Kapazität des globalen Bankensystems für Krypto: Experten schätzen auf $1,2 Billionen

Über $1,2 Billionen – das ist die potenzielle Wachstumskapazität von Krypto-Assets im globalen Bankensystem in den kommenden Jahren. Die Experten des ICOBox Blockchain Research Center (IBRC) beruhen ihre Schätzung auf den Empfehlungen von internationalen Regulatoren an Banken, welche am Handel mit Kryptowährung-Assets interessiert sind.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) legte kürzlich den maximalen Anteil der Krypto-Assets am Gesamtkapital der Landesbanken fest: Er sollte 4% nicht übersteigen. Die Schweiz arbeitet eindeutig darauf hin, einer der führenden Akteure in der Krypto-Industrie zu werden, welcher von Regierungen als Vorbild in der Verwaltung von Bankensysteme gesehen wird. Aufgrund dieser Entwicklung könnte der Ansatz der FINMA auch der Goldstandard anderer internationaler Finanzinstitutionen werden.

Um das maximale Volumen der weltweiten Krypto-Assets einschätzen zu können, stützten sich die Experten des IBRC auf das jährliche Rating der 100 weltweit größten Banken. Sie analysierten die Zahlen alle Kreditinstitute, welche sich in für den Kryptowährungsmarkt interessanten Nationen befinden. Dazu zählen beispielsweise die Vereinigten Staaten, Japan, Südkorea, die Schweiz und Australien. Auf diese Weise kamen die Experten auf $30,354 Billionen. Das geschätzte Maximalvolumen von Krypto-Assets, welches 4% dieser Summe nicht überschreitet, liegt demnach bei $1,214 Billionen. Diese Berechnung schließt China aus, obwohl die Banken dieses asiatischen Staates die ersten vier Plätze im Rating einnehmen. Die chinesischen Behörden zeigten sich nämlich in letzter Zeit überaus ablehnend gegenüber Kryptowährungen und ICOs.

„Diese Zahl, $1,2 Billionen, ermöglicht es uns, das potentielle Volumen von Krypto-Assets im globalen Bankensystem über die nächsten 2-5 Jahren einzuschätzen. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von $223 Milliarden wird der Kryptomarkt einige Jahre benötigen, um diesen Kapitalbetrag aufzunehmen. Und wenn es allen Banken der Welt plötzlich möglich wäre, bis zu 4% in Krypto-Assets auf ihren Konten zu halten, würde dies womöglich zur „Wiederauferstehung“ von Bitcoin führen“,

sagt Anar Babaev, Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter von ICOBox.

IBRC-Experten sind der Meinung, dass weitere Faktoren der Entwicklung von Kryptowährungen und der Blockchain-Industrie Momentum verleihen könnten. Zu diesen zählt der voraussichtliche Markteintritt von institutionellen Investoren und großen Unternehmen. Diese haben ihren Börsengang vollzogen, jedoch den Schritt in Richtung Blockchain und in Richtung Verlagerung der Entwicklung des digitalen Devisenmarkts weg von Utility-Tokens und ICOs und hin zu Sicherheits-Tokens, Security Token Offerings (STOs) und Composite Token Offerings (CTOs) (also Verkäufe von „universellen“ Tokens, welche die besten Eigenschaften von Utility- und Security-Tokens kombinieren) noch nicht gewagt. Der Markt wird ebenfalls an Stabilität zulegen und wird für die Akteure attraktiver werden, sobald hoch entwickelte, legal regulierte Produkte vorgestellt werden. Sobald diese Vorhersagen eintreten, können wir einen zweiten Aufschwung des Krypto-Markts erwarten – und dieser Aufschwung hat das Potential, global und von langer Dauer zu sein. Und zu diesem Zeitpunkt wird klar werden, ob der Markt in die festgelegten 4% passt oder ob er diese festgelegte Grenze überschreitet.

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