Europäische Banken könnten laut EZB Präsident Draghi bald selbst Bitcoin Positionen halten

Der Präsident der europäischen Zentralbank hat während einer öffentlichen Diskussion im europäischen Parlament dargelegt, dass die Banken dazu übergehen könnten, selbst Positionen von Bitcoin zu halten. 

In einem Treffen des europäischen Parlements am 05.02.2018 war ein Kernthema der Diskussionen, welchen Einfluss Kryptowährungen auf das zukünftige Geldsystem haben könnten. Bisher war kein Trend zu erkennen, dass Finanzinstitutionen innerhalb der europäischen Union großes Interesse an Kryptowährungen zeigen:

Actually, the credit institutions established in the European Union are showing a limited appetite for digital currencies like Bitcoin.

In der Vergangeheit war der Standpunkt der Zentralbanken gegenüber Kryptowährungen eher zurückhaltend. Vor einigen Monaten war noch die Meinung zu hören, dass digitale Währungen kein Risiko für die Bankenindustrie darstellen. Dennoch sei es nicht nötig sich mit diesem Thema intensiver auseinanderzusetzen. Da die Adaption in den Mainstream u.a. durch die Bitcoin Futures und die daraus wachsende Akzeptanz weiter voranschreitet, könnten laut Draghi, Bitcoin und Co. in nächster Zeit mehr in den Fokus der Banken rücken.

However, recent developments, such as the listing of Bitcoin futures contracts by US exchanges, could lead European banks too to hold positions in Bitcoin, and therefore we will certainly look at that.

Dennoch betonte Draghi deutlich, dass unregulierte Kryptowährungen wie Bitcoin eine sehr riskante Vermögensanlage darstellen und als extrem volatil und spekulativ einzustufen sind.

Außerdem steht eine EU-weite Regulierungsmaßnahme im Raum, durch die Risiken von digitalen Vermögenswerten gegenüber Banken und Finanzinstituten geklärt werden sollen:

Right now, digital currencies are not subject to a specific supervisory approach. Work is under way in the Single Supervisory Mechanism to identify potential prudential risks that these digital assets could pose to supervised institutions.

Obwohl die Zentralbanken noch keine Gesetze auf den Weg gebracht haben, um Kryptowährungen zu regulieren, scheint dies aber einer der nächsten Schritte zu sein. Dennoch ist unklar, inwieweit hierbei bereits Schritte unternommen worden oder in naher Zukunft folgen werden.

Dennoch ist es aus unserer Sicht bemerkenswert, dass Kryptowährungen immer weiter in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion treten und jetzt sogar die Zentralbanken erreicht haben. Als positiv zu bewerten ist auch, dass nicht über ein Vebot von Kryptowährungen gesprochen wird, sondern lediglich über eine Regulierung. Insofern scheint sich die Europäische Union an der Position der Vereinigten Staaten von Amerika zu orientieren.

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1 Kommentar

  • 5 Monaten ago
    Reply

    Bakkardi

    „Obwohl die Zentralbanken noch keine Gesetze auf den Weg gebracht haben, um Kryptowährungen zu regulieren, scheint dies aber einer der nächsten Schritte zu sein.“ – seit wann erlassen Zentralbanken Gesetze? Schlecht geschrieben…

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