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Belarusbank erwägt Start eigener Börse für Kryptohandel

29 Januar 2019 By Matthias Nemack

Mit der Belarusbank prüft eine der wichtigsten Banken Weißrusslands die Optionen zur Einführung einer eigenen Plattform für den Kryptohandel.

Bankenchef bestätigt die Überlegungen

Einmal mehr sind es eher die Länder Asiens und Osteuropas, die sich die Schaffung einer eigenen Kryptowährung vorstellen können. Im aktuellen Falle verschafft sich die Belarusbank, immerhin das größte weißrussische Bankenhaus, mediales Gehör mit der Überlegung, eine eigene Kryptobörse an den Start zu bringen. Im Regionalfernsehen Weißrusslands äußerte sich der Vorsitzende des Bankenvorstandes über derartige Pläne. Zum Wann und Wie gibt es natürlich schon aus internen Gründen keine verlässlichen Informationen. Zutreffend aber ist, dass die besagte Bank nicht die erste Bank im Lande ist, die sich mit den Chancen von Bitcoin Cash, Ethereum und vor allem der Technologie Blockchain auseinandersetzt.

Regierung fördert die Blockchain und den Krypto-Sektor

Schon vor rund eineinhalb Jahre hatte die Nationalbank des Landes angekündigt, die Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain ausloten zu wollen. Gesagt, getan. Die Bank hatte nachfolgend ein System für den Informationsaustausch eingeführt, welches auf die Blockchain vertraut. Der weißrussische Staatspräsident Lukaschenko selbst hatte dem Entstehen derartiger Krypto-Aktivitäten der Bankenbranche Vorschub geleistet, indem er Ende 2017 einen entsprechenden Beschluss zur Förderung des Marktes für Krypto-Währungen und -Technologien auf den Weg brachte. Ob die Belarusbank nun wirklich eine eigene Plattform startet nach der Prüfung der Erfolgsaussichten, ist noch unklar.

Osteuropäische Länder vielfach offener für den neuen Markt

Es zeigt sich aber dennoch erneut, dass in anderen Ländern in der Bankenwelt engagierter und zukunftsorientierter abgewogen wird, wie die Blockchain zum Beispiel die Kundenbetreuung verbessern oder neue interessante Produkte entstehen lassen kann. Hierzulande verweisen viele Banker nach wie vor eher die vermeintlichen Risiken, die von Währungen wie dem Ripple oder Bitcoin ausgehen. Erfreulich allerdings ist, dass wenigstens die Blockchain allmählich auch bei deutschen Banken und Finanzunternehmen allgemein im Gespräch ist.

Featured Image: Bart Sadowski | Shutterstock.com