Hardware Wallet Test 2017: Die besten physischen Geldbörsen im Vergleich

Hackerangriffe auf Krypto-Börsen und Online-Wallets sind keine Seltenheit! In der Vergangenheit sind selbst schon größere Anbieter wie Poloniex, Bitfinex und Bithump Opfer von groß angelegten Hackerangriffen geworden. Nicht zu vergessen ist auch der DAO-Hack, der zur Abspaltung von Ethereum-Classic führte. Aber auch Online-Wallets sind nicht sicher vor Hacking: So wurde im Juni 2017 das beliebte ethereum-wallet.net -Wallet gehacked und über 3000 Ether entwendet.

Ziel dieser Angriffe ist es stets deine im Online-Wallet befindlichen Kryptowährungen zu stehlen. Einige dieser Beispiele sind zwar glimpflich abgelaufen und die Hacker konnten „nur“ persönliche Daten stehlen. Andere Beispiele haben nicht so „gut“ geendet. So wurde beispielsweise Bitfinex im August 2016 Opfer eines Hackerangriffs. Bei diesem wurde bei einer großen Anzahl von Kunden das gesamte Konto leer geräumt. Insgesamt wurden damals über 72 Millionen Dollar gestohlen. In der Folge hat Bitfinex sich dazu entschieden den Verlust „gerecht“ aufzuteilen alle auf der Börse befindlichen Konten verloren 36 Prozent ihres Guthabens!

Da es zukünftig sehr wahrscheinlich weitere Angriffe auf Börsen und Online-Wallets geben wird, solltest du unserer Ansicht nach ernsthaft darüber nachdenken dir ein Hardware-Wallet zu zulegen. Hardware Wallets sind derzeit das sicherste Mittel, um Kryptowährungen aufzubewahren und vor Hackingangriffen, Malware oder Viren zu schützen.

Die physischen Geldbörsen haben den entscheidenden Vorteil, dass wirklich nur du als Besitzer den privaten Schlüssel kennst und besitzt. Sie sind ein in sich geschlossenes System, wo ohne Kontrolle und Freigabe weder Daten nach „drinnen“ oder nach „außen“ gelangen können. Nur mittels Private Key freigegebene Transaktionen können aus dem Wallett heraus zur Blockchain. Außerdem sind die physischen Geräte durch einen PIN und einen zweiten Faktor sicherbar – 2-Faktor-Autorisierung an (2FA).

Die Hardware Wallets sind meist nicht größer als ein USB-Stick und bieten je nach Hersteller/ Modell die Möglichkeit verschiedene Coins aufzubewahren. In der nachfolgenden Tabelle möchten wir dir eine Übersicht über die Modelle in unserem Test sowie die unterstützten Kryptowährungen geben. Darunter folgen die einzelnen Testberichte.

 
ModellLedger Nano STrezorBitcoin Stick OpendimeDigital Box
AnschlussUSBUSBUSBMini-USB, USB
2 FA JaJaNein Ja
HerstellerLedgerSatoshiLabsOpendimeDigital Box
Open SourceNein Ja JaJa
BildschirmJaJaNeinNein
Unterstütze WährungenBitcoin, Bitcoin Cash,
Bitcoin Gold, Ethereum,
Ethereum Classic, Litecoin,
Dogecoin, Zcash,
Dash, Ripple, NEO,
Stratis, Hello,
Komodo, POSW,
Ark, Expanse,
Ubiq, PIVX, Vertcoin, Viacoin, Stealthcoin,
Stellar Lumen, ERC-20 Token, HCash, Digibyte, Qtum
Bitcoin, Bitcoin Cash,
Ethereum, Ethereum
Classic, ZCash,
Litecoin, Namecoin,
Dogecoin, Dash,
ERC-20 Token
BitcoinBitcoin,Ethereum, Ethereum Classic, ERC-20 Token
Preis69,60€104,00€20,00€54,00€
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Testbericht: Ledger Nano S

Ledger Nano S Hardware WalletLedger wurde 2014 gegründet und ist spezialisiert auf Sicherheits- und Infrastrukturlösungen für Kryptowährungen und Blockchain-Anwendungen. Mit einem Team von über 80 Mitarbeitern in Paris, Vierzon und San Francisco entwickelt Ledger diverse Produkte und Dienstleistungen zur Absicherung von Kryptowährungen für Einzelpersonen und Unternehmen. Den meisten Leuten bekannt ist die Firma wohl aufgrund der hergestellten Hardware-Wallets. Hiervon wurden laut Firmenwebseite bereits 420.000 verkauft. Momentan werden das Ledger Nano S und der Ledger Blue angeboten.

