Vom Schaufenster zum Kauf: ICO Marketingerfahrungen von TV-TWO

Heute erscheint die vierte Ausgabe der wöchentlichen Artikelserie mit Erfahrungsberichten von der Ausrichtung eines ICOs. Jeden Donnerstag gewährt uns das Team von TV-TWO Einblicke in ihr Unternehmen und ihren laufenden ICO.

Das Gründungsteam ist eingeschworen. Das Whitepaper samt Token-Ökonomie und Vertriebsstrategie hat den letzten Feinschliff erhalten. Die GitHub-Seite füllt sich mit Code. Die Roadshow ist geplant. Mit anderen Worten: der ICO ist beschlossene Sache und nimmt mehr und mehr Form an.

Nun heißt es Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bei hunderten Projekten ist dies einfacher gesagt als getan. Ohne datenbasiertes Marketing wird der ICO zu einer großen Herausforderung. Schafft man es sich im Kampf um die Gunst der Investoren in der ersten Reihe zu positionieren, so sind diese noch lange nicht überzeugt.

Schritt 1: Das Schaufenster

Das klassische Schaufenster sind die zahlreichen Messen und Konferenzen zum Thema Blockchain und ICOs, die rund um den Globus verteilt stattfinden. WBF, Block Show oder Crypto Investor Show – zusammen mit dem Advisory Board sollte kritisch entschieden werden, welche Events aussichtsreich sind. Wo reicht es Besucher zu sein, wo sollte man sich um Stand und Präsentation auf der Bühne bemühen? Eine Eventübersicht findet sich bei Coindesk.

Will man sich online der breiten Masse an Kryptoinvestoren präsentieren, so lässt sich zwischen Listing-Seiten und Rating-Seiten unterscheiden. Listing-Seiten, wie beispielsweise ICO Alert oder Coinschedule, nennen ausschließlich den Projektnamen und die wichtigsten Eckpunkte.

Aufgrund der eindeutigen Ausrichtung des Mediums für ICO Investoren ist es selbstverständlich sehr spannend hier vertreten zu sein. Von der Grundidee sind Rating-Seiten für den Investor noch interessanter, da hier zusätzlich eine (Experten-) Bewertung präsentiert wird. Aufgrund von oftmals oberflächlichen Recherchen und subjektiven Aussagen sind solche Bewertungen aber stets zu hinterfragen. ICO Drops und ICObench sind hier die bekanntesten Seiten.

Selbstverständlich ist bei Weitem nicht jeder potentielle ICO Teilnehmer auf besagten Messen, Listing- oder Rating Seiten unterwegs. Um eine breitere Masse zu erreichen, bieten sich klassische Werbenetzwerke wie Facebook und Google an. Obwohl mittlerweile beide Anbieter sowie Twitter ICO Werbung verboten haben, finden sich noch immer Wege indem beispielsweise das Produkt anstelle des ICOs beworben werden.

Schritt 2: Die Erinnerung

Selbstverständlich sind die klassischen Online Marketing Kanäle prädestiniert, um erneute Ansprachen der Zielgruppe, sogenanntes Retargeting, durchzuführen. Um einen Schritt weiter zu gehen, kann man mit spezialisierten Krypto-Werbenetzwerken wie CoinAd oder Cointraffic arbeiten.

Ein solider Presseauftritt bietet weitere wichtige, organische Touchpoints. Positive Berichterstattung lässt das Vertrauen in das Projekt steigen. Ist das Interesse der Konsumenten geweckt, bieten Foren wie auf Bitcointalk, Reddit oder die Telegram-Gruppe wichtige Interaktionsfläche. Potentielle Investoren können sich untereinander austauschen und zugleich wichtige Fragen durch das Team beantwortet bekommen.

Für TV-TWO ist der Kontakt zwischen Community und Gründerteam sehr wichtig. Auf Plattformen wie Telegram kann jeder Interessent in den direkten Austausch mit den Gründern des Projektes treten. Der Newsletter sowie der Medium Blog sind am Ende des Erinnerungskanals einzustufen. Das Interesse ist bereits akut und das Business Model verstanden. Nun gilt es anhand von starken Neuigkeiten zu überzeugen.

Schritt 3: Der Kauf

Hat man nun die Aufmerksamkeit auf sich lenken können ist der finale Schritt die Konvertierung zum Tokenkauf. Neben dem Newsletter und dem Medium Blog, sind die Fan Pages auf Facebook und Twitter sehr wichtig um positive Meldungen zu verkünden.

Der direkte Kontakt zwischen Community und Team lässt sich neben Telegram und E-Mail auch sehr schön über eine Intercom-Integration auf der Website und der Investment Plattform abbilden. Die Website an sich stellt oftmals das finale Kriterium dar.

Wie präsentiert sich das Team? Gibt es ein funktionierendes Produkt? Welche Partner sind an Bord? Wie ist das Projekt bewertet? Gibt es Anleitungen zu Produkt und Tokenkauf?

Insbesondere auf den letzten Schritten sollte man den Investor nicht alleine lassen.
Wichtig: Nach dem Kauf ist vor dem Kauf. Nach Erfahrung von TV-TWO investieren die meisten Käufer mehr als einmal. Diese Erkenntnis sollte stets beachtet werden.

Der Sonderfall

Sicherlich ist Influencer Marketing zunächst mit der Schaufenster Stufe zu vergleichen. Jedoch besitzen einige Influencer die Fähigkeit und Community, um den gesamten Marketingprozess bis hin zum Kauf selber durchzuführen.

Im Idealfall berichten die ersten Influencer auf YouTube, Twitter und Telegram aus Eigeninitiative über das Projekt. Zusätzlich bietet es sich an, als ICO Werbung für den eigenen Namen zu machen und sich offline sowie online den Influencern zu präsentieren.

Im Grunde ist es von hier der gleiche Prozess wie mit jedem Investor, überzeugt man den Ersten so wird dieser es mindestens 2-3 seiner Kollegen weitergeben. Die organische Entwicklung der Mundpropaganda ist schließlich das letzte und womöglich wichtigste Marketingmittel für den erfolgreichen ICO.

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