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Bitcoin-Mixer-Betreiber von 60 Millionen US-Dollar Strafe betroffen

20 Oktober 2020 By Sam Grant

Larry Dean Harmon, der auch wegen Geldwäsche angeklagt ist, wurde vom Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) mit einer Geldstrafe von 60 Millionen US-Dollar belegt.

Es ist das erste Mal, dass das FinCEN eine Strafe gegen einen Bitcoin-Mixer verhängt, wie eine Pressemitteilung beschreibt. Larry Dean Harmon, der Besitzer von Helix und Coin Ninja, wurde wegen krimineller Geldwäsche angeklagt.

Die Kontroverse um Bitcoin-Mixer

Bitcoin-Mixer werden verwendet, um Münzen einzelner Nutzer gegen Münzen anderer Nutzer zu tauschen, um die Privatsphäre der Transaktionen zu schützen. Mixer wurden vom US-Justizministerium (DoJ) als illegal eingestuft, insbesondere wenn sie dazu verwendet werden, illegale Aktivitäten zu verbergen. Die Bitcoin-Mixer-Dienste sind ein unangenehmes Thema im Kryptowährungssektor.

Niemand möchte sich absichtlich oder versehentlich in einer ähnlichen Situation wie Larry Dean befinden. Daher besteht der Wunsch, Aktivitäten oder Operationen im Zusammenhang damit zu vermeiden. Heutzutage haben viele Börsen damit begonnen, Nutzerkonten mit Transaktionen zu blockieren, die mit Mixern in Verbindung stehen.

Larry Dean Harmons Beteiligung

Es wird vermutet, dass Harmon zwischen 2014 und 2017 daran beteiligt war, die Herkunft von mehr als 300 Millionen US-Dollar bei Bitcoin AlphaBay-Darknet-Nutzern zu verschleiern. Das Financial Crimes Enforcement Network behauptet, dies habe er durch mehr als eine Million verschiedene Bitcoin-Transaktionen erreicht.

Das FinCEN berichtete, dass Larry Dean Harmon Helix zwischen 2014 und 2017 ohne Registrierung des Unternehmens betrieben hat. „Die Untersuchung ergab, dass Herr Harmon Verpflichtungen des [Bankgeheimnisgesetz (Bank Security Act) ] BSA absichtlich missachtete und Praktiken einführte, die es Helix ermöglichten, Anforderungen des BSA zu umgehen. Dies beinhaltete das Versäumnis, Kundennamen, Adressen und andere Kennungen zu über 1.2 Millionen Transaktionen zu sammeln und zu überprüfen“.

FinCEN fügte hinzu, es sei weder die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche gewahrt gewesen noch seien Transaktionsaufzeichnungen erfolgt. Das Büro berichtet, er habe stattdessen „selbst kleinste Kundeninformationen, die er gesammelt hatte, aktiv gelöscht“, selbst wenn er sich mit Betrügern und Drogenhändlern befasste.

Die vom Netzwerk getägtigen Untersuchungen deckten etwa 356.000 von Harmon über Helix duchgeführte Bitcoin-Transaktionen auf.

Die Vereinigten Staaten drängen weiter auf mehr Richtlinien in Bezug auf Kryptowährungen

Die Nachricht über Larry Dean Harmons kriminelle Aktivitäten kommt zu einer Zeit, als die US-Bundesregierung Schwierigkeiten hat, strengere Richtlinien für Kryptowährungsoperationen einzuführen. Die früheren Warnungen an Kryptographie- und Verschlüsselungsdienste in Bezug auf die Erleichterung von Verbrechen im oder unter Beteiligung des Kryptowährungssektors stoßen scheinbar auf taube Ohren.

Die Strafverfolgungsbehörden bieten Entwicklern und FinTech-Experten jetzt Belohnungen für die Bekämpfung von Verbrechen im Zusammenhang mit Kryptos an. Im vergangenen Monat gab der Internal Revenue Service in einem Post bekannt, dass er jedem eine Belohnung von bis zu 625.000 US-Dollar bietet, der es schafft, nicht nachvollziehbare Datenschutz-Blockchains wie Monero zu knacken und bei der Verfolgung von Lightning Network-Transaktionen zu helfen.

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