Kin forked Stellar und entwickelt eigene Blockchain ohne Transaktionsgebühren

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kin
Quelle: https://medium.com/kinfoundation/kin-stellar-ethereum-new-info-on-our-blockchain-infrastructure-2fb4882dbd75

Die vor allem in den USA beliebte Messaging-App Kik hat vermeldet, dass sie ihren Plan den Kin-Token sowohl auf der Ethereum als auch auf der Blockchain von Stellar zu veröffentlichen, verworfen hat. Stattdessen wird Kik die Stellar Blockchain forken und eine eigene Blockchain entwickeln.

Das Ziel von Kik ist es, ihre milliardenschwere Messaging App mit über 300 Millionen Nutzern in ein Ökosystem auszubauen, in dem Menschen digitale Dienste für ihr tägliches Leben austauschen können. Der Token, der dieses Ökosystem antreibt, heißt Kin.

In einem Medium Post hat das Unternehmen hinter dem Kik Messenger am gestrigen Dienstag bekanntgegeben, dass es die Stellar Blockchain forken wird (frei übersetzt):

Kins Mission besteht nicht einfach darin, die digitale Welt besser zu machen, sondern sie wirklich gut zu machen. Wie würde das aussehen? Es wäre ein Ort, der fair, transparent, zugänglich ist und Zusammenarbeit gegenüber Wettbewerb und Besitz, privilegiert.

Der Fork scheint der krönende Abschluss eines monatelangen Kampfes der Entwickler von Kin, eine geeignete Plattform zu finden, die den Anforderungen der Kik Messenger Plattform genügt. Insbesondere die Skalierbarkeit auf mehrere Millionen aktive Nutzer, sowie die Transaktionskosten scheinen der Knackpunkt gewesen zu sein, weshalb sowohl Ethereum als auch Stellar nicht in Frage kamen.

Ursprünglich hatte Kik geplant, Kin als ERC-20-Token zu strukturieren. Jedoch waren die Entwickler enttäuscht von der Skalierbarkeit und Transaktionsgeschwindigkeit von Ethereum.


Wie Kik in einem Medium Post Ende März mitgeteilt hatte, wollte das Unternehmen zuletzt das Projekt auf zwei Blockchains realisieren. Ethereum sollte für die Liquidität des Tokens genutzt werden und Stellar für die Transaktionen. Das Konstrukt sollte sich so gestalten, dass die App auf Ethereum Basis gestartet wird und die Transaktion auf Basis von Stellar (mittels Lightning) stattfinden. Der „Tausch“ zwischen beiden Blockchains sollte mithilfe von Atomic-Swaps realisiert werden, die es ermöglichen sollten verschiedene Kryptowährungen über Blockchains hinweg zu wechseln. Insgesamt sollten 10 Billionen Kin Token in ERC20 Format und 10 Billionen Kin-Stellar-Token ausgeben werden. Sofern zu einer Zeit ein Token beispielsweise als ERC-20-Token existiert hätte, hätte dieser zur gleichen Zeit nicht als Stellar Token existieren können. Der Token wäre „auf der anderen Seite“ gesperrt gewesen, sobald der ERC-20 Token die Kik App verlässt.

Aber auch dieses Konstrukt schien den Anforderungen der Entwickler nicht zu genügen (frei übersetzt):

Anstatt Kryptos als Investmentvehikel zu betrachten, entwickeln wir ein neues Modell, in dem Kryptos so oft und so oft wie möglich verwendet werden können. Aktuelle Blockchains sind nicht darauf ausgelegt, die Menge von Transaktionen, mit denen wir arbeiten, zu bewältigen. Daher haben wir beschlossen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und unsere Eigene zu bauen.

In dem Medium Post führt das Unternehmen seine Entscheidung weiter aus (frei übersetzt):

Nachdem wir die Alternativen in Betracht gezogen hatten, entschieden wir uns, dass jede Lösung, die uns schließlich dazu zwingen würde, zu Stellars MainNet zurückzukehren, die gleichen Probleme haben würde. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschlossen, eine eigene Blockchain zu entwickeln – die Kin Blockchain.

Das Hauptproblem für den Kin-Token mit Stellar besteht darin, dass eine Transaktion noch immer einen kleinen Betrag kostet und das dieser in Lumen, der nativen Kryptowährung von Stellar bezahlt werden muss. Kiks Anforderung ist, dass Transaktionen nichts kosten. Dies ist deshalb so wichtig, weil Kik das Ziel für seine Kryptowährung verfolgt Micropayments zu realisieren, z. B. für private Chats, digitale Geschenke und personalisierte Fotos.

Da Kik den Kin-Token auf der Codebasis von Stellar entwickeln wird, beabsichtigen die beiden Entwicklungsteams, ihre Partnerschaft fortzusetzen, von der die beiden glauben, dass sie beiden Projekten auf lange Sicht zugute kommen wird.

Unser Ziel ist es, dass Kin die am meisten genutzte Kryptowährung der Welt ist und dies wird uns schneller dorthin bringen.

 


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