Merkel’s Blockchain Strategie sagt Libra den Kampf an

Frankreich’s Finanz Minister Bruno Le Maire folgend, hat nun auch Kanzlerin Angela Merkel’s Kabinett eine Blockchain Strategy beschlossen, die den Kampf gegen weitere digitale ‚parallel Währungen‘ ansagt, berichtet Reuters am Morgen.

Regulatorische Hürden

Die deutsche Regierung will in enger Zusammenarbeit mit Europa verhindern, dass Stablecoins, wie Libra, eine alternative Währung zu Fiat werden.

Reuters zitiert Finanz Minister Olaf Scholz: „Wir müssen die Verbraucher und die staatliche Souveränität schützen“.

Die Entwicklung digitaler Währungen dürften in Deutschland nicht allein in den Händen von privaten Firmen liegen, so Scholz.

In der am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Strategie will die Regierung den digitalen Wandel in der Wirtschaft vorantreiben, aber auch die Risiken, die mit neuen Technologien verbunden sind, angehen.

Auch die Deutsche Bundesbank werde im Dialog mit Berlin den aktuellen Stand von Libra und die Blockchain Industrie genauer unter die Lupe nehmen.

Deutschland und Frankreich vereint

Beide Länder sind sich hier einig: Libra sei ein Risiko für die Finanzbranche und könnte in Europa eventuell nicht autorisiert werden, berichtet Reuters.

Facebook’s Versuche die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFIN) von seiner Seriosität zu überzeugen, haben bis jetzt noch keinen Erfolg gehabt.

„Wir haben (Facebook) konkrete Fragen gestellt und weniger detaillierte  Antworten bekommen,“ sagte BAFIN’s Präsident Felix Hufeld Reuters.

Ein Weckruf für Europa

Fest steht, dass Facebook’s Libra Währung schon jetzt für Aufregung in Europa sorgt. Blockchain und die Entwicklung digitaler Währungen können von Regierungen weltweit nicht mehr ignoriert werden.

Vielleicht ein Weckruf auch für Deutschland, Bitcoin und dezentralisierte Währungen und deren Effekt auf Wirtschaft und Finanzsysteme ernst zu nehmen.

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