Bevor wir zur Erklärung der Bedienung kommen, möchten wir zunächst die für dich wahrscheinlich interessantesten Fragen klären:

Die Systemvoraussetzungen für das Ledger Nano

Der Ledger Nano S ist mit den gängigen Betriebssystemen kompatibel:

• Windows (7+)
• Mac (10.8+)
• Linux
• und Chrome OS.

Voraussetzung bei allen Betriebssystemen ist ein installierter Chrome Browser. Außerdem wird ein USB-Port vorausgesetzt. Weitere Anforderungen bestehen nicht. Damit sollte das Hardware-Wallet von Ledger wirklich für (fast) jeden geeignet sein.

Für die Verbindung mit einem Android Smartphone ist ein besonderer OTG Adapter notwendig, das du aber problemlos bei Amazon findest.

Welche Kryptowährungen kann ich mit dem Ledger Nano S verwalten?

Ledger Nano S Währungen

Lieferumfang

Im Lieferumfangist alles enthalten was du braucht (außer OTG-Adapter):
• Ledger Nano S
• USB-Kabel
• Bedienungsanleitung
• Recovery Sheet für die Eintragung des Recovery Seed
• Umhänge-Band

Die Einrichtung des Hardware Wallets

Die Ersteinrichtung des Ledger Nano S ist denkbar einfach. Die „Getting Started“ – Anleitung verweist dich auf die Firmenhomepage, wo du eine detaillierte Schritt für Schritt findest. Da die Schritte wirklich sehr gut erklärt sind und wir dich nicht mit den Details langweilen wollen, möchten wir diese nur ganz knapp beschreiben:

  1. Den Ledger Nano S mittels USB Kabels mit dem Computer verbinden. Alternativ kannst du für eine höhere Sicherheit auch per gängigen USB-Steckdosenadapter (beispielsweise von deinem Smartphone) das Wallet an eine Steckdose anschließen.Ledger Nano S Test
  2. Auswahl als „New Device“ bei Ersteinrichtung und PIN-Code (4-8 Ziffern) vergeben: Dieser muss bei jedem Einschalten des Gerätes eingegeben werden und sichert das Hardware Wallet vor unbefugter Benutzung. Aus Sicherheit muss der PIN noch ein zweites Mal bestätigt werden („Confirm your pin code“).Hardware Wallet Test
  3. Recovery Seed festlegen und notieren: Der Recovery Seed ist ein 24 Wörter Sicherheitsschlüssel („Recovery Seed“) den du benötigst, um das Hardware Wallet wiederherstellen zu können (egal auf welchem Ledger Gerät), wenn das Gerät defekt ist oder du den PIN-Code falsch eingibst. Praktischerweise liefert Ledger das Recovery-Sheet auf dem der Sicherheitsschlüssel zur Aufbewahrung notieret werden kann. Wichtig: Die Wörter müssen in der richtigen Reihenfolge sein. Empfehlenswert ist auch den Seed nur für den Notfall noch wo anders zu notieren, da eine Wiederherstellung des Wallets nur mittels des Seeds möglich ist.Ledger Testbericht

Nach Bestätigung ist das Gerät bereits fertig konfiguriert und kann benutzt werden. Weiterhin musst du noch die Ledger Software auf deinem PC installieren, um dann Apps auf dem Ledger Nano S installieren zu können.

Um die Apps dann auch verwalten zu können, fehlt noch ein letzter Schritt. Du musst die Google Chrome Erweiterung „Ledger Manager“ über Chrome herunterladen und installieren. Nach der Installation siehst du dann eine Auflistung mit allen vorhandenen Apps für die oben genannten Kryptowährungen.

