Startet Nordkorea eigene Kryptowährung?

Nordkorea arbeitet nun scheinbar ebenfalls an einer Kryptowährung. Die Umgehung ausländischer Sanktionsmaßnahmen scheint das Hauptziel zu sein.

Kommt Nordkorea China mit Kryptoprojekt zuvor?

Die Beweggründe für Staaten, mit dem Gedanken an die Einführung einer eigenen Digitalwährungen zu spielen, könnten unterschiedlicher kaum sein. Venezuelas Überlegungen, verstärkt auf den Bitcoin zu setzen oder einen eigenen Coin zu schaffen, beruhen auf den wirtschaftlichen Problemen des Landes. Der Petro sollte in vielerlei Hinsicht für Entlastung in Zeiten steigender Inflation sorgen. China wiederum scheint mit Plänen zu einem Staatscoin – möglicherweise ebenfalls unter dem Namen Yuan – vor allem auf Facebooks Libra zu reagieren. Gleiches gilt für Deutschland, wo die Blockchain Strategie für eine größere Bedeutung des Landes als Kryptostandort sorgen soll.

Regierung will sich von Weltgemeinschaft unabhängig machen

Im Falle Nordkoreas hingegen scheinen die Ziele vergleichbar mit denen des Iran. Letzterer sagte nicht nur zunehmend Bitcoin Mining den Kampf an. Die Regierung des Landes zieht auch einen eigenen Token in Erwägung, um Sanktionen aus dem Ausland zu umgehen. Sollte der derzeit im Netz als „Kim Coin“ titulierte Token Nordkoreas kommen, wäre dies wohl ebenfalls ein Ansatz, um insbesondere US-Sanktionen auszuhebeln. Gerüchten zufolge ist es tatsächlich so, dass Nordkorea scheinbar an der Realisierung einer Kryptowährung arbeitet. Die Hoffnung: Die bestehende Abhängigkeit vom globalen Finanzsystem soll dadurch schwinden. Vonseiten des „Ausschusses für kulturelle Beziehungen“ heißt es allerdings unerwartet offen, man befinde sich noch am Anfang der Entwicklungsarbeit.

Keine Informationen zum genauen Zeitrahmen des Coins

Nichtsdestotrotz laufen Blockchain-Pläne wohl auf Hochtouren in der Demokratischen Volksrepublik. Die Vereinten Nationen attestieren im nordkoreanischen Vorhaben unter anderem das Ziel der Kapitalbeschaffung für das staatliche Regime vorbei an Sanktionen. Eine Kryptowährung könnte insbesondere helfen, den sanktionierten Schiffsverkehr des Landes wieder stärker aufzunehmen. Die zugrundeliegenden Daten der Flotte könnten durch einen Staatscoin verschlüsselt werden. Ganz abgesehen von der vermeintlichen Bitcoin-Konkurrenz steht das Land nach wie in der Kritik wegen Diebstahls digitaler Währungen. An diesen Vorwürfen hält die UNO seit längerem fest.

Featured Image: Von Mirko Kuzmanovic | Shutterstock.com

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