Iran will Bitcoin Minern zunehmend den Kampf ansagen

Nach China und einigen anderen Staaten schieben nun auch iranische Behörden verstärkt dem Mining von Kryptowährungen einen Riegel vor.

Mining-Firmen: in Iran ein ungebetener Gast?

Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Engagement im Bereich des Bitcoin Mining und Schürfens anderer digitaler Währungen wieder zulegen würde. Kürzlich berichteten wir über den deutlichen Anstieg beim Bitcoin Mining Difficulty. Schon im April dieses Jahres wurde darüber spekuliert, ob es ein Mining-Verbot in der Volksrepublik China geben wird. Nur wenige Staaten weltweit präsentieren sich beim Thema Mining so richtungweisend wie Kanada. Die Provinz Quebec hatte vor einiger Zeit nämlich selbst Maßnahmen ergriffen, um durch die Bereitstellung günstigen Stroms selbst von Mining Aktivitäten wirtschaftlich zu profitieren. Das Gegenteil dieser Öffnung für den Kryptomarkt zeichnet sich nicht nur in Indien ab, wo Kryptoverbote mit entsprechenden Auswirkungen aufs Mining im Gespräch sind. Auch iranische Behörden ergreifen verstärkt Maßnahmen gegen Mining-Farmen. Mining gewinnt weltweit nach einer Ruhephase an Bedeutung. Der Grund sind die deutlichen Kursgewinne. Vor allem der Bitcoin eilte zuletzt von einem Rekord zum nächsten.

Erste Maßnahmen mit durchschlagendem Erfolg

Dass ausgerechnet im Iran Mining-Firmen den Betrieb in der nahen Vergangenheit aufnahmen, liegt am preiswerten Strom im Land. Doch den Akteuren will die Regierung über die verschiedenen behördlichen Einrichtungen sozusagen das Handwerk legen. Behörden arbeiten derzeit an der Umsetzung staatlicher Vorgaben zur Schließung der Anlagen. Insbesondere den hohen Stromverbrauch nennen die Behörden als Grund für die Interventionen. Laut dem iranischen Energieministerium sei im gerade abgeschlossenen Monat Juni ein Verbrauch aufgetreten, der 7 % über den normalen Durchschnittswerten lag. Ob der gestiegene Energieverbrauch tatsächlich auf Mining zurückgeführt werden kann, ist dabei gar nicht sicher. Als Argument für die Eingriffe reichte den Behörden bereits die Vermutung. In der letzten Juniwoche haben sie scheinbar zwei Einrichtungen geschlossen, in denen sich Miner eingerichtet hatten. Etwa 1.000 Rechner sind angeblich konfisziert worden.

Zuvor hatte der iranische Energieversorger bereits klare Warnungen ausgesprochen. Sie besagten, dass Mining über das Stromnetz des Staates widerrechtlich sei. Den Worten lassen die staatlichen Einrichtungen nun also zunehmend Taten folgen.

Baldiges Umdenken beim Kryptothema wegen internationaler Sanktionen?

Auch weitere illegale Miner sollten sich auf Probleme vorbereiten, heißt es in den Meldungen. Im Land gibt es wohl einen regelrechten Mining-Boom als Resultat aus günstigem Strom und steigenden Krypto Kursen. Zukünftig könnte es dazu kommen, dass der Staat Mining zwar zulässt, den Minern aber nur noch Strom ohne Subventionen zur Verfügung stellt. Genaue Pläne gibt es allerdings noch nicht. Interessant: Zahlreiche Miner im Iran scheinen aus China zu stammen, wo wie gesagt die Rahmenbedingungen erheblich verschärft wurden. Die iranische Zentralbank übrigens hatte Banken und anderen Dienstleistern der Finanzbranche erst im Frühjahr Bitcoin Käufe und den Handel insgesamt verboten. Beobachter rechnen allerdings in Zukunft mit mehr Freiheiten, da das Land verstärkt mit Auslandssanktionen hadert. Kryptowährungen wie Litecoin oder Monero könnten genutzt werden, um Sanktionen zu umgehen.

Featured Image: Von Grindi | Shutterstock.com

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