Apps auf dem Wallet installieren

Auf dem Ledger Nano S sind bereits ein paar Apps vorinstalliert. Auf der Ledger-Webseite werden derzeit folgende externe Wallets angeboten:

Ledger Wallets

Neben den Kryptowährungen gibt es auch andere interessante Apps, wie:

  • Fido U2F: Damit kannst du deinen Ledger Nano S als zweiten Faktor bei einer Zweifaktor-Autorisierung bei diversen Diensten nutzen.
  • einen SSH Agenten: Programm mit dem man eine verschlüsselte Netzwerkverbindung mit einem entfernten Gerät herstellen kann
  • einen GPG Agenten: freies Kryptographiesystem zum Ver- und Entschlüsseln von Daten

Der Ledger Nano S bietet Speicherplatz in Höhe von 320 Kilobyte. Dies reicht für fünf verschiedene Apps. Solltet dir das nicht ausreichen, kannst du über den Ledger Manager Apps deinstallieren. Sobald du sie wieder benötigst, kannst du die App einfach wieder neuinstallieren. Deine gehen dabei nicht verloren solange du den Seed hast.

Test: Ripple mit dem Ledger Nano S versenden und empfangen

Transaktionen sind mit dem Nano S ebenfalls super leicht zu erledigen. Die Transaktion von einem anderen Wallet (z. B. Online-Wallet) erfolgt wie bei jedem anderen Wallet auch. Du gibst die Zieladresse ein und nach einer gewissen Zeit kannst du deine Bitcoin , Ether oder auch Ripple etc. im Ledger Wallet des Nano S sehen.

Wenn du eine Kryptowährung aus dem Nano S woanders hin versenden, klickt du oben im Leder Wallet Menü auf den „Pfeil nach oben“ und kannst dort die dir bekannten Daten eingeben:

Ripple versenden

Die Transaktionsgebühr ist bei mir für 100 Ripple 0,001325 XRP. Nachdem du den „Send“ Button gedrückt hast, werden die Transaktionsdaten auf dem Ledger Nano S noch einmal zur Kontrolle angezeigt. Nach der Freigabe erscheinen sofort die Daten im Webinterface  zur Kontrolle. Bei mir hat es nun wenige Sekunden gebraucht bis die Ripple auf der Zieladresse angekommen sind. Fazit: Die Transaktion funktioniert einfach und super schnell. Alle Schritte sind vollkommen selbsterklärend.

Seitens des Herstellers gibt es auch 2 Tutorial Videos, wie du Ethereum und Bitcoin versendest. Das Bitcoin Video möchtet wir dir hier noch einmal exemplarisch zeigen:

Sicherheit

Das Thema Sicherheit hat bei Ledger oberste Priorität. Das Hardware Wallet ist quasi zu jeder Zeit autark, d. h. egal ob der angeschlossene Rechner mit Viren oder Malware befallen ist oder sich in einem öffentlichen Netzwerk befindet, die Schadsoftware soll laut Aussagen des Herstellers nicht an den Inhalt deines Wallets herankommen. Alle Transaktionen müssen zwingend vom Nano S verifiziert und von dir über das Display und die Buttons validiert werden.

Der Recovery Seed wird von dir direkt auf dem Hardware Wallet von Ledger eingegeben, sodass Keylogger die deine Tastatureingaben abfangen können, keine Chance haben den Seed zu erspähen.

Die von dir heruntergeladenen Apps können laut Aussage von Leger ebenfalls keinen Schaden anrichten. Das Ledger Nano S basiert auf BOLOS – Blockchain Open Ledger Operating System, dass von Ledger entwickelt wurde. BOLOS ist ein Framework zum Erstellen von Quellcode für Anwendungen auf portablen Geräten. Dieses garantiert, dass neu installierte Drittanbieter-Anwendungen völlig isoliert laufen und keine Zugriff auf andere Anwendungen haben (um beispielsweise Coins aus den anderen Anwendungen zu stehlen).

Der Sicherheits-PIN gewährleistet, dass das physische Gerät durch die autorisierte Person benutzt werden kann. Vor jeder Benutzung muss der vier bis acht Ziffern lange PIN eingegeben werden. Für eine erhöhte Sicherheit bietet das Ledger Nano S auch die Möglichkeit eines „Shuffle Pins“. Dabei wird die Startzahl des PINs jedes Mal geändert und es wird verhindert, dass Fremde anhand der Fingerbewegung den PIN erraten können.

Außerdem gibt es in größeren aber regelmäßigen Abständen Firmware-Updates, mit denen neue Apps unterstützt und eventuelle Bugs behoben werden.

Fazit

Ich bin mit meinem Ledger Nano S sehr zufrieden. Alle Transaktionen haben problemfrei funktioniert. Mit einem Preis von derzeit (Stand 11/2017) nur 69,60€ + 14,58 Euro für den Standardversand direkt beim Hersteller Ledger oder ca. 90,00 Euro bei Amazon liegt der Preis im unteren Mittelfeld. Aus unserer Sicht ist das Ledger Nano S auf jeden Fall seinen Preis wert da es dir die Möglichkeit gibt eine große Vielzahl von verschiedenen Coins auf einem Hardware Wallet zu verwalten.

Kleines und einziges Manko ist aus unserer Sicht die begrenzte Speichergröße für Apps, die mit 320 Kilobyte „nur“ Platz für etwa 5 Apps gleichzeitig bietet. Im Vergleich: Der Ledger Blue (für mehr als 500€) hat eine Speicherkapazität von 480 Kilobyte sodass unserer Meinung nach eine Mehrinvesttion von über 200€ sich nicht wirklich lohnen würde. Ihr seid mit dem Ledger Nano S wirklich gut beraten.

Ledger Nano S - The secure hardware wallet

Trezor Hardware Wallet im Praxistest

Das Trezor Wallet ist mit rund 90€ etwas teurer als das Ledger Nano S und zählt ebenfalls zu den von uns getesteten Hardware Wallets. Die Produkte von Trezor werden seit Mitte August des Jahres 2014 verkauft und können auf eine mehr als dreijährige Verkaufserfahrung zurückschauen.

Lieferumfang des Trezor Pakets

Wenn ihr das Trezor Wallet kauft erhaltet ihr folgende Komponenten:

  • Trezor Wallet
  • USB-Kabel
  • Bedienungsanleitung
  • 2 Recovery Sheets für die Eintragung des Recovery Seed
  • Umhänge-BandTrezor Aufkleber

Trezor Hardware Wallet

Systemanforderungen für die Trezor Software

Die Systemsoftware von TREZOR kann auf folgenden Betriebssystem genutzt werden:

  • Windows
  • Linux
  • Mac
  • Android Betriebssystem

Diese Kryptowährungen werden von Trezor unterstützt

Die wohl wichtigste Frage beim Kauf dieses Produktes ist natürlich welche Kryptocoins überhaupt unterstützt werden. Folgende Währungen werden unterstützt:

Hierbei ist jedoch anzumerken das nicht alle Währungen von der Trezor Software direkt unterstützt werden, sondern bei einigen eine Drittanbietersoftware installiert bzw. genutzt werden muss.

Folgende Software bzw. Apps könnt ihr auf dem Trezor installieren / mit dem Trezor nutzen:

  • Copay
  • Electrum
  • MyEtherWallet
  • Mycelium
  • MultiBit
  • ArcBit
  • Coinmap
  • Encompass
  • wordpress
  • Bitstamp
  • und viele weitere.

Die Einrichtung des Trezor Wallets

Eine ausführliche Anleitung auf deutsch gibt es direkt beim Hersteller. Hier muss die Trezor Software heruntergeladen werden über die ihr dann mit dem TREZOR kommuniziert.

Die TREZOR Bridge Software zeigt euch eine intiutive Oberfläche mit der ihr dann Kryptowährung auf das Wallet senden und wieder abheben könnt. Die Einrichtung des TREZORS funktioniert sehr einfach in wenigen Schritten:

  1. Zuerst muss der Trezor entweder mit mitgelieferten USB-Kabel an deinen PC oder per OTP-Adapter an das Handy angeschlossen werden. Außerdem muss eine Internetverbindung vorhanden sein. Anschließend wird die Firmware auf dem Trezor automatisch aktualisiert. Damit dies reibungslos passieren kann, müsst ihr auf diese Seite gehen. Wenn dieser Schritt abgeschlossen ist, muss die Gerätebzeichnung auf der Trezorseite eingegeben werden. Diese findest du auf der Rückseite deiner Verpackung.
  2. Jetzt müsst ihr einen PIN vergeben so wie einen Seed aufschreiben. Dieser Seed ist das Passwort und der heilige Schlüssel zu eurem TREZOR, deswegen darf dieser nicht irgendwo online oder auf eurer Festplatte gespeichert werden da im Zweifelsfall darauf zugegriffen werden kann.
  3. Jetzt ist es bereits möglich auf die hier aufgeführten Währungen zuzugreifen.

Bitcoin Trezor AdresseWenn ihr jetzt auf eine beliebige Währung klickt dann wird dem TREZOR mitgeteilt das er die richtige Währung einstellen soll. Anschließend klickt ihr in der Weboberfläche auf Aktualisieren und innerhalb weniger Sekunden befindet ihr euch dann in der jeweiligen Oberfläche der von euch ausgewählten Währung.

Ethereum Classic auf den TREZOR schicken

Damit wir Ethereum Classic auf das Wallet schicken können müssen wir uns zuerst bei myetherwallet.com anmelden und dort TREZOR auswählen:

Myetherwallet Trezor

Danach kannst du auswählen welches Konto du benutzen möchtest. Jetzt habe ich mir die Kontoadresse geholt und schicke genau dort hin meine Ethereum Classic. Hierbei ist es direkt möglich aus bis zu 5 verschiedenen Ethereum Classic Adressen auszuwählen.

Bei anderen Währungen wie Bitcoin, Dash oder Litecoin ist es ebenfalls möglich weitere Adressen zu erstellen. Die Ether Classic waren nach ca. 2 Minuten auf dem TREZOR angekommen:

Wenn ich jetzt meine Ethereum Classic, oder auch jede andere Kryptowährung vom TREZOR aus verschicken will, dann muss ich jede Transaktion manuell per Hand auf dem Trezor bestätigen. Nur dann wird die Transaktion auch freigegeben. Das folgende Popup sagt mir das ich die weiteren Informationen auf dem TREZOR Display befolgen soll.

Jetzt wird die Zieladresse auf dem Trezor angezeigt und die Option die Transaktion entweder zu bestätigen oder abzubrechen. Jetzt drücke ich auf „Confirm“ und die Transaktion wird abgeschickt. Das funktioniert alles problemlos und direkt.

Das Versenden und Empfangen von Bitcoin, Ethereum, Lightcoin, Dogecoin und Bitcoin Cash hat ebenfalls einwandfrei geklappt. Die Vorgehensweise ist dabei bei fast jedem Coin selbsterklärend. Vor allem jene Kryptowährungen die direkt in der Software TREZOR Bridge verwaltet werden können und nicht den Einsatz einer weiteren App wie z.B. Myetherwallet.com benötigen.

Das folgende Video zeigt dir im Detail wie einfach die Nutzung des TREZOR’s funktioniert:

Starker Schutz mit dem TREZOR

Wie der Name schon sagt sind deine Coins im TREZOR wirklich sicher und gut aufgehoben. Der TREZOR ist vor Viren und weiteren gefährlichen Programmen geschützt, egal ob dieser an dein PC und mit dem Internet verbunden ist oder nicht. Jede Transaktion muss von dir per Hand validiert werden. Nur dann ist es auch möglich Coins von deinem Wallet abzuheben und diese an eine andere Adresse zu schicken.

Weiterhin ist es mittels Keylogger nicht möglich deine Tastatureingaben zu tracken, da der Recovery Seed bei jeder Neuverbindung des TREZORs mit deinem PC oder Handy abgefragt wird und direkt auf dem TREZOR eingegeben werden muss der völlig autark funktioniert.

Der zu Eingans festgelegte PIN bietet ebenfalls eine hohe Sicherheit da dieser auf dem TREZOR eingegeben werden muss. Hierbei werden die Zahlen jedes mal aufs Neue vermischt, damit es zu keinem Zeitpunkt möglich ist nachzuverfolgen wie deine PIN im Detail aussieht.

TREZOR updated regelmäßig sein System, damit der TREZOR immer auf dem neuesten Stand der Technik und damit maximal gegen Angriffe von außen geschützt ist.

Unsere Meinung zum TREZOR Hardware Wallet

Das TREZOR Wallet ist ein sicheres und benutzterfreundliches virtuelles Portemonnaise für deine Kryptowährung.

Durch den PIN-Code und die 2 Faktor-Authentifizierung macht das Wallet seinem Namen alle Ehre. Die regelmäßigen Sicherheitsupdates und die intuitive Bedienungsoberfläche runden das Komplettpaket ab.

