CoinMarketCap will Krypto-Listung ab heute verbessern

Mehrfach gab es Probleme rund um CMC. Fehlerhafte Infos hatten Investoren und Währungsanbieter teils sehr verärgert. Nun stehen Verbesserungen ins Haus.

Änderungen bei Coinmarketcap treten in Kraft

Die Analyseseite CoinMarketCap stand in den vergangenen Monaten immer wieder mal in der Kritik. Vereinzelt hatten Beobachter einige Zweifel an der Funktionalität der verwendeten Tools für die Kurse von Bitcoin bis Zcash geäußert. Schon im Frühjahr dieses Jahres hatte die Plattform auf Kritik an der Richtigkeit bereitgestellter Handelsvolumen reagiert und Daten entfernt. Nun kündigt der Betreiber an, seine zugrundeliegenden Analyse-Instrumente nochmals verbessern zu wollen. Am Ende sollen vor allem gefakte Umsatz-Informationen heraus gefiltert und ebenfalls gelöscht werden. Nicht nur im Falle Coinmarketcap gab es in der Vergangenheit mitunter Bedenken, ob alle genannten Details den Tatsachen entsprechen. Der Grund: Von außen sind technische Hintergründe nicht immer ganz einfach zu durchschauen. Da aber die Analyse-Portale für viele User die wichtigste Bezugsquelle für Informationen sind, kommt die Ankündigung aus dem Hause CoinMarketCap in einem guten Augenblick.

Zwei wichtige Schritte zur Optimierung bis November

Was wird passieren? Die Plattform will umfassende Reformen in Angriff nehmen. Diese sollen auch direkt in Teilen realisiert werden, um die Rankings zu Coins wie Ethereum zu optimieren. Ein Beispiel, weshalb das Unternehmen scheinbar reagieren will: Ripple hatte mit einem Ende der Partnerschaft gedroht. Erste Überarbeitungen der analytischen Methoden sollen umgehend eingeführt werden. Falsche Umsatzdaten wiederum möchte der Betreiber ab Anfang November ausfindig machen und aus der Listung herausnehmen. Dass das Unternehmen auf Kritik von außen reagiert, liegt in der Natur der Sache. Denn die Coin- oder Wallet-Anbieter, die auf der Webseite auftauchen, sind auch Teil des monetären Netzwerks. Unzufriedenheit auf Besucherseite wiederum könnte die Abonnentenzahl kurzfristig sinken lassen. Die Redewendung, schlechte Presse sei ebenfalls willkommen, kann in diesem Zusammenhang nicht angeführt werden. Berichte über manipulierte Daten zu Umsätzen sind Abonnenten von CoinMarketCap schließlich ein Dorn im Auge.

Umstellungen werden an der Spitze wenig verändern

Die Konkurrenz am Markt wiederum ist groß, sodass sich der Betreiber etwas überlegen musste, um seine Position im Wettbewerb behaupten zu können. Schon Gerüchte über falsch wiedergegebene Marktdetails können die Besucherzahlen dramatisch reduzieren. Es bleibt spannend, wie die neuen Richtlinien bei Nutzern ankommen. Auf den vorderen 200 Plätzen sind nun Währungen mit eindeutig nachweisbarer Marktkapitalisierung mit ausreichend hohen Umsätzen am Markt zu finden. Erst danach sollen ab sofort Coins mit Marktkapitalisierung. Noch weiter hinten finden User jetzt Währungen, deren Marktkapitalisierung nicht „nachvollziehbar“ ist. Nutzer der Seite können nun bis Anfang November verdächtige Umsätze melden, die dann einer Überprüfung unterzogen werden. Auch der Anbieter selbst wird nach kritischen Datensätzen Ausschau halten, heißt es in der Stellungnahme. Diese vertrauensbildenden Maßnahmen werden aus Expertensicht an der Spitze der Coins rund um den Bitcoin oder Bitcoin Cash kaum Spuren hinterlassen. Fehler wie aus der Vergangenheit will man im CMC zukünftig noch aufwendiger als bisher verhindern.

Featured Image: Von igor moskalenko | Shutterstock.com

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