HomeNewsBankeigene Kryptobörse bringt Bitcoin, Ripple und Ethereum zu institutionellen Investoren

Bankeigene Kryptobörse bringt Bitcoin, Ripple und Ethereum zu institutionellen Investoren

29 Mai 2019 By Marcus Misiak

Die in Japan ansässige SBI Holdings richtete ihre Börse VCTRADE zunächst an Einzelhändler und ermöglichte zunächst den Handel mit vier Kryptowährungen. Bitcoin, XRP, Bitcoin Cash und Ether, jedoch soll Bitcoin Cash im Juni wieder von der Börse entfernt werden.

Die erste bankeigene Krypto-Börse plant ihre Dienstleistungen vom Einzelhandel auf institutionelle Investoren auszudehnen, das teilte ein SBIVC-Sprecher Cointelegraph Japan mit (frei übersetzt):

SBIVC bietet Dienstleistungen derzeit nur für Privatkunden an. Nachdem die von uns geplanten AML / CFT- und Custody-Lösungen abgeschlossen sind, möchten wir fortfahren und Dienstleistungen für institutionelle Anleger bereitstellen.

Bei der Gewinnung neuer Kunden wird die SBI-Gruppe ihre Synergien zwischen aktuellen Geschäftsbereichen wie Wertpapieren und Devisen nutzen, um den Schutz der Vermögenswerte ihrer Kunden zu priorisieren.

SBI Holdings bietet Kunden eine lange Liste an verschiedenen Services an, angefangen von Brokerage und Investment Banking bis hin zu Devisendiensten. Bereits im Januar 2016 investierte der Finanzriese in Ripple. Im April gab Ripple bekannt, Yoshikata Kitao, stellvertetender Direktor von SBI Holdings, dem Verwaltungsrat bei Ripple beigetreten ist. SBI Holdings verzeichnete für das Geschäftsjahr von April 2018 bis 31. März 2019 einen Gewinn von fast 360 Millionen japanischen Yen, das entspricht einem Wert von knapp 3,2 Millionen USD.

Immer mehr Schwergewichte der Finanzbranche als auch der freien Wirtschaft sehen großes Potenzial in Kryptowährungen und nehmen jene digitale Vermögenswerte ins eigene Unternehmensportfolio auf. Bitcoin wurde bereits des Öfteren für Tod erklärt, jedoch kam der Marktführer stets zurück und belehrte die Progonosesteller eines besseren. Die Adaption von digitalen Währungen schreitet stetig voran, jedoch kritisieren Experten der Branche, wie z.B. der mehrfache Milliardär Mike Novogratz, dass es in vielen Ländern weltweit, allen voran der USA, an einer einheitlichen Regulierung fehlt. Dies hält Investoren, die über große Kapitalmengen verfügen, weiterhin von einem Einstieg in den Kryptomarkt ab. Coinbase und Co. haben bereits letztes Jahr begonnen Custody-Lösungen für institutionelle Investoren zu schaffen, damit die Aufbewahrung großer Vermögenswerte bestmöglich geschützt und damit die Eintrittshürde weiter gesenkt werden kann.

Featured Image: ImageFlow | Shutterstock

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