FMA erlaubt zum ersten Mal Wertpapierhandel auf Token-Basis

Viele Branchenkenner gehen davon aus, dass die Blockchain in den kommenden Jahren immer stärker den klassischen Handel mit Wertpapieren beeinflussen und verändern wird. Die FMA aus Österreich billigt nun erstmalig eine Wertpapier-Emission auf Blockchain-Basis.

Startup will Anlegern Sicherheit und Mitspracherecht bieten

Das Unternehmen Hydrominer IT-Services GmbH mit Sitz in Wien darf sich freuen. Denn die Firma erhielt von der Finanzmarktaufsicht Österreichs in dieser Woche grünes Licht für ein Prospekt zum Kapitalmarkt. Selbiges umfasst Wertpapiere, bei deren Ausgabe die Blockchain als Grundlage dienen soll. Die Papiere sollen „tokenisiert“ emittiert werden, wie es in den Medienmeldungen heißt. Innerhalb der EU, so die Berichte, gab es bisher noch keinen vergleichbaren Fall, bei dem es zur Hinterlegung eines Security Token inklusive Regulierung für die Absicherung der Emission kommt. Das Volumen der Wertpapiere könnte bei im Maximum bei 75 Millionen Euro liegen.

Blockchain ermöglicht den Start des neuen Token

Entwickelt wurde für das Unterfangen der sogenannte H3O-Token, der im Rahmen eines ICOs den Weg an den Markt finden soll und wie der Bitcoin oder Litecoin auf der Blockchain fußen wird, wie es von Seiten der begleitend tätigen Kanzlei Stadler Völker aktuell heißt. Bei Hydrominer handelt es sich um ein Startup-Unternehmen. Interessierte Anleger kommen bei dem kommenden ICO in den Genuss einer Quasi-Gleichstellung mit Anteilseignern bei klassischen Wertpapier-Geschäften kommen. Anders als bei zahlreichen vermeintlich dubiosen Markteinführungen in der dient in diesem Fall des Security Token dieser Art als das Wertpapierrecht. Finanztechnischer Hintergrund: Hydrominer will sogenannte „qualifizierte nachrangige Genussrechte“ ausgeben.

Anbieter konzentriert sich auf „grünes“ Mining

Das Unternehmen ist im Bereich „Green Mining“ tätig und möchten Bitcoins und andere Währungen umweltschonend und nachhaltig schürfen. Wer sich über den ICO am Unternehmen beteiligt, hat nicht nur wirtschaftliche Ansprüche, sondern ist auch an Entscheidungen des Unternehmens beteiligt, was durchaus einen Unterschied zu vielen Aktienvarianten am Markt darstellt. Als Blockchain-Technologie hat beim H3O-Token das System Ethereum vom Anbieter für Transaktionsabwicklungen den „Zuschlag“ erhalten. Der Token kommt als Schlüssel zum Einsatz – Inhaber können sich so zum einen dem Unternehmen gegenüber ausweisen, zugleich aber seine Rechte geltend machen. Als Emissionstermin nennt das Unternehmen den 01.02.19, investieren können lediglich österreichische und deutsche Anleger.

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