Mt. Gox Konkursverwalter verkauft 400 Mio. USD in Bitcoin und Bitcoin Cash

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Bitcoin

Wie heute durch eine offizielle Mitteilung des japanischen Anwalts und Konkursverwalter der Bitcoin-Börse Mt. Gox bekannt wurde, sind seit September 2017 durch den Verkauf von Bitcoin und Bitcoin Cash aus der Insolvenzmasse von Mt. Gox über 400 Millionen Dollar eingenommen worden.

Mt. Gox war seinerzeit die weltweit größte Börse für Bitcoins. Im Februar 2014 geschah der bislang größte Hack in der Kryptowährungsgeschichte. Rund 850.000 Bitcoin wurden von der Börse entwendet, woraufhin Mt. Gox seinen Betrieb kurze Zeit später einstellte. Die geschädigten Investoren und Geschäftspartner schauen seitdem in die Röhre. Von den 850.000 Bitcoin sind nur 200.000 wieder aufgetaucht. Die übrigen Bitcoin konnten hingegen nicht aufgefunden werden.


Der Wert der gestohlenen Bitcoins beläuft sich bei dem derzeitigen Bitcoin Kurs (bei rund 10.600 USD) auf über 2.1 Milliarden US-Dollar. Damit hat sich der Wert im Vergleich zum Zeitpunkt der Insolvenz mehr als verzwanzigfacht.

Dazu kommen außerdem u. a. noch die gleiche Anzahl von Coins der Hard Forks Bitcoin Cash und Bitcoin Gold. In Summe könnten damit eigentlich alle Investoren, in voller Höhe zum damaligen Preis entschädigt werden. Den Geschädigten wurde im Rahmen eines Urteils ein Schadensersatzanspruch in Höhe des Bitcoin Kurs zum Zeitpunkt der Insolvenz der Börse zugesprochen.

Verständlicherweise geben sich zahlreiche Kläger aber nicht mit dieser Summe zufrieden. Schließlich könnten Sie jetzt auch den zwanzigfachen Wert besitzen. Eine rasche Auszahlung ist daher noch immer nicht möglich.

Mt. Gox Treuhänder verkauft erste Bitcoin und Bitcoin Cash

Heute wurde nun bekannt, wie unter anderem auch Bloomberg berichtet, dass der Konkursverwalter von Mt. Gox, Nobuaki Kobayashi erste Einheiten von Bitcoin und Bitcoin Cash verkauft hat.

In der offiziellen Stellungnahme hat er bekanntgegeben, dass er seit Ende September über 400 Millionen USD durch den Verkauf von Bitcoin und Bitcoin Cash eingenommen hat. Dem Dokument zufolge hat er seit der letzten Gläubigerversammlung am 27. September 2017 etwa 35.000 BTC und 34.000 BCH verkauft. Der durchschnittliche Verkaufspreis für eine Bitcoin lag dabei bei rund 10.100 US-Dollar.

Kobayashi erklärte in der Stellungnahme, dass die Entscheidung die Kryptowährungen zu verkaufen durch das zuständige Gericht genehmigt wurde. Er habe versucht für den Verkauf der BTC und BCH einen möglichst hohen Gegenwert zu erzielen. Kobayashi besteht darauf zu versuchen alle BTC und BCC zu verkaufen, um die über 25.000 akzeptierten Forderungen von Gläubigern zu begleichen.

Der Großteil der Mt. Gox Bitcoin (rund 165.000 BTC), Bitcoin Cash, Bitcoin Gold, etc. sind aber noch immer im Besitz des Konkursverwalter Kobayashi. Wenn man über das Thema „Bitcoin-Wale“ spricht, sollte man diesen also nicht vergessen. Wobei von Kobayashi zumindest keine „absichtlichen“ Marktmanipulationen zu erwarten sind.


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2 KOMMENTARE

  1. Was für ein Idiot. Anstatt den Geschädigten die Rückerstattung in Bitcoin auszuzahlen drückt er durch den Verkauf den Bitcoin Preis und somit erhalten die Geschädigten noch weniger als Entschädigung. Bis diese ihr Geld nach dem Verkauf bekommen wird der Preis wieder deutlich gestiegen sein und sie werden für den ausbezahlten Betrag nur noch einen Bruchteil der Bitcoins erwerben können den sie bei einer direkten Auszahlung bekommen hätten. Ich würde vor Wut im Dreieck springen wenn ich davon betroffen wäre.
    Aber genau dieses Verhalten, der Bestimmung anderer über die Finanzen einiger, ist es das immer mehr Menschen in den Bitcoin und die Selbstbestimmung über ihre Finanzen treibt.

  2. Wahrscheinlich errechnet sich das Honorar aus dem Wert der Insolvenzmasse. Da Bitcoin und Bitcoin Gold kein direkter Wert zugewiesen werden kann, nachdem er seine Rechnung begründen kann, wird er sich entschieden haben die Coins zu verkaufen, womit er einen Wert definieren kann um seine Rechnung zu rechtfertigen. Die schon Geschädigten stehen nochmals als Verlierer da nur weil ein gieriger Anwalt den Hals nicht voll genug bekommen kann.
    Ein Bekannter von mir betitelt Anwälte immer als “ studierte Verbrecher“ Ich äußere mich dazu nicht weiter und lass das einfach mal so stehen.

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