mit dem UN Africa Renewal Magazine: „Bitcoin-Transaktionen helfen, verfahrenstechnische Engpässe zu beseitigen, von denen traditionelle Bank- und Finanzdienstleistungen geplagt werden.

Dennoch ist die Einführung des Bitcoin in Afrika weiterhin vor eine ganze Reihe von Herausforderungen gestellt. Der Versand von Bitcoins in Afrika kostet etwa 6 USD. Obwohl dies für grenzüberschreitende Transaktionen als angemessen angesehen werden kann, ist die Gebühr für den täglichen Gebrauch der digitalen Währung exorbitant hoch. Die Transaktionsgeschwindigkeit ist ebenfalls ein Problem. Ohne ausreichende Infrastruktur für die Abwicklung von Kryptotransaktionen kann die Verarbeitung einer Bitcoin-Zahlung bis zu einer Stunde dauern.

Um diese bestehenden Probleme zu lösen, entstehen eigene afrikanische Kryptowährungen. Von Akoin bis Zimbocash haben Kryptoprojekte auf dem gesamten Kontinent begonnen, mithilfe der Blockchain-Technologie spezifische und einzigartige finanzielle Bedürfnisse der afrikanischen Bevölkerung zu bedienen.

Tags: