Kryptowährungen und Bargeldabschaffung: Wann werden die Euronoten eingezogen?

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Bargeldabschaffung

Bundesbankpräsident Jens Weidmann war vergangenen Donnerstag in Leipzig zu Gast um mit den Bürgerinnen und Bürgern über eine eventuelle Bargeldabschaffung zu diskutieren. Wir waren live vor Ort und haben Herr Weidmann wichtige Fragen in Bezug zu Bitcoin und der Blockchaintechnologie gestellt.

Seit geraumer Zeit mehren sich Gerüchte, dass langfristig das Bargeld abgeschafft werden soll. Diese sehr pikante Diskussion wurde nicht zuletzt erneut durch Schlagzeilen angeheizt das der 500€ Schein nicht mehr gedruckt werden darf (Abschaffung der Banknote bis Ende 2018 schreibt der Spiegel).

Bargeldabschaffung in naher Zukunft unwahrscheinlich

In vielen europäischen Ländern wurde eine Obergeldgrenze eingeführt mit denen Waren in Bar gezahlt werden dürfen. Diese Maßnahme soll laut Behörden die Geldwäsche eindämmen

Im Kernpunkt der Diskussion stand die Frage wie die Position der EZB zur Bargeldabschaffung ist. Laut Jens Weidmann „entscheiden die Menschen“ ob und wann es eine Abschaffung des Papiergeldes gibt. Weiterhin konstatierte Weidmann: „80 Prozent aller Transaktionen verlaufen mit Bargeld. Vom Volumen her macht das 50 Prozent aus“. Weiterhin seien die Deutschen sehr bargeldaffin und aus Sicht von Experten noch lang nicht für einen Schritt in die Bargeldlose Gesellschaft bereit.

Argumente gegen eine Abschaffung sind aus der Sicht der Bürger ganz klar die damit einhergehende 100%tige Gläsernheit jedes einzelnen Menschen. Durch diesen Schritt wäre es möglich Daten zu sammeln über jeden einzelnen Kauf der getätigt wird. Dadurch würden neuen Daten über das Konsumverhalten entstehen mit denen Unternehmen wie Facebook und co. noch gezielter Werbung erstellen könnten.

Die Sichtweise der Bundesbank zu Kryptowährungen

Wir haben Herr Weidmann gefragt ob Kryptowährungen wie Bitcoin auf lange Sicht die Banken ablösen könnten und welche Chancen er in der Technologie der Blockchain sieht. Seine Antwort auf die erste Frage war sehr deutlich und klar formuliert. Sowohl er selbst als auch die EZB sehen „keine Gefahr in der Frage der Monopolstellung über das Geld“.

Bitcoin eigne sich seiner Meinung nach sehr gut um für den „schmalen Taler“ einen Gewinn mit nach Hause zu nehmen. Eine kurze Umfrage in der Leipziger Kuppelarena der Leipziger Volkszeitung zeigte, dass außer uns noch niemand mit Bitcoin oder weiteren Kryptowährungen alltägliche Geschäfte getätigt hat.

Dennoch sehe er in der Blockchaintechnologie eine riesige Chance die maßgeblich den zukünftigen Finanzmarkt beeinflussen kann. Die Bundesbank forsche derzeit ebenfalls an einer virtuellen Umgebumg mit denen Transaktionen in Echtzeit abgewickelt werden können.

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