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Bitcoin Futures: Bakkt muss Marktstart wohl erneut vertagen

19 März 2019 By Matthias Nemack

Zum Leidwesen vieler Interessenten wird die Einführung der Bakkt Bitcoin Futures wohl noch einige Wochen auf sich warten lassen. Auch politisch bedingt.

Mehrfache Verschiebungen sorgen für Unmut

Mit großer Aufmerksamkeit waren die Pläne des Unternehmens Bakkt zu den ersten eigenen Bitcoin Futures medial verfolgt worden. Es sollte – so viele Berichte innerhalb der Branche – ein großer Wurf sein, der auch die Türen für Finanzprodukte mit Bezug zu anderen Währungen wie Ethereum und Bitcoin Cash öffnen könnte. Von seinem eigentlichen Vorhaben nimmt das Unternehmen zwar auch weiterhin keinen Abstand. Allerdings kehrte in den vergangenen Monaten doch ein wenig Ruhe rund um die Ankündigungen ein. Der Grund: Wiederholt war die Einführung am US-Markt durch den Anbieter hinter der Krypto-Börse, die Intercontinental Exchange (ICE), abermals auf die lange Bank geschoben worden.

Auch im März wird es zeitlich knapp

Erst war ein Start für Ende 2018 angedacht, dann sollte es Ende Januar endlich so weit sein, dass die Plattform-Kunden Futures auf die weltweit erste Kryptowährung Bitcoin handeln könnten. Dann gab es Probleme mit der Aufsichtsbehörde, die für die Prüfung der Terminkontrakte mehr Zeit einplante, weshalb eine Verschiebung des geplanten Marktstarts erforderlich war. Die Verschiebung des Launch aufgrund der Bedenken der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) führten gleich mehrfach dazu, dass Bakkt Verzögerungen bekannt geben musste. Aktuell erwarteten viele Marktkenner die Einführung für Ende März, doch auch dies wird aller Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren. Dies liegt nicht nur daran, dass die Prüfung der Produktbeschreibungen im Vorfeld mit viel Aufwand bei der Aufsichtsbehörde verbunden sind.

Politische Probleme belasten die Pläne ebenfalls

Für zeitlichen Verzug hatte auch die Krise der US-Regierung (Stichwort: Shutdown) gesorgt, die viele Behörden im Land wegen fehlender Gelder in einen erzwungenen Dämmerschlaf versetzt. Dass die Bitcoin-Produkte nun nach zeitnaher Freigabe direkt gehandelt werden können, ist leider ausgeschlossen. Denn das Rechtssystem sieht vor, dass innerhalb einer 30-tätigen Frist nach Zustimmung der Aufsicht Kommentare aus der Öffentlichkeit eingereicht werden können. Erschwert wird die Antragsprüfung rund um das Produkt, dass Bakkt selbst die wirtschaftliche Absicherung des Futures Produkts durch eigenständig verwahrte Coins übernehmen möchte. Das jedenfalls berichten Insider.

Featured Image: Von grejak | Shutterstock.com

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