Kursanalyse: Tops und Flops der Woche (KW 10) und Ausblick KW 11

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Fake News

Die vergangene Woche war für Investoren mal wieder eine zum Vergessen. Zum Redaktionszeitpunkt befinden sich lediglich sieben (eher unbekannte) Kryptowährungen der Top 200 nach Marktkapitalisierung, nämlich Credits (#130), SaluS (#126), MinexCoin (#110), ATMChain (#189), PayPie (#106), Emercoin (#81), Storj (#91) sowie der Stablecoin Tether im „grünen“ Bereich.

Die übrige 192 Kryptowährungen der Top 200 befinden sich mit 10 bis zu 50 Prozent im roten Bereich. Über die Gründe für den Crashs haben wir bereits in dieser Woche ausführlich berichtet.

Mögliche Gründe für den Krypto-Crash

Welcher der Gründe, an dieser Stelle noch einmal kurz aufgelistet:

  • Mt. Gox Konkursverwalter liquidiert Bitcoin und Bitcoin Cash
  • Ankündigung der SEC, dass Kryptowährungsbörsen unter das Bundeswertpapiergesetz fallen, sobald eine gehandelte Kryptowährung als Wertpapier eingestuft wird.
  • Vermeintlicher Binance Hack
  • Japanische Behörden gehen gegen 7 Krypto-Börsen vor.

den größten Einfluss hatte, ist nur schwer zu beurteilen. Schaut man sich die Stimmung auf diversen Social-Media Plattformen und Foren an, dann scheint der Mt. Gox „Sell Off“ dass am meisten diskutierte Thema zu sein. Unter anderem konnte man auf Twitter eine Chart-Grafik finden, die den zeitlichen Zusammenhang zwischen den Mt. Gox Bitcoin Verkäufen und den Kurseinbrüchen von Bitcoin beweisen soll.

Unserer Meinung scheint die Grafik aber sehr ungenau. So ist zu bedenken, dass im Dezember und Januar maximal 8.000 BTC auf einmal durch den Treuhänder verkauft wurden. Bei einem Circulating Supply von über 16 Millionen BTC scheint den Einfluss dieser Menge eher gering (auch wenn das gesamte Tradingvolumen sehr gering war). Aus unserer Sicht dürfen andere Faktoren, die den Crash im Januar verursacht haben könnten, nicht ausgeblendet werden. Außerdem ist zu beachten, dass der letzte Verkauf des Treuhänders (3 x 6.000 BTC) am 05. Februar stattfand. Der Crash erfolgte aber erst diese Woche, als die Pressemitteilung veröffentlicht wurde.

Unabhängig davon, welchen Einfluss die in Summe 35.000 verkauften BTC von Mt. Gox zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt hatten, bleibt aus unserer Sicht daher festzustellen, dass FUD – Fear, Uncertainty and Doubt (englisch für Furcht, Ungewissheit und Zweifel) – womöglich einen mindestens genauso großen Einfluss auf auf den Kryptowährungsmarkt hatten. Bei den Negativschlagzeilen war keine Nachricht dabei, die die Existenz von Kryptowährungen bedroht oder deren Technologie in Frage stellt.

Zur Beruhigung sei aber gesagt, dass Mt. Gox wahrscheinlich vorerst keine BTC bis zum 18. September verkaufen wird.

Im Gegensatz zu den zahlreichen Negativschlagzeilen sind diese Woche aber auch einige positive Nachrichten bekannt geworden, die eine voranschreitende Adaption von Kryptowährungen in den Mainstream zeigen.

So ist es in Australien nun möglich Bitcoin und Ethereum an insgesamt 1.200 Zeitungskiosken zu kaufen. Die taiwanesische Fluggesellschaft Far Eastern Brand hat angekündigt, Bitcoin und weitere Kryptowährungen bei der Buchung von Flügen als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Der südkoreanische Tech-Gigant Kakao hat ebenfalls angekündigt, in diesem Jahr die Bezahlung mit Kryptowährungen in den Kakao Apps einzuführen.

Weiterhin konnten einzelne Kryptowährungen, wie Stellar, TRON und Ethereum positive Nachrichten, Ankündigungen und Entwicklungs-Updates verkünden.

In Betracht aller Umstände ist es aus unserer Sicht nur eine Frage der Zeit, bis sich der Kryptowährungsmarkt von dieser Woche erholen wird. Getreu dem Motto „Buy the dip.“ bietet sich aus unserer Sicht daher eine sehr gute Möglichkeit, um entweder in den Kryptowährungsmarkt neu einzusteigen oder sehr günstig einzelne Kryptowährungen mit einem langfristigen Potential nachzukaufen.


Die Gewinner der Woche

In dieser Woche möchten wir an dieser Stelle von unserer gewohnten Darstellung der größten Gewinner der Woche absehen. Wie Eingangs geschrieben, befinden sich lediglich sieben Kryptowährungen plus Tether für die letzten sieben Tage im grünen Bereich. Diese Sieben müssen sich unserer Meinung nach erst noch beweisen. Daher möchten wir für die vergangene Woche den Fokus darauf legen, welche Kryptowährung die größten und beachtlichsten Entwicklungsfortschritte vermelden konnte.

Ethereum

Der für uns größte Gewinner dieser Woche (nicht chart-technisch) ist Ethereum. Auf lange Sicht und insbesondere auch in 2018 könnte für Ethereum ein vielversprechendes Investment sein. Bereits in den vergangenen Wochen gab es immer wieder erfreuliche Nachrichten zu den Entwicklungsfortschritten und Plänen von Ethereum.

Vor drei Wochen wurde die Gründung des „Ethereum Community Fund“ (ECF) ankündigt. Der ECF soll die Weiterentwicklung der Ethereum Infrastruktur und die Entwicklung von dezentralisierten Anwendungen auf der Ethereum Blockchain fördern und somit langfristig das Ethereum Netzwerk stärken. Diese Woche hat die Ethereum Foundation die Förderung von 13 Projekten mit einer Gesamtsumme von 2,5 Millionen Dollar bekanntgegeben.

Die größte Ankündigung kam diese Woche aber von Vitalik Buterin persönlich. Auf einer Konferenz erklärte er, dass „Casper“ und „Plasma“ bald veröffentlicht werden und Sharding auf der Entwicklungsagenda die höchste Priorität hat. Mit Veröffentlichung der drei sehnsüchtig erwarteten Upgrades könnte Ethereum seine Vormachtstellung gegenüber „Konkurrenten“, wie EOS, Stellar, NEM und NEO weiter ausbauen und einen riesigen Schritt durch Schaffung der technischen Voraussetzungen für die Verwendbarkeit im Mainstream, durch Millionen von Menschen machen.

Ethereum: Casper und Plasma kommen bald, Sharding hat höchste Priorität

Stellar Lumens

Ein ebenfalls sehr ambitioniertes Projekt mit zahlreichen vielversprechenden Upgrades ist Stellar Lumens. Die Ende Januar veröffentlichte Roadmap für 2018 und das Februar Round-Up sehen für 2018 die Veröffentlichung des Stellar Decentralized Exchange (SDEX) und die Implementierung des Lightning Netzwerks auf der Stellar Blockchain vor. Auf lange Sicht könnte Stellar in 2018 daher ein bei einem aktuellem Kurs von rund 0,23 Euro ein noch stark unterbewerteter Coin sein.

Stellar Lumens Update: Partnerschaften und Ziele für 2018




Die Verlierer der Woche*

Aus unserer Sicht lässt sich, gemessen an den wöchentlichen Kursverlusten diese Woche kein bestimmter Verlierer ausmachen. Der Verlierer der Woche ist für uns ganz klar der gesamte Kryptowährungsmarkt, der sich durch einige Gerüchte so stark verunsichern ließ, dass zeitweise über 100 Milliarden US-Dollar an Marktkapital verbrannt wurden.

Bitcoin Private 

Der zweite Verlierer der Woche ist für uns Bitcoin Private. Nachdem der ZClassic Kurs zeitweise im Januar auf 189 Euro pro ZCL gepumpt wurde, betrug der Kurs von ZClassic am 28. Februar, zum Zeitpunkt des Snapshots noch 93,37 Euro (rund 110 USD).

Der Bitcoin Private (BTCP) Kurs ist gestern laut den Daten unserer Kursübersicht bei rund 53,50 Euro (65,82 USD) gestartet und liegt aktuell bei 62,16 USD*. Investoren, die darauf spekuliert haben durch den Fork große Gewinne zu erzielen, werden mit diesem Preis wahrscheinlich eher enttäuscht sein.

bitcoin private Kurs
Quelle: https://coinmarketcap.com/currencies/bitcoin-private/

Ausblick auf die folgende Woche – KW 10

Auch in dieser Woche möchten wir in unserem Ausblick darüber informieren, welche Daten in der nächsten Woche wichtig werden könnten.

Digibyte

Vermutlich nächste Woche wird die Digibyte „One Click Miner“ Software veröffentlicht. Der One Click Miner soll den Einstieg in das Mining für Neulinge wesentlich erleichtern, indem die Software ein vorkonfiguriertes Setup bietet. Für den GPU-Miner muss man nur noch ein Mining-Pool auswählen und kann dann sofort mit dem Mining starten. Einen ersten Eindruck zur sehr einfach gehaltenen Benutzeroberfläche bietet der Screenshot der Beta-Version von Ende Februar.

Anhörung des US-Kongress: „Examining the Cryptocurrencies and ICO Markets“

Nächste Woche wird vor dem Financial Services Committee, einem Unterausschuss des US-Kongress eine weitere Anhörung zu dem Thema Kryptowährungen und ICOs unter dem Titel „Examining the Cryptocurrencies and ICO Markets“ geben. Als Zeugen vor dem Unterausschuss sollen am 14. März erscheinen:

  • Dr. Chris Brummer, Professor of Law, Georgetown University Law Center
  • Mr. Mike Lempres, Chief Legal and Risk Officer, Coinbase
  • Mr. Robert Rosenblum, Partner, Wilson Sonsini Goodrich & Rosati
  • Mr. Peter Van Valkenburgh, Director of Research, Coin Center

Laut der vorab veröffentlichten Mitteilung möchte der Unterausschuss einen weiteren Überblick über die Märkte für Kryptowährung und Initial Coin Offering (ICO) erhalten. Thema sollen die Möglichkeiten für Investoren und Unternehmen sein, um von Kryptowährung und ICOs zu profitieren. Außerdem soll der aktuelle Regulierungsansatz der Behörden, wie der Securities and Exchange Commission (SEC) untersucht werden.

Auch wenn keine bahnbrechenden Ankündigungen zu erwarten sind, könnte der Termin Hinweise dazu geben, wie sich die Regulierung in den USA zukünftig weiter gestaltet.


* Die Prozentangaben beziehen sich auf den Redaktionszeitpunkt


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