Konkurrenz für IOTA? Commerzbank testet blockchainbasierte Zahlungslösung für Maschinen

Die Commerzbank hat eine Zahlungslösung für Maschine-zu-Maschine Transaktionen vorgestellt, die auf der Blockchain Technologie basiert. Das Pilotprojekt wird bereits seit einiger Zeit dokumentiert und analysiert, zeigt jedoch laut einer aktuellen Pressemitteilung erste Ergebnisse.

Die deutsche Bank arbeitet mit ihrer Forschung- und Entwicklungseinheit Inkubator und Daimler Trucks an einem System, dass „sich mit der vollautomatischen Zahlungsabwicklung von Gebühren zwischen einer Stromtankstelle und einem LKW-System befasst“. In einem konkreten Anwendungsfall hat das System einwandfrei funktioniert, wie eine Pressemitteilung von Donnerstag mitteilt.

Innerhalb einer ganzen Reihe verschiedener Testtransaktionen stellte die Commerzbank Euro auf das Blockchain-System und schickte die Zahlung zur Abwicklung an Daimler Trucks, dass die Transaktion weiterverarbeitet. An dieser Stelle bleibt jedoch offen, wie genau das System funktioniert. Es wird nicht beschrieben wie Euro auf dem System abgewickelt werden oder wie die Ladestation die Zahlung erhält und anschließend die Transaktion durchgeführt wird. Die Pressemitteilung führt aus, dass Maschinen zunehmend vernetzer und autonomer arbeiten und damit die Notwendigkeit erwächst, eine Abrechnung ohne „Auslösung durch einen menschlichen Akteur“ durchführen zu können:

Die derzeitigen Zahlungssysteme können einen solchen vollautomatischen Zahlungsprozess noch nicht abbilden.

Laut Stephan Müller, Bereichsvorstand für Transaktion Banking bei der Commerzbank, ist die neue Blockchain-Plattform Teil der verstärkten Ausrichtung des Instituts auf die Blockchain Technologie:

Nachdem wir mit vergangenen Pilotprojekten vor allem Wertpapiertransaktionen vollständig digitalisiert und über die Blockchain-Technologie abgewickelt haben, rücken für uns nun DLT-basierte Payment-Strukturen in den Fokus. Denn als Bank sehen wir unseren Auftrag selbstverständlich auch in der Schaffung neuer digitaler Zahlungsarchitekturen für unsere Kunden.

Die Ergebnisse des aktuellen Pilotprojektes haben gezeigt, dass der Bezahlvorgang für das automatische Aufladen von LKW’s an elektrischen Tankstellen vollkommen automatisiert ohne den Eingriff von Menschen abgewickelt werden kann. Dieser Fortschritt kann zu Effizienzsteigerungen führen und weitere Branchen tangieren, in denen die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation besonders wichtig ist.

Konkurrenz für IOTA durch die Commerzbank?

Diese Entwicklungen zeigen, dass auch die Banken das Potenziel und den Nutzen der Blockchain für ihre eigenen Anwendungsprozesse erkannt haben und diese bereits pilotieren, mit zunehmend guten Ergebnissen. Die deutsche Kryptowährung IOTA arbeitet bereits mit vielen Schwergewichten der Tech-Branche zusammen. Ein Kernbereich bzw. Ziel von IOTA ist die Ermöglichung der Kommunikation zwischen Maschinen und der daraus entstehenden automatischen Zahlungsabwicklung.

Bosch hat bereits vor einiger Zeit in IOTA investiert und testet seit dem die Einsatzmöglichkeiten sowie eine mögliche Weiterentwicklung des „Internet der Dinge“. IOTA kommt z.B. im Projekt „Bosch Connectivity“ zum Einsatz. Auf internationaler Ebene wird IOTA bei der Entwicklung von Smart Cities innerhalb des europäisch geförderten Projektes +CityxChange erforscht und pilotiert. Dieses Porjekt wird von der Europäischen Union gefördert und erforscht, wie eine intelligente und innovative Energieversorgung aussehen könnte. Dabei soll die Lebensqualität aller Bürger durch gesteigert werden. Die aus diesem Projekt erzielten Ergebnisse sollen Anlass für neue politische Interventionen und neuen Geschäftsmodellen sein, die die Integration der E-Mobility vorantreiben. Viele Projekte an denen IOTA beteiligt ist birgen großes Innovationspotenzial (frei übersetzt):

Smart Cities ist eine der am schnellsten wachsenden sektorübergreifenden Innovationsplattformen für IOTA. Aufbauend auf unserer Arbeit und unseren Partnerschaften in den Bereichen Mobilität, Energie oder Daten bringen diese intelligenten Stadtökosysteme alles zusammen. Das + CityxChange-Konsortium vereint zahlreiche öffentliche und private Partner im Rahmen einer ehrgeizigen Initiative für Open Innovation und Co-Creation.

Featured Image: Pushish Images | Shutterstock

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