Monero veröffentlicht Update, um ASIC Miner zu bekriegen

Das Entwicklerteam hinter der anonymen Kryptowährung Monero hat am Wochenende ein Update seiner Software veröffentlicht, die es unprofitabel machen soll mit ASIC Minern XMR zu minen. Damit macht Monero seine Androhungen gegenüber Bitmain wahr und schließt jegliche ASIC Miner aus dem Netzwerk aus, um die Dezentralität zu schützen.

Bereits Mitte Februar hatte der Core Entwickler Riccardo Spagni angekündigt, dass er und das Monero Team es nicht zulassen werden, dass ASIC im Monero Netzwerk eingesetzt werden und richtete sich mit dieser Drohung gezielt an Bitmain, die den ASIC Markt dominieren.

Bitmain ist in Krypto-Kreisen insbesondere deshalb so umstritten, weil sie mit ihren Mining-Pools rund 40 Prozent der gesamten Hash-Power im Bitcoin-Netzwerk einnehmen und damit den dezentralen Gedanken von Bitcoin aufweichen. Vor einigen Wochen hatte Bitmain außerdem eine ASIC Miner für Siacoin, ohne vorherige Absprache mit dem Entwicklerteam, von Siacoin veröffentlicht. Bitmain genießt daher einen eher negativen Ruf in der Kryptoszene.

Vor kurzem hatte Bitmain nun trotz der Warnung seitens Monero angekündigt, dass sie einen Antminer X3 produzieren werden, der speziell für den CryptoNight Algorithmus, d. h. insbesondere zum Minen von Monero, entwickelt wurde.

Da ASICs wesentlich leistungsstärker als normale Computer und Laptops sind, die derzeit zum Monero Mining mittels GPU (per Grafikkarte) oder CPU genutzt werden, besteht die Gefahr, dass die Hashrate des Netzwerkes durch ASICs dominiert wird. Für Miner mit allgemein einsetzbarer Hardware würde das Mining dann unrentabel werden. Außerdem würden professionelle Miner mit ASIC das Netzwerk kontrollieren können.

Genau das möchte das Monero Entwickler Team aber verhindern. Daher wurde vorgestern ein Update angekündigt, dass ASIC Miner und damit auch den Antminer X3 im Monero Netzwerk unbrauchbar macht.

Das Update des Proof-of-Work-Algorithmus soll mit der Hauptversion am 06. April 2018 veröffentlicht werden.

This major release is due to the April 6th network update, which in turn increases the minimum ring signature size, sorts inputs so as not to leak wallet choice by inference, and slightly changes the proof-of-work algorithm to prevent DoS attacks by ASICs.

In einem Reddit erklärt das Monero Team, dass man „anstatt nur einen ASIC mit einer Hard Fork zu zerstören, diese weiter ausnutzen kann, um jedem ASIC-Hersteller oder -Miner einen MASSIVEN FINANZVERLUST zu zuzufügen“.

Hierfür soll ein Konzept mit dem Namen „time-locked reward challenges “ verwendet werden. Der Algorithmus sperrt dabei die Mining-Belohnung zeitweise und erstellt dann die sogenannte „Nicht-ASIC“-Reward Challenge. Diese verteilt die Belohnung nur an CPU- und GPU-Miner, die die „Challenge“ bestehen und entsprechend des Algorithmus kein ASIC sind. ASIC investieren somit ihre Zeit und Stromkosten in das Monero-Mining, erhalten aber keine Belohnung.


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