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Arabische Emirate kündigen neue Krypto-Gesetze an

26 Dezember 2018 By Matthias Nemack

Im arabischen Raum begeistern sich nicht nur viele Anleger für Bitcoins und andere Coins. Auch die Staaten begreifen verstärkt die Chancen des Marktes. Die Arabischen Emirate wollen 2019 gesetzliche Weichen stellen.

VAE-Regierung will Blockchain-Firmen anlocken

Dass sich die erdölfördernden Staaten allmählich nach Alternativen Einnahmequellen umschauen müssen, ist bekannt. Denn das Ende der Reserven ist absehbar, sodass frühzeitig nach neuen Wegen gesucht werden muss, um den Geldfluss aus dem In- und Ausland zu sichern. Während Dubai vor allem auf den Tourismus setzt, suchen die Vereinigten Arabischen Emirate seit längerem bereits ihr Heil im Technologiesektor – das Interesse bei Investoren vor Ort für Kryptowährungen von Bitcoin bis Zcash ist seit Beginn des Booms groß in der Region. Die Emirate möchten sich ein großes Stück vom Kuchen sichern und durch einige Gesetzesänderungen im kommenden Jahr dafür sorgen, dass sich Unternehmen mit Blockchain-Entwicklungen und anderen Leistungen im Zusammenhang mit dem Kryptomarkt verstärkt im Land ansiedeln.

Passende Regelwerke für Handelsplätze und ICOs

Die neue Gesetzgebung wurde zum Wochenbeginn bekannt gegeben. Ein Teilbereich sollen klare Rechtsbestimmungen für die Einführung neuer Token im Rahmen der Initial Coin Offerings (ICO) sein. Darüber hinaus will die Regierung Bestimmungen zur Regulierung von Handelsplätzen und Börsen für den Handel mit Ethereum, Stellar und all den anderen Währungen schaffen. Etliche Experten gaben in den vergangenen Monaten bereits an, die Vereinigten Arabischen Emirate für einen wichtigen Standort der Zukunft zu halten.

Verliert Europas bald den Anschluss?

Aus dem einfachen Grund, weil sich der Staat deutlich offener als viele andere Länder präsentiert, wenn es um die Anerkennung des Marktes und neuer digitaler Währungen geht. Auch von Zusammenarbeiten verschiedener Länder der Region berichten Fachmedien dieser Tage pünktlich zum Jahreswechsel. Einmal mehr sollte gerade die europäische Gemeinschaft darauf Wert legen, nicht den Anschluss an die internationale Krypto-Elite zu verpassen. Noch gilt beispielsweise Malta als Hoffnungsträger für Europas Krypto-Unternehmen aufgrund der gesetzlichen Offenheit für Innovationen und neue Technologien.