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Bitcoin und Altcoins im Minus: Gerüchte um Binance

23 März 2018 By Marcus Misiak

Die Krypto-Achterbahnfahrt scheint kein Ende zu nehmen. Innerhalb der letzten 24 Stunden hat der gesamte Markt einen Rücksetzer erhalten. Ursache sind potenzielle Negativschlagzeilen aus Japan, die wahrscheinlich wieder viele Investoren beeinflusst haben.

Ein Blick auf unsere Kursübersicht verrät, dass die Marktktapialisierung innerhalb der letzten 24 Stunden um knapp 15 Milliarden Euro, auf einen Wert von 261 Milliarden Euro  gesunken ist.

Quelle: https://coinmarketcap.com/charts/

Sowohl der Bitcoin Kurs, als auch viele Altcoins sind in Folge eines durch die Webseite Nikkei.com gestreuten Gerüchtes zwischen 5 und 15 Prozent gefallen.

Die lokale Nachrichtenbehörde beschreibt, das es „kriminelle Aktivitäten“ seitens Binance geben soll, die verfolgt und näher untersucht werden müssten. Aus unserer Sicht ist fragwürdig, dass es keinerlei Kontaktaufnahme seitens der Nachrichtenseite mit Binance gab. Stattdessen wurde der extrem negative Bericht ohne Rücksprache mit Binance veröffentlicht.

Die japanische Finanzaufsichtsbehörde FSA hat in einem Statement vom letzten Freitag deutlich gemacht, dass Binance aufgrund einer fehlenden Lizenz für den japanischen Markt  untersucht werde. Binance hat eine Lizenz beantragt, jedoch noch keine Zu-oder Absage erhalten.

Nutzer der Börse könnten dadurch Schaden erleiden, ohne das diese dabei entsprechend abgesichert sind. Im Gegensatz zum Artikel auf Nikkei.com ist in dem Brief der Behörden an Binance aber kein Wort darüber zu finden, dass Binance illegale oder kriminelle Aktivitäten verfolgt.

Auf die Meldung hat sich der CEO von Binance, Zhao Changpeng zu Wort gemeldet. Per Twitter kritisierte er die Vorgehensweise von der Webseite Nikkei stark. Laut Changpeng steht Binance in einem Dialog mit den Behörden. Daher soll es keinen Grund zur Sorge geben.

Heute meldete sich Changpeng erneut zu Wort und bestätigte den Eingang des Schreibens. Jedoch macht er der Community klar, dass es keinen Grund gibt in Panik zu verfallen.

Zwar ist nicht auszuschließen dass Binance weitere Schritte unternehmen muss, um die Anforderungen in Japan zu erfüllen. Die Sicherheitsanforderungen an Börsen in Japan wurden seit dem Coincheck-Hack erheblich erhöht. Jedoch ist aus unserer Sicht falsch in Panik zu geraten und unüberlegte Verkäufe zu tätigen. Binance ist unserer Meinung nach einer der professionellsten Börsen am Markt. Sofern ein Problem besteht, wird Binance dieses lösen.

UPDATE!

Changpeng gab vor rund einer Stunde über Twitter bekannt, dass er einen weiteren Brief von der FSA erhalten habe. Auf der Suchen nach Alternativen, wird Binance ein Büro in Malta eröffnen, wie Bloomberg berichtet. Malta ist nicht nur ein Steuerparadies für Unternehmen, sondern gilt auch in der Blockchainindustrie als sehr wohlgesonnen.

Der maltesische Präsident freut sich über den Zuwachs und betont, dass er beste Voraussetzungen für einen kryptofreundlichen Standort schaffen will:

In den letzten Monaten konnten wir eine fast schon kontrollierte, negative Berichterstattung über Ländergrenzen hinweg feststellen, die zu einer entsprechenden negativen Reaktion des Kryptomarktes führte.

Aus unserer Sicht sollte man einseitigen Negativschlagzeilen immer mit einer gewissen Skepsis begegnen. Wir finden es sehr gut, dass der CEO von Binance umgehend reagiert und die Öffentlichkeit informiert hat.

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