HomeNewsBitcoin: Selbsternannter Satoshi Nakamonto veröffentlicht 2. Post vor Buchveröffentlichung

Bitcoin: Selbsternannter Satoshi Nakamonto veröffentlicht 2. Post vor Buchveröffentlichung

Bereits einige Personen haben versucht den Namen Satoshi Nakamoto für sich zu beanspruchen. Bisher gibt es jedoch bei allen Verdächtigen größere Zweifel. Keiner von Ihnen hat bisher eindeutig bewiesen, dass er der Erfinder des Bitcoins ist. Gestern hat nun der vor Monaten aufgetauchte Satoshi, der im Juni angekündigt hat ein Buch zu veröffentlichen, einen neuen Blog-Post veröffentlicht.

Verschwörungstheorien und Behauptungen zur wahren Identität von Satoshi Nakamoto gibt es im Überfluss. Seit 2009 gab es zwar zahlreiche Personen, die behaupteten, zu wissen wer Satoshi ist bzw. Satoshi selbst zu sein. Gesicherte Beweise gibt es jedoch keine.

Während einige Personen davon überzeugt sind, dass Satoshi ein Agent Russlands oder Chinas ist, sagen andere, dass es einer der früheren Pioniere, wie Nick Szabo, Wei Dai, Hal Finney oder David Chaum sein muss. Erst Anfang des Jahres behauptete der australische Akademiker Craig Wright, dass er Satoshi ist.

In der Krypto-Community fand diese Behauptung allerdings keinen großen Anklang. Fast schon legendär ist das Video von der Deconomy vom April 2018, als Vitalik Buterin der Kragen geplatzt ist und er Wright, der gerade auf der Bühne war, als Betrüger bezeichnete. Die wohl verrückteste und eine wohl auch nicht ganz ernst gemeinte Theorie besagt, dass Nakamoto ein Zeitreisender war.

Der Blogger Alexander Muse und auch Motherboard stellten kürzlich fest, dass die NSA bereits in 2016 die Identität von Satoshi Nakamoto enttarnt haben könnte. Laut den Recherchen von Muse verwendete die NSA „Stilometrie“, um den Bitcoin-Schöpfer zu enttarnen, da die Behörden Sorge hatten, dass er ein Spion aus Russland oder China sein könnte. Die NSA soll in der Lage gewesen sein, Satoshis Schriften mit Billionen von Schriftproben von Menschen auf der ganzen Welt zu vergleichen.

In die Liste der möglichen Bitcoin-Gründer reiht sich nun ein Individuum ein, dass das erste Mal im Juni dieses Jahres behauptete, der wahre Bitcoin Erfinder zu sein und ankündigte ein Buch mit dem Namen „Honne & Tatemae“ zu veröffentlichen. Vor rund zwei Monaten veröffentlichte der selbsternannte Satoshi einen 21-seitigen Teaser dieses Buches, das angeblich alle Geheimnisse der frühen Tage von Bitcoin aufdecken soll.


Satoshi aus der Karibik

Der Teaser zeigte zwar detailliertes Wissen über diejenigen, die an den frühen Tagen von Bitcoins Entwicklung beteiligt waren, brachte jedoch keine signifikanten neuen Informationen. Darüber hinaus kritisierten Skeptiker die Echtheit aufgrund des Schreibstils. Während sich der wahre Satoshi, der erstmals auf Bitcointalk im Jahr 2009 schrieb, sich stets in klaren und eleganten Sätzen ausdrückte, ein Stil, der sich in allen Posts und dem Bitcoin White Paper konsistent wiederfindet, war der Teaser genau das Gegenteil.

Die Webseite nakamotofamilyfoundation.org, die den Post veröffentlicht hat, hat nun einen neuen Post veröffentlicht, in dem das Privatleben von „Satoshi“ beschrieben wird. Das Buch erzählt angeblich von „seiner Geschichte“. In dem Post spricht der Schreiber über sein früheres Leben und das er ursprünglich aus der Karibik stammt. Die Person enthüllte auch, dass er dort immer noch eine Familie hat und stellte ein Rätsel auf, um den Ort zu finden, an dem er das Buch schrieb:

Was Sie sehen, wird als Hill-Chiffre bezeichnet, die aus einer 2 x 2-Matrix besteht. Ich habe weitergemacht und die n Werte zur Verfügung gestellt … Dies ist der Ort, an dem ich das Buch für die Dauer dieser Zeit geschrieben habe.

Das Lösen des Puzzles gibt das Wort „Bridgetown“, die Hauptstadt von Barbados.

In dem neuerlichen Post spricht der vermeintliche Bitcoin-Erfinder auch über die Gründe für die Einrichtung der Website:

Diese Website wurde in erster Linie für ein Buch als einfaches Kommunikationsmittel eingerichtet. Vorerst dient es dazu, ein Tor zu sein, um über das Buch mit der Außenwelt zu kommunizieren.

Weiterhin nimmt der Schreiber auch Bezug auf die Kritik, dass sein Schreibstil nicht mit dem der Bitcointalk-Einträge und des Whitepapers übereinstimmt. Dies erklärt der selbsternannte Satoshi Nakamoto nun damit , dass er einen Ghostwriter rekrutiert habe, um das Buch zu schreiben. Er stellte auch fest, dass das Buch mit der Software Dragon NaturallySpeaking, erstellt wurde.

Du hast vielleicht bemerkt, dass die Art, wie du schreibst, nicht zu der Art passt, wie du sprichst. Dies würde man als informelles oder Konversationsdiktieren bezeichnen. So wird das Buch gemacht.

Als Grund hierfür gibt er an, dass er selbst hatte kein Interesse daran hatte das Buch zu schreiben. Er gab auch eine kryptische Erklärung ab, als er sagte:

Niemand kennt die Vergangenheit besser als die Beteiligten. Ich fühle mich nicht verpflichtet zu erklären, was ich damit meine. Sieh dir vielleicht die Zeile 1279, main.cpp im Prototyp an, wenn du eine offensichtliche Antwort finden willst.

Faketoshi?

Realistisch betrachtet ist das Buch wohl eher ein ausgeklügelter Marketing-Trick, um das bevorstehende Buch zu hypen. Sollte der wahre Bitcoin-Erfinder nach Jahren der Geheimhaltung ein Buch veröffentlichen, hätte er wohl kaum eine solche Marketingmethode nötig.

Darüber hinaus scheint es eher unwahrscheinlich, dass Satoshi Nakamoto seine über Jahre hinweg strikt gehütete Anonymität riskiert, um eine Biografie zu veröffentlichen. Der ursprüngliche Satoshi hinterließ nur wenig Spuren.


Wie Skeptiker in der Kryptographie-Community wiederholt betont haben, sollte der wahre Satoshi Zugang zu den Schlüsseln haben, die zu den ersten geminten Bitcoins gehören. Wenn jemand, der vorgibt, Satoshi zu sein, einen dieser BTC an eine andere Adresse versenden würde, wäre dies eine ziemlich gute Form der Verifizierung. Bis dahin bleiben aber wohl alle Personen, die vorgeben der Erfinder von Bitcoin zu sein, „Faketoshis“.

Den gesamten Blog-Post kannst du hier nachlesen: http://nakamotofamilyfoundation.org/

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