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Bitcoin-Hedgefonds und Geschäftsführer zu Geldstrafen verurteilt

Ein New Yorker Bundesgericht verurteilte den Kryptowährungs-Hedgefonds Gelfman Blueprint, Inc. und seinen gleichnamigen Geschäftsführer am 18. Oktober 2018 offiziell zu Geldstrafen infolge ihrer Verwicklung in ein Schneeballsystem. Die Strafzahlungen betragen insgesamt über 2,5 Millionen US-Dollar.

Hedgefonds war seit 2014 aktiv

Bei Gelfman Blueprint, Inc. (kurz GBI) handelt es sich um einen Hedgefonds, der sich an der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin ausrichtet. Er war bereits seit 2014 aktiv und sammelte schnell Kunden. So sollen im folgenden Jahr laut eigener Angaben bereits 85 Kunden vorhanden gewesen sein, die über 2.300 BTC investierten. Wie sich jetzt herausstellte, ging nicht alles so glatt zu, wie die Website ihren Besuchern suggerieren wollte. Vielmehr wurde nun offiziell, dass es sich um ein großes Schneeballsystem handelte, welches hinter dem Hedgefonds steckte. Dies wurde von einem New Yorker Bundesgericht geurteilt, nachdem GBI über längere Zeit ausführlich untersucht wurde.

Mit über 2,5 Millionen US-Dollar an Strafen für GBI und den Geschäftsführer Nicholas Gelfman reagierte das Gericht auf die Ergebnisse der Ermittlungen, die mit der offiziellen Eröffnung der Untersuchungen im September 2017 durch die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) begann. Das Schneeballsystem soll von 2014 bis 2016 aufrecht erhalten worden sein. Den Investoren wurde ein Algorithmus namens „Jigsaw“ versprochen, mit dem es möglich sein solle, signifikanten Profit aus Investitionen in einen Rohstofffonds zu erreichen. Die Ermittler deckten den Betrug auf und verhindern somit effektiv, dass auch Investoren mit Interesse am Bitcoin Kurs zum Opfer der Masche werden.

Über 600.000$ von mindestens 80 Kunden gestohlen

Wie hoch sind nun die genauen Zahlen im Hinblick auf die Verluste der Investoren? Laut der Berichte soll GBI über 600.000$ von mindestens 80 Kunden gestohlen haben. Mit einem Computer-Hack verheimlichte Gelfman seinen Kunden die Verluste des automatisierten Handels. Das führte letzten Endes zum Verlust sämtlicher Investitionen der Nutzer. Es handelt sich um einen positiven Fall für alle Investoren in digitale Währungen und sollte abschreckende Wirkung für die vielen weiteren Versuche bilden, den Kunden das Geld aus dem Portemonnaie zu ziehen. Der Vollzugsdirektor von CFTC, James McDonald, zeigte sich hochzufrieden mit dem Urteil: „Dieser Fall ist ein weitere Sieg für die Kommission im Vollzugsgebiet der virtuellen Währungen. Wie die Kette der Fälle zeigt, ist die CTFC fest entschlossen, schwarze Schafe in den Märkten der virtuellen Währungen herauszufiltern und sie zur Verantwortung zu ziehen.“

Die angesprochene Kette wurde zuletzt durch zwei weitere Fälle aus der Kryptowelt ergänzt. So wurden zwei Betrüger in Texas überführt, die durch Kundentäuschung Bitcoin verkauften und noch weitere Assets unter falschen Voraussetzungen an ihre Kunden brachten. Im Fall von Gelfman Blueprint, Inc. sowie Nicholas Gelfman betrugen die Strafen letztlich über 2,5 Millionen US-Dollar. Davon sollen 554.734,48$ respektive 492.064,53$ als Entschädigung an die betroffenen Kunden gehen. Weiterhin wurden vom Gericht Zivilstrafen verhängt. Während GBI einen Betrag von 1,854 Millionen $ zahlen muss, liegt die Summe im Fall des Geschäftsführers bei 177.501$.

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