Finanzminister Scholz: Bitcoin laut neuer Analyse eher harmlos

Das Finanzministerium veröffentlichte eine neue Analyse. Ihr zufolge ist der Monero ein Risiko. Die Meinung zum Bitcoin ändert das Ministerium. Vorerst.

Minister Scholz seit jeher großer Krypto-Skeptiker

An der kritischen Grundstimmung der deutschen Politik ändert zunächst einmal auch die Blockchain Strategie nur theoretisch etwas. Das Grundlagenpapier repräsentiert seit einiger Zeit die Ausrichtung der Bundesregierung. Berlin möchte Deutschland zu einem wichtigen Kryptostandort machen und 2020 sogar digitale Wertpapiere starten. Zeitgleich äußern sich viele Politiker sehr kritisch zum Stablecoin Libra, den Facebook im kommenden Jahr einführen will. Die Sorgen beruhen darauf, dass der Token zur Gefahr für den Euro und den Finanzmarkt werden kann. Der deutsche Finanzminister und ehemalige Erster Bürgermeister von Hamburg gehört hierzulande zu den größten Kritikern der Kryptobranche. Überraschend kommen deshalb seine relativ gelassenen Aussagen zum Bitcoin.

Bitcoin stellt derzeit kein akutes Risiko dar

In der Vergangenheit hatte auch der Bundesfinanzminister wiederholt vor den Risiken des Bitcoins gewartet. Ein Kritikpunkt war vor allem, dass die Kryptowährung bei Terroristen und Geldwäschern beliebt sei. In der „Ersten Nationalen Risikoanalyse 2018/2019“ klingen die Einschätzungen den Bitcoin betreffend deutlich verhaltener. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt sei Bargeld immer noch gefragter bei Kriminellen. Die Volatilität des BTC Kurses mache den Token wohl weniger interessant als lange vermutet, wie Scholz‘ Ministerium verlautbaren lässt. Auch hinsichtlich der Finanzierung des internationalen Terrorismus sieht die Analyse keinen Anlass für eine hohe Risikoeinstufung. Eine Warnung formuliert der Bericht aber, wenn es um den zunehmend beliebteren Privacy Coin Monero (XRM) geht.

Anonyme Coins reizvoll für Kriminelle Internetnutzer

Hier sieht das Ministerium durchaus eine hohes Gefahrenpotenzial. Keine wirkliche Überraschung für Branchenkenner: Der Analyse zufolge erlebt Monero insbesondere im sogenannten Darknet einen massiven Aufschwung. Dort, so die Experten des Finanzministeriums, mausere sich die besonders anonyme digitale Währung immer mehr zu einem Vorbildformat. Scheinbar haben sich die Nachrichten über Pläne wie den im Hause im Litecoin herumgesprochen. Dort wurde über die Einführung einer spendenbasierten Funktion nachgedacht, die die Währung auf Kundenwunsch ebenfalls zu einem Privacy Coin machen könnte. Das Risiko einer potenziellen Anonymisierung bei nicht-anonymen Token ist der Ministeriums-Analyse ein Dorn im Auge.

Featured Image: Von alexskopje | Shutterstock.com

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