Nvidia fordert Ablehnung der Klage wegen Mining Umsatz

Mining-Umsätze spielen bei Chipherstellern eine immer größere Rolle. Nvidia hadert derzeit mit Anleger-Kritik. Kläger sahen 2018 Umsatz-Falschangaben.

Hat das Unternehmen seine Anleger bewusst getäuscht?

Das Schürfen digitaler Währungen wie Bitcoin gilt vielen Anlegern neben dem Direktkauf oder Derivaten wie Differenzkontrakten (CFDs) als dritte Möglichkeit, im Kryptosektor Geld zu verdienen. Gerade Einsteiger verlassen sich die wahrscheinlichen Renditen betreffend häufig auf die Aussagen von Herstellern der nötigen Mining Technologie. Dazu gehören vor allem Computerchips, die die nötigen technischen Anforderungen digitaler Währungen erfüllen. Das Unternehmen Nvidia gehört zu den großen Namen der Branche. Dort profitieren auch Aktionäre seit Jahren vom Boom am Kryptomarkt und steigendem Mining-Volumen. Schon Ende des vergangenen Jahres hatten Investoren eine Klage eingereicht. Es geht um die Resultate des Unternehmen im dritten Jahresquartal 2018, über die wir Ende des letzten Jahres bereits berichteten. Das Problem ist also immer noch nicht aus der Welt geschafft.

Analysten könnten einen Fehler gemach haben

Zu dieser Zeit kam es zu einem deutlichen Kurseinbruch. Grund der Klage: Anleger kritisieren, der Konzern habe mit Blick auf die erwartbare Nachfrage Falschangaben gemacht. Der Konzern sieht dies anders und forderte einen zuständigen Richter zur Abweisung auf. Bei sich selbst sieht Nvidia keine Fehler im Zusammenhang mit den Umsätzen aus dem Mining-Bereich. Vielmehr äußert das Unternehmen, die Kläger hätten mutmaßlich nicht alle verfügbaren Informationen berücksichtigt bei ihren Investitionsentscheidungen. Fehlende Transparenz bei der eigenen Geschäftspolitik kann der Anbieter nicht erkennen. Es habe keine fehlerhaften Stellungnahmen zur Rentabilität rund um das Thema Mining gegeben. Eher vermutet Nvidia, dass die Analysen von Agenturen wie etwa Morgan Stanley Modelle genutzt hatten, die die neuesten Ergebnisse für besagtes Quartal nicht korrekt zu behandeln wussten.

Mining hatte vermeintlich größeren Einfluss auf Resultate

Nvidia produziert schon seit längerem nicht mehr nur im Kernbereich Gaming, sondern stellt auch GPU-Einheiten für das Krypto-Schürfen her. Die Kritik vieler Anleger beruht darauf, dass das Unternehmen nicht ausreichend genug erläutert habe, ob und in welcher Weise Einnahmen mit Krypto- und Gamingbereich miteinander verbunden waren. Den tatsächlichen (höheren) Krypto-Anteil am Geschäftsergebnis habe Nvidia verschleiert. Interessant ist in diesem Fall weniger der mögliche Ausgang des Konflikts. Stattdessen zeigt sich hier einmal mehr die zunehmende Verbindung des Marktes für Kryptowährungen wie Ethereum oder Litecoin mit dem normalen Finanzsektor und Aktienmarkt. Für den Hersteller könnte die Sachlage durchaus noch zu weiteren Problemen führen. Auch in den USA lassen sich Richter nur ungern sagen, wie sie zu arbeiten haben.

 

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