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Bitcoin ist kein Werkzeug für kriminelle Aktivitäten

19 April 2018 By Marcus Misiak

Als oft angeführter Grund für eine zukünftige Regulierung von Bitcoin und weiterer Kryptowährungen wird das Potenzial für kriminelle Aktivitäten, wie Geldwäsche oder Terrorfinanzierung angeführt. Ein Forscher aus Kanada kommt nun zu dem Entschluss, dass es keine bedeutsamen Ergebnisse vorzuweisen gibt, die einen solchen Zusammenhang bekräftigen würden.

Das Büro des Forschers Rémi Quirion aus Kanda, das zur Regierung Quebecs gehört, hat untersucht, ob es einen direkten messbaren Zusammenhang zwischen Bitcoin und kriminellen Aktivitäten gibt. Das sehr eindeutige Ergebnis dieser Studie führt aus, dass Bitcoin weder ein Mittel für Geldwäsche noch ein Werkzeug für kriminelle Aktivitäten ist.

Entgegen aller bisherigen Überzeugungen und des oft negativ angehauchten Bild des Bitcoins in den Medien stellt Quirion deutlich fest, dass es keinen sichtbaren Grund gibt, warum Bitcoin für Geldwäsche missbraucht werden sollte. Alle Bitcoin Transaktionen sind nicht anonym und können von Strafverfolgungsbehören nachvollzogen werden.

Zuletzt berichteten wir auch, dass es einigen Forschern gelungen ist, Transaktionen der bis dato als komplett anonym geltenden Kryptowährung Monero durch eine vorhanden Sicherheitslücke nachzuverfolgen. Hierbei konnten angeblich, trotz eines Updates des Cryptonight Algorithmus im Februar 2017, 45 Prozent aller geprüften Transaktionen nachverfolgt werden.

Rémi Quirion legt seine Sicht in der veröffentlichten Publikation wie folgt dar (freie Übersetzung):

Bitcoin steht nicht über dem Gesetz und ist auch kein Magnet für illegale Transaktionen. Es bildet nur einen winzigen Teil des Geldes ab, das für kriminelle Aktivitäten genutzt wird. Bitcoin ist nicht anonym und hinterlässt immer eine Spur.

Eine aktuelle Studie der Regierung von Quebec zeigt, dass innerhalb der letzten 4 Jahre der Anteil an illegal durchgeführten Aktivitäten mit Bitcoin nur 0,61 Prozent des Gesamtmarktvolumens (von Bitcoin!) ausmachten. In dieser Studie wird dennoch verdeutlicht, dass es nicht möglich ist alle kriminellen Aktivitäten zu tracken und dieser Wert wahrscheinlich etwas höher liegt.

Weiterhin ist der Anteil der Bitcoin-Transaktionen im Zusammenhang mit Geldwäsche von 1,07 Prozent im Jahr 2013 auf 0,12 Prozent im Jahr 2016 zurückgegangen. Als mögliche Gründe werden anonyme Kryptowährungen, wie Monero angeführt, die im Dark Web immer beliebter werden.

Global betrachtet stellt der US-Dollar immer noch die am weitesten verbreitete Währung im Zusammenung mit kriminellen Aktivitäten dar.

Unserer Meinung nach ist bemerkenswert, dass sich eine Regierung (in diesem Fall die Regierung von Quebec) dem Thema des Bitcoin und dessen Zusammenhang mit Geldwäsche angenommen hat. Die Ergebnisse dürften für Kenner der Kryptoszene keine Überraschung sein.

Der Kurs des Bitcoin ist innerhalb der letzten 24h um knapp 2 Prozent gestiegen und steht jetzt bei einem Preis von 6.606,37 Euro und einer Marktkapitalisierung von 112 Milliarden Euro.

Der Kryptomarkt schreibt in Summe grüne Zahlen und die Gesamtmarktkapitalisierung steigt zur Redaktionszeit auf fast 280 Milliarden Euro.

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