HomeNewsBinance Studie enthüllt Kurs-Korrelationen der Altcoins mit Bitcoin

Binance Studie enthüllt Kurs-Korrelationen der Altcoins mit Bitcoin

Binance Research hat die Korrelationen zwischen den Kursbewegungen der 30 wichtigsten Krypto-Währungen nach Marktkapitalisierung untersucht und dabei herausgefunden, dass es grundsätzlich einen großen Zusammenhang zwischen der Kursentwicklungen von Bitcoin und allen anderen Altcoins gibt. Die niedrigsten Korrelationen weisen Dogecoin, Tezos und XRP auf.

Der Bericht mit dem Titel „Categorizing Cryptoassets: A Return-Driven Cluster Analysis“, konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen Kryptowährungen in Bezug auf ihren Preis. Binance Research analysierte hierfür die Krypto-Kurs-Korrelationen vom 31. März 2018 und 31. März 2019 und verwendete hierfür die sogenannte Clusteranalyse, die hilft, Objekte zu gruppieren bzw. zu klassifizieren. Der Bericht stellt fest, dass die Preiskorrelationen zwischen den „großen“ Kryptowährungen extrem hoch ist, was bedeutet, dass sich die meisten Kryptowährungen im Gleichschritt bewegen und entweder gemeinsam fallen oder gemeinsam steigen.

Trotz der hohen Korrelationen zwischen den meisten Krypto-Assets findet der Bericht einige Ausnahmen und stellt fest, dass Dogecoin, Tezos und XRP „die niedrigsten Korrelationen mit anderen digitalen Assets in diesem Zeitraum von einem Jahr aufweisen“. Speziell zu XRP schreibt die Studie:

Basierend auf den wöchentlichen Renditen weisen große Kryptowährungen, wie Bitcoin und Ethereum die höchsten Korrelationen auf, aber Ripple zeigt eine niedrigere Korrelation als in unserem vorherigen Bericht und ist eine Ausnahme als bester Diversifikator unter den digitalen Assets mit einer Marktkapitalisierung von über 3 Milliarden US-Dollar.

Hier ist ein Blick auf alle Korrelationen zwischen den 30 wichtigsten Krypto-Assets. Je höher der Korrelationswert Zahl, desto stärker die Korrelation.

Quelle: https://info.binance.com/en/research/marketresearch/cluster.html

Laut den Ergebnissen der Studie bilden Bitcoin-Forks (Bitcoin Gold und Bitcoin Cash), Ethereum Classic und Litecoin einen Cluster.  Ein weiteres Cluster sind die Coins mit dem so genannten „Binance-Effekt“, Kryptos wie Tezos und Dogecoin, zwei nicht bei Binance aufgeführte Kryptowährungen, die jeweils einen Kindcluster bilden.

Außerdem gibt es geografische Auswirkungen, wie eine Zweiteilung zwischen amerikanischen und asiatischen Kryptos. So wird beispielsweise in der Studie festgestellt, dass Qtum (QTUM), Cardano (ADA), NEO und OmiseGo (OMG) alle ihren Sitz in Asien haben „und die meisten ihrer Münzeninhaber in dieser Region ansässig sind“. Im Gegensatz dazu befinden sich XRP, BAT und Dogecoin (DOGE) Teams und Investoren in Amerika.

Es gibt auch einen sogenannten „Coinbase Listing-Effekt“, bei dem einige Kryptos, von denen berichtet wurde, dass sie von Coinbase gelistet oder untersucht wurden, zu ähnlichen Clustern gruppiert wurden. So hat Coinbase im Laufe des untersucten Zeitraums beispielsweise XRP, Basic Attention Token (BAT) und Zcoin (ZEC) gelistet, die sich in einer gemeinsamen Untergruppe befinden, was die Vorstellung vermittelt, dass diese Coins ähnliche Trends bei gleichen Marktbedingungen aufweisen könnten.

Außerdem stellt Binance fest, dass einige Privancy Coins, wie Dash und Monero ebenfalls einen Cluster bilden. Zudem zeigen Ether und Bitcoin eine extrem hohe Korrelation (0,872) zwischen einander.

Darüber hinaus zeigt die Forschung eine starke Korrelation zwischen XRP und Stellar Lumen, die sie wie folgend interpretiert:

Während Stellar ursprünglich auf dem Ripple-Protokoll basierte, wurde sein Code schnell überarbeitet. Heute basieren Stellar- und Ripple-Code nicht mehr auf dem gleichen gemeinsamen Kern. Dennoch weisen diese beiden digitalen Assets noch mehrere Gemeinsamkeiten auf, da sie beide darauf abzielen, die globale Überweisungsindustrie neu zu gestalten.

Den vollständigen Bericht kannst du hier einsehen.

Featured Image:  Maquette.pro | Shutterstock