Der einzige negative Punkt ist das nicht alle Top 20 Kryptowährungen verfügbar sind.

Bitcoin Stick Opendime im Test

Der Bitcoin Stick Opendime kostet im 3er Pack alleine ca. 37,50€ und kommt mit einem relativ schlankem Lieferumfang daher. Eine kleine Plastiktüte mit einem Sticker sowie drei Bitcoin Sticks werden geliefert.

Um den Stick zu Testen befolgen wir die Anleitung und gehen zuerst auf opendime.com/start. Leider öffnet sich unter dieser Adresse keine Landingpage die das weitere Vorgehen erklärt.

Wir versuchen (ohne uns vorher darüber belesen zu haben wie dieser Stick im Detail funktioniert!) einfach die nächsten Schritte auf der kurzen Anleitung zu befolgen. Wir stecken einen Bitcoin Stick in unseren Laptop und schauen was passiert. Anschließend leuchtet ein grünes Licht dauerhaft und ein weiteres rotes Licht blinkt immer im 1-Sekunden Takt.

Der nächste Schritt ist die Datei „index.htm“ zu öffnen. Wir öffnen also im Windows Explorer den Stick und finden eine Datei mit genau diesem Namen. Durch einen Doppelklick öffnen wir die Datei. Wir gelangen zu dieser Landingpage die weitere Anweisungen für uns bereithält:

Nachdem wir jetzt auf dieser Seite gelandet sind wussten wir ohne eine zusätzliche Recherche zu betreiben nicht ganz wie wir weiter vorgehen sollten. Ich habe mir dieses Video auf Youtube angeschaut und wusste danach wie weiter vorzugehen ist:

Wir müssen ein Bild auf den Stick hochladen damit ein Private Key erstellt werden kann. Das ganze funktioniert relativ einfach wenn man ein mal weiß wie es geht. Nachdem wir das Bild auf den Stick gezogen disconnectet er sich selbst. Danach dauert es ca. 5 Sekunden und der Stick verbindet sich erneut mit unserem Laptop. Die rote LED leuchtet nicht mehr, sondern nur noch die grüne LED blinkt im sekundentakt.

Wenn wir jetzt wieder im Explorer auf den Stick zugreifen hat sich automatisch durch Hochladen unseres Bildes ein Private Key und eine Bitcoin Adresse erstellt. Jetzt ist der nächste Schritt die Landingpage index.htm erneut zu laden.

Dann kommen gelangen wir auf diese Seite:

Wir haben hier ein paar Teile verpixelt bzw. gelöscht. Um zu überprüfen wie viel Bitcoins wir auf unserem Stick haben können wir einfach auf „Check Balance“ klicken und gelangen zu einer Landingpage auf opendime.com die uns genau zeigt wie hoch unser „Kontostand“ ist. Da wir noch nichts überwiesen haben wir hier 0 angezeigt.

Jetzt wollen wir natürlich testen ob eine Einzahlung klappt. Wir schicken also von unserem Wallet 50€ in Bitcoin auf die Bitcoin Stick Opendime Adresse. Es wird direkt angezeigt das eine Transaktion ankommt, jedoch ist diese noch nicht bestätigt da die Bitcoin Blockchain nicht die schnellste ist. Nach 2h sind die 50€ jedoch auf unserem Stick angekommen. Die Einzahlung hat also problemlos geklappt.

Wenn wir jetzt eine Auszahlung tätigen wollen dann können wir einfach auf „Send to any Adress“ klicken.

Das Versenden klappt ebenfalls ohne große Probleme und Hindernisse. Natürlich hat das Versenden wieder eine entsprechende Zeit benötigt da die Bitcoin Blockchain nicht die schnellst ist.

Besonderheiten des Opendime Sticks

Wenn ein mal Bitcoin auf dem Stick vorhanden sind, also der Stick bereits aktiviert wurde und nicht das erste mal genutzt wird, kann jede weitere Person diesen Stick nutzen wenn dieser physisch durch dich an eine weitere Person übergeben wird.

Dadurch kannst du z.B. wenn du jemandem 1000€ schuldest diesen Betrag auf den Bitcoin Stick überweisen und diesen dann einfach an die Person geben der das Geld zusteht.

Sobald die Person dann den Stick in Besitz genommen hat und an seinen PC angeschlossen hat, hat er automatisch Zugriff auf das Guthaben. Dadurch ist es sehr einfach größere Mengen Bargeld von Person zu Person zu Übetragen ohne dabei große Geldmengen mit sich rumschleppen zu müssen.

Der Stick kann unbrauchbar gemacht werden indem mit einer Nadel oder einer Reißzwecke (wie oben im Video ebenfalls erklärt) das kleine Loch das weiß umrandet ist durchstochen wird. Wenn ihr das macht und den Stick erneut an euren PC steckt ist der Private Key dann frei zugänglich und der Stick unbrauchbar.

Wenn diese Meldung erscheint habt ihr den Stick erfolgreich „zerstört / unbrauchbar “ gemacht.

Fazit zum Bitcoin Stick Opendime

Der Stick ist in seiner Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig und gerade für Einsteiger nicht sehr einfach zu verstehen und zu nutzen.

Die Idee eines mobilen Mini-Wallets mit dem einfach große Geldmengen transportiert werden können ist nicht schlecht. Dabei müssen keine Private Keys irgendwo gespeichert werden, sondern diese befinden sich direkt auf dem Stick. Dabei muss einfach nur die Index.htm Datei aufgerufen werden um das Guthaben zu sehen und Bitcoins zu verschicken und zu empfangen.

Insgesamt gefällt uns der Stick gut, jedoch haben wir auch ein bisschen was zu meckern. Schade ist, dass nur die Währung Bitcoin unterstützt wird (Es gibt auch noch weitere Modelle von Opdendime die Litecoin unterstützen).

Auch ist die Sicherheit wahrscheinlich nicht vergleichbar mit einem Ledger oder dem Trezor. Unfassbar große Geldmengen würden wir also nicht auf diesem Stick absichern.

Digital Box

Ein Testbericht folgt in Kürze!

 

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19 Kommentar

  • 10 Monaten ago
    Reply

    Moritz

    Hallo mal ne Dumme Frage hoffe jemand kann mir darauf eine Antwort geben was würde denn Passieren wenn der Nano nass wird oder irgend wie kaputt gehen würde, sind dann alle Coins Weg für immer? Oder kann man einen Neuen Nano kaufen und mit dem Passwort sind die dann wieder da, oder wie Funktioniert das genau das Verstehe ich zurzeit Total nicht!
    Immerhin kann so ein Stick ja auch kaputt gehen.
    Hoffe auf eine Erklärung und bedanke mich schon mal im voraus.

    • 10 Monaten ago
      Reply

      Marcus Misiak

      Hallo Moritz,
      falls das Ledger kaputt geht, dann sind die Coins nicht verloren! Mittels eines neuen Gerätes und deinem Seed kannst du wieder auf deine Coins zugreifen.
      Beste Grüße,
      Marcus von Coin Hero

      • 10 Monaten ago
        Reply

        Moritz

        Hallo Danke für die Rasche Antwort OK das ist sehr gut und Danke nochmals für die sehr gute Anleitung:)

  • 10 Monaten ago
    Reply

    TomTom

    Hallo Marcus, eine Frage bitte.

    Wenn ich mit jedem Ledger-Stick auf alle möglichen Wallets zugriff habe, sofern mir der Seed und Pin bekannt ist, ist dann die
    Sicherheit des Ledgers nicht genau gleich hoch, wie bei normalen Wallets auf der Festplatte?

    Danke und Gruß
    Tom

    • 10 Monaten ago
      Reply

      Marcus Misiak

      Hallo Tom,
      nein das ist nicht vergleichbar bzw. kannst du ja nicht auf jedes Wallet zu greifen. Du musst ja die jeweilige App auf dem Ledger installieren, damit deinen PC und die Verwaltungssoftware auf das Ledger zugreifen können.
      Ganz grob haben wir das auch in dem Abschnitt „Sicherheit“ zum Ledger erklärt. Ich würde dich gern darauf verweisen. Sofern noch Fragen darüber hinaus offen sind, kannst du mir gern noch einmal schreiben.
      Beste Grüße,
      Marcus von Coin Hero

  • 10 Monaten ago
    Reply

    TomTom

    Oh danke alles klar, da stehts ja tatsächlich…….

  • 10 Monaten ago
    Reply

    Frank

    Hallo Marcus,

    welches Wallet ist für IOTA, wie ich gelsen habe geht das Nano S nicht für IOTA? Vielen Dank für eine Antwort. Grüße Frank

    • 10 Monaten ago
      Reply

      Coin Hero

      Hallo Frank,

      entweder das Light Wallet oder auf Binance überweisen.

      Auf bitfinex liegen lassen geht natürlich auch.

      Der Ledger unterstützt noch keine IOTA.

      Sonnige Grüße,
      Marcel

  • 10 Monaten ago
    Reply

    Jürgen

    unterstützt ledger auch VERGE ?

    • 10 Monaten ago
      Reply

      Coin Hero

      Noch nicht.

  • 10 Monaten ago
    Reply

    Daniel

    Hey,
    kann ich auch einen bereits exisitierenden Ripple Desktop Wallet auf einen auf einen Ledger migrieren?

    • 10 Monaten ago
      Reply

      Coin Hero

      Du kannst deine XRP auf den Ledger ziehen.

      VG
      Marcel

  • 9 Monaten ago
    Reply

    Torsten

    Die Preise für das Ledger Nano S steigen wohl ähnlich schnell, wie die Krypotwährungen?
    Beim Hersteller 169,- € Bei Amauon 181 € 🙁

    • 9 Monaten ago
      Reply

      Marcus Misiak

      Hab gerade den Preis geprüft, beim Hersteller sind es (wie schon immer in Summe) 94 Euro.
      Beste Grüße,
      Marcus

  • 8 Monaten ago
    Reply

    Dieter

    Zunächst, vielen, vielen Dank für einen so guten, verständlichen Test-Artikel (Mann, ich hätte beinahe Testikel geschrieben, puh)!! Ich bin ganz am Anfang und habe eine Frage die es nicht gibt, nämlich eine dumme: Ich habe mich bei bitcoin.de angemeldet, komplett mit Bankverbindung. Ist das bereits ein Online-Wallet oder nur ein Handelsplatz und ich muss, falls ich Bitcoin(s) erwerbe die in ein Wallet tun?! Ich würde gern ein Hardware-Wallet benutzen, das mir für meine Zwecke am sichersten erscheint. Im Voraus vielen Dank für Mühe und Antwort! Gruß aus Berlin, Dieter

    • 8 Monaten ago
      Reply

      Coin Hero

      Hallo Dieter,

      es gibt keine dummen Fragen! 🙂

      Wenn du deine Bitcoin bei bitcoin.de lagerst, ist dies praktisch ein Onlinewallet.

      Wir würden dir auch empfehlen ein Hardwarewallet zu nutzen, da dies um Längen sicherer ist.

      Falls du dazu Fragen hast, immer her damit.

      VG
      Marcel

  • 8 Monaten ago
    Reply

    Marko

    Hallo Marcel,
    vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die schnelle Beantwortung von Fragen.

    Ich will mir ein Hardware-Wallet anschaffen, um darauf möglichst viele verschiedene Coins speichern können.
    Das ich beim Nano-S dafür immer Apps deinstallieren/installieren muss, finde ich nicht so prickelnd.
    Warum ist der Speicher so klein?
    Gibt es ein Wallet, dass „alles“ kann?

    • 8 Monaten ago
      Reply

      Marcus Misiak

      Hallo Marko,
      warum können wir auch nicht sagen. Persönlich finde ich es aber wirklich überhaupt kein Problem. Mit einem größeren Release in diesem Jahr hat Ledger geplant den Prozess auch noch weiter zu vereinfachen, sprich automatisieren: https://coin-hero.de/alles-neu-beim-ledger-wallet-ankuendigung-fuer-neues-release/
      Ein Wallet was alles kann, gibt es nicht. Ledger, meine persönliche Meinung, ist schon das beste. Zukünftig sollen +100 Wärhungen unterstützt werden.
      Beste Grüße
      Marcus

      • 8 Monaten ago
        Reply

        marko

        Hallo Marcus,

        vielen Dank für die Info. Habe heute meinen Nano S erhalten, und gerade in der Software gesehen, dass es jetzt seit 6.3.18 Firmware 1.4.1 gibt. Damit sind jetzt mehr Apps möglich.

        Schöne Grüße

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