Bitcoin-Mining-Bann in China: Wie sieht die aktuelle Lage aus?

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BitcoiN Mining

Wie lokale Medien aus China zuerst berichteten, traf sich die Zentralbank Chinas, die People’s Bank of China, bereits am 03.01.2018 und hielt eine geschlossene Sitzung ab, in der eine Abschaffung des Bitcoin-Minings innerhalb einer noch unbekannten Frist gefordert wurde. Mittel zum Zweck soll eine stärkere Regulierung des Energieverbrauchs von Mining-Unternehmen sein.

Damit hat die chinesische Regierung wohl eine „einfache“ Lösung gefunden, um der Mining-Industrie in China Herr zu werden. Zwar kann die chinesische Zentralbank nicht unmittelbar die Energieversorgung chinesischer Haushalte und Unternehmen steuern. Stattdessen hat sie wohl einen bequemeren Umweg gefunden. Die chinesische Zentralbank hat nämlich die nationale Aufsichtsbehörde für digitale Finanzen angewiesen, dass diese die lokalen Behörden der Provinzen anweisen soll, den Energieverbrauch von Mining-Firmen zu kontrollieren und ggf. auch einzuschränken.

Begründung für diese Maßnahme ist u. a. die Sicherung der Wertstabilität der chinesischen Landeswährung, über die die Zentralbank bestimmen kann. Durch die mögliche Beschränkung des Energieverbrauchs erhofft sich die chinesische Volkspartei sehr wahrscheinlich eine Reduktion des Mining-Ertrags und damit ein Einbrechen des chinesischen Mining-Marktes.

China ist momentan für einen Großteil der Mining-Power, insbesondere für Bitcoin, aber auch andere alternative Kryptowährungen verantwortlich. Hauptgrund hierfür sind die extrem günstigen Strompreise in einzelnen Provinzen von China, wie u. a. Sichuan und Yunnan. Aus diesem Grund haben sich zahlreiche Mining-Rechenzentren in diesen günstigen Provinzen von China angesiedelt.

Wie die chinesische Zeitung China Daily berichtet, sollen schon einige Mining-Firmen von lokalen Regierungen benachrichtigt worden sein, dass sie ihren Stromverbrauch begrenzen müssen. Ebenso sollen einige von ihnen daraufhin bereits die Verlagerung der Mining-Rechenzentren in andere günstige Ländern wie die Mongolei geplant haben.

Das Online-Portal qz berichtet, dass die chinesischen Mining-Unternehmen dazu verpflichtet werden sollen, monatlich, zum 5. eines jeden Monats, einen Bericht zum Stromverbrauch an die lokalen Medien zu übersenden. Sollte der Stromverbrauch aus Sicht der Kontrollbehörde zu hoch sein, kann diese eine Beschränkung für das Unternehmen aussprechen.

Das endgültige Ziel der Maßnahmen scheint es zu sein, die Mining-Unternehmen in China, auf lange Sicht zu einem geregelten Ausstieg aus dem Mining zu bewegen. Im letzten Jahr hatten bereits chinesische Behörden einen Initial Coin Offering (ICO) – Bann und einen Kryptowährungs-Börsen-Bann ausgesprochen, um die Begeisterung der chinesischen Bevölkerung für Kryptowährungen einzudämmen.

Folgt daraus die Dezentralisierung von Bitcoin-Mining?

Auf diversen Online-Plattformen und in Foren ist zu lesen, dass der Mining-Bann durchaus etwas Gutes mit sich bringen könnte: Nämlich die Dezentralisierung von Bitcoin-Mining durch wenige große chinesische Mining-Pools aufzuheben. Allein die fünf größten Bitcoin-Mining-Pools BTC.com, BTC.TOP, AntPool, SlushPool und ViaBTC stammen alle aus China und machen derzeit allein rund 75 Prozent der gesamten Mining-Power des Bitcoin-Netzwerks aus.

Mining Pools
Quelle: https://blockchain.info/pools

Wie Bloomberg berichtet, möchte Bitmain auf Singapur, die USA und Kanada ausweichen. BTC.TOP zieht es laut dem Bericht von Bloomberg nach Kanada, da es dort relativ niedrige Energiekosten und eine hohe politische und wirtschaftliche Stabilität gibt. ViaBTC möchte neue Geschäftsstellen in Island und den USA eröffnen.

Folglich scheinen alle großen Mining-Unternehmen sehr zeitnah auf die Maßnahmen zu reagieren und ihren Betrieb in alternativen Ländern weiterführen zu wollen. Inwieweit die geänderten Kostenstrukturen (Strom, Steuern, Mietkosten etc.) in den „neuen“ Ländern zu einer Verschiebung der Mining-Power führt, kann noch nicht beurteilt werden und wird sich in nächster Zeit noch zeigen